Westfalia Rhynern muss zum Stimberg nach Erkenschwick

Philipp Hanke

HAMM - Nur noch zwei Spiele sind vor der Winterpause in der Fußball-Oberliga zu absolvieren. Doch die haben es für Westfalia Rhynern in sich. Am Sonntag (14.30 Uhr/Stimberg) muss das Team beim Tabellensechsten SpVgg. Erkenschwick antreten, eine Woche später kommt Regionalliga-Absteiger SV Lippstadt an den Papenloh.

„Ein Traum wären sieben Punkte aus diesen beiden Begegnungen“, sagt Westfalia-Trainer Björn Mehnert. „Aber da das nicht möglich sein wird, beschäftigen wir uns erst gar nicht mit Träumereien.“ Denn vor allem in Erkenschwick wird es sehr schwer für die Westfalia werden. Seit elf Spielen hat das Team von Trainer Magnus Niemöller nicht mehr verloren, mit zehn Gegentoren hat es gemeinsam mit Erndtebrück die stabilste Abwehr der Liga, und nur vier Zähler beträgt der Rückstand auf die Westfalia, die derzeit auf Rang drei steht. „Es gibt leichtere Aufgaben“, weiß Mehnert. „Aber die Liga ist sehr ausgeglichen. Entsprechend müssen wir jedes Spiel Vollgas geben.“

Zudem fehlt dem Westfalia-Coach eine ganz wichtige Informationsquelle. Denn SpVgg-Trainer Magnus Nie-möller, zu dem Mehnert lange ein angespanntes Verhältnis pflegte, ehe sich die beiden bei einem zufälligen Treffen auf Mallorca ausgesprochen haben und seitdem sehr gut verstehen, hat „uns bisher immer richtig gute Hinweise und eine detaillierte Analyse unserer nächsten Gegner gegeben, weil Erkenschwick direkt vor uns gegen die selben Mannschaften gespielt hat“, sagt Mehnert, um lachend hinzuzufügen: „Das hat er dieses Mal unverständlicherweise nicht getan, was ich ihm sehr übel nehme.“

Doch auch so hat der Coach sich sehr gut über die Gastgeber informiert, weiß, dass diese sich stets taktisch stark nach der Aufgabe richten, die der Gegner ihnen stellt. „In der vergangenen Woche haben sie ein 3-5-2-System gespielt. Wir wissen, dass sie sich auch auf uns vorbereitet haben, aber wir werden versuchen, unser Spiel durchzudrücken.“

Mit Stephan Nachtigall verfügt Erkenschwick über einen Regionalliga erfahrenen Defensivmann, und im Sturm hat Stefan Oerterer, Torschützenkönig der vergangenen Saison, schon wieder 13 Mal getroffen. „Aber wir haben auch mindestens zwei gute Spieler vorne“, zeigt sich Mehnert, der auf die Langzeitverletzten Debowiak, Tran, Böhmer, Kaiser, und Cabuk verzichten muss, selbstbewusst. Cabuk, der sich beim 3:0 gegen Neuenkirchen schwere Gesichts- und Kieferverletzungen zugezogen hat und bei einer OP in der Woche eine Platte eingesetzt bekommen hat, hat bereits seinen Wunsch an die Mannschaft geäußert: „Sein Tor war gegen Neuenkirchen der Türöffner, und er hat der Mannschaft gesagt, dass sie ihm diese Woche mit einem Sieg etwas zurückgeben soll“, sagt Mehnert, der seinen Kapitän Dustin Wurst nach überstandenem Faserriss in der Wade und einem Spiel auf der Bank wieder in die Startelf berufen wird. „Mit Sicherheit. Nur auf welcher Position, wird man sehen“, so Mehnert. Abwarten müsse man dagegen noch die Entwicklung bei Mathieu Bengsch, der zehn Tage wegen einer Mandelentzündung ausgefallen war und morgen erst im Abschlusstraining zum Team stoßen wird. „Sein Einsatz ist eher fraglich“, sagt der Trainer. - güna

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare