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Westfalia Rhynern vor der Aufgabe in Siegen: Selbstbewusst, aber ohne Allüren

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Von: Patrick Droste

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Innenverteidiger Marvin Joswig (links) will dafür sorgen, dass in Siegen einmal mehr die Null steht.
Innenverteidiger Marvin Joswig (links) will dafür sorgen, dass in Siegen einmal mehr die Null steht. © Reiner Mroß

Mit drei Punkten aus der Partie am Sonntag bei den Sportfreunden Siegen (15 Uhr/Leimbachstadion) könnte der SV Westfalia Rhynern seinem Ziel, dem Aufstieg in die Fußball-Regionalliga ein Stück näher kommen.

Hamm – Frank Neuhaus, Vorstandsmitglied des FC Gütersloh, hat in dieser Woche in einem Tabellenrechner die restlichen Partien der Aufstiegsrunde in der Fußball-Oberliga getippt – und musste danach – aus seiner Sicht – ernüchtert auf der Webseite der Ostwestfalen feststellen, dass nicht der FCG, sondern der SV Westfalia Rhynern „für mich Topfavorit auf einen Aufstiegsplatz“ ist.

Das Gütersloher Vorstandsmitglied macht seine Rechnung vor allem daran fest, dass die Rhyneraner bereits gegen alle Topteams gespielt haben und nach der Partie am Sonntag gegen die Sportfreunde Siegen (15 Uhr) mit Erndtebrück, Rheine und Schermbeck nur noch auf Mannschaften treffen, die mit dem Aufstiegsrennen nichts mehr zu tun haben. „Aber gerade diese Teams haben nichts mehr zu verlieren, können befreit aufspielen“, sagt Westfalia-Trainer Michael Kaminski und warnt daher im Vorfeld der Partie eindringlich davor, die auf dem vorletzten Rang der Aufstiegsrunde platzierten Sportfreunde zu unterschätzen. „Das wird eine alles andere als leichte Aufgabe. Gerade zuhause will sich Siegen vor seinen Zuschauern von der besten Seite zeigen und für die 0:4-Niederlage im Derby gegen Kaan-Marienborn rehabilitieren. Wir müssen da voll dagegenhalten. An einem guten Tag können die Sportfreunde jeden Gegner in der Liga schlagen.“

„Unser Vorteil ist, dass einer für den anderen da ist“

Dass die Westfalia derzeit aber bestens in Form ist, hat sie in diesem Jahr, in dem sie nur in Kaan knapp mit 2:3 unterlag, eindrucksvoll gezeigt – und dies am vergangenen Sonntag mit dem souveränen 4:1-Sieg über den ASC 09 Dortmund nochmals unterstrichen. „Aplerbeck hat eine Mannschaft mit gehobenem Oberliga-Niveau. Wenn man die so klar schlägt, dann ist das ein Zeichen, dass es läuft“, betont der Coach und zeigt sich daher für die Aufgabe im Leimbachstadion zuversichtlich „Unser Vorteil ist, dass einer für den anderen da ist. Jeder stellt seine Interessen hinten an und bringt sich voll für die Mannschaft ein.“

In der Hinrunde hatte die Westfalia bei den Sportfreunden recht mühelos mit 3:0 die Oberhand behalten, doch „dafür können wir uns jetzt nichts mehr kaufen“, meint Kaminski. Er will vielmehr den Schwung und das Selbstvertrauen aus den Partien der vergangenen Wochen mitnehmen und in Siegen die nächsten drei Zähler für den zweiten Aufstieg in der Vereinsgeschichte in die Regionalliga einsacken. „Wir haben noch vier Endspiele und schauen am Ende, was herauskommt“, sagt er, macht aber auch kein Hehl daraus, was alle rund um den Papenloh im Visier haben: „Die Jungs sind heiß, träumen von der Regionalliga und wollen ihre tolle Leistung krönen.“ Und sollte dies passieren, dann hätte Frank Neuhaus – zu seinem Ärger – Recht behalten.

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