Rhynerns Trainer Mehnert dämpft Erwartungen - Interview

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Björn Mehnert ist bereits seit 2011 Trainer des SV Westfalia Rhynern. Der 38-Jährige spielte in der Saison 1997/98 sogar dreimal in der Bundesliga für Borussia Dortmund.

Hamm - Mit einigen personellen Sorgen geht der SV Westfalia Rhynern in die neue Spielzeit. Warum Trainer Björn Mehnert vor dem Saisonstart in der Fußball-Oberliga eher skeptisch ist und wie zufrieden er mit dem Kader ist, verrät er im WA-Interview.

Herr Mehnert, wo soll der Weg Ihrer Mannschaft in der neuen Saison hinführen?

Mehnert: Es wird schwierig, das Ergebnis der vergangenen Spielzeit zu wiederholen. Das war schon das Maximum, was wir da erreicht haben. Vielleicht sogar ein bisschen darüber hinaus. Ich merke aber jetzt, dass im Umfeld eine gewisse Erwartungshaltung entstanden ist. Doch in der vergangenen Saison war es wirklich das Optimum, das wir rausgeholt haben. Man darf nicht davon ausgehen, dass es eine Selbstverständlichkeit ist, dies jedes Jahr zu erreichen.

Warum sind Sie so skeptisch?

Mehnert: Zum einen haben wir unsere Personalplanungen in diesem Jahr erst recht spät abgeschlossen. Dann wird es noch einige Wochen dauern, bis alle Spieler auf dem gleichen Niveau sind. Mathieu Bengsch und Felix Böhmer haben zum Beispiel noch keine einzige Sekunde auf dem Trainingsplatz gestanden. Und zum anderen haben uns mit Felix Bechtold und Philipp Hanke zwei Spieler verlassen, die an fast 50 unserer 73 Tore beteiligt waren. Philipp hat 20 Treffer erzielt und 15 vorbereitet, Felix neun gemacht und vier- oder fünfmal die Vorlage gegeben.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Kader, der Ihnen für die kommende Spielzeit zur Verfügung steht?

Mehnert: Den Umständen entsprechend bin ich zufrieden. Ich denke, wir haben aus unseren überschaubaren finanziellen Möglichkeiten wieder das Beste rausgeholt. Natürlich wäre es mein Wunsch, in Sachen Verstärkungen auch mal frei werkeln zu können, aber ich weiß, was ich an diesem Verein habe und unter welchen Bedingungen ich dort tätig bin. So kann ich zum Beispiel ohne Druck arbeiten. Und das ist auch gut so, denn Druck mache ich mir selbst schon genug.

Zum Auftakt geht es gegen die Sportfreunde aus Siegen, gegen die Sie mit Ihrer Mannschaft am vergangenen Sonntag im Westfalenpokal mit 0:2 verloren haben. Wird Ihr Team in der Meisterschaft den Spieß umdrehen?

Mehnert: Es wird jedenfalls eine ganz andere Partie als im Pokal. Ich erwarte ein zähes Geduldsspiel gegen eine Mannschaft, die kompakt stehen und auf Konter setzen wird. Da müssen wir höllisch aufpassen.

Das komplette Interview lesen Sie in der Donnerstagsausgabe des WA.

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