Fußball

Westfalia Rhynern steht eine ungemütliche Reise bevor

Während Jan Kleine (links) noch ausfällt, wird sein Bruder Lennard das Westfalia-Team in Erndtebrück aufs Feld führen.
+
Während Jan Kleine (links) noch ausfällt, wird sein Bruder Lennard das Westfalia-Team in Erndtebrück aufs Feld führen.

Die äußeren Bedingungen könnten für den Start des SV Westfalia Rhynern in der Fußball-Oberliga nach der Winterpause weitaus besser sein.

Hamm - Die Wetterprognosen für Erndtebrück im Siegerland deuten auf einen unangenehmen Nachmittag hin: Sturmböen bis zu 90 Stundenkilometer, Regenwahrscheinlichkeit von über 70 Prozent bei nasskalten acht Grad Außentemperatur. „Das wird eine ungemütliche Reise für uns“, sagt Michael Kaminski. 

Und das meint der Coach der Westfalia nicht nur aus meteorologischer Sicht. Denn: „Wir müssen nicht nur gegen das Wetter ankämpfen. Erndtebrück hat nach dem Trainerwechsel vor dem Winter eine ordentliche Vorbereitung gehabt. Und das ist ein kampfstarker und unbequemer Gegner, der sich im Rennen um den Klassenerhalt noch lange nicht aufgegeben hat und alles für einen guten Start geben wird. Das wird ein harter Ritt, bei dem ich hoffe, dass wir uns entsprechend wehren werden.“

Erndtebrück ist nicht in Aktionismus verfallen

Mit 13 Punkten rangiert der TuS derzeit auf dem 17. und damit einem Abstiegsplatz. Dennoch hat Kaminski registriert, dass der Verein in der Pause nicht in Aktionismus verfallen ist. „Im Winter haben viele Vereine ja extrem am Personalkarussell gedreht“, sagt der Westfalia-Coach. „Aber in Erndtebrück ist im Gegensatz zu den vergangenen Jahren nichts passiert – die hatten nur zwei Abgänge und keine Neuen, sind eine eingespielte Mannschaft. Das wird ein schweres Spiel für uns.“

Zumindest mit den äußeren Bedingungen auf dem vor Wind und Wetter kaum geschützten Platz der Erndtebrücker Pulverwaldkampfbahn sind die Rhyneraner bereits vertraut. „Im vergangenen Jahr hatten wir dort ungefähr die gleiche Wettersituation“, erinnert sich Kaminski. „Wir sind erst um viertel nach zwei am Platz angekommen, und für die Rückfahrt haben wir drei Stunden gebraucht – dieses Mal könnte es wieder ein Höllenritt werden.“ Zumindest die Anreise betreffend hat der Coach Vorkehrungen getroffen. Der Bus startet am Papenloh bereits um 11.15 Uhr, so dass das Team rechtzeitig vor Ort sein sollte und genügend Zeit zum Warmmachen bekommen wird.

Jan Kleine darf noch nicht ran

Was die Punktausbeute betrifft, orientiert sich Kaminski lieber am Hinspiel, das sein Team mit 3:0 gewann. In Erndtebrück gab es dagegen nach einem Treffer der Gastgeber in letzter Sekunde noch ein 3:3, und die Mannschaft fuhr mit langen Gesichtern nach Hause. „Dieses Mal ist es vor allem wichtig, dass wir nicht verlieren, damit wir den Abstand halten“, sagt Kaminski. „Aber lieber wäre es mir natürlich, mit drei Punkten zu starten.“

Leon Müsse (Fersenprobleme), Finn Köhler (Fußschmerzen), Maximilian Eul (Hexenschuss) und Jan Kleine, für den ein Einsatz nach überstandenen Lungenproblemen noch zu früh käme, werden fehlen, so dass der Trainer einen Kader von 17 Spielern zur Verfügung hat.

Ob Torhüter Kevin Scierski aus der A-Jugend noch zum Kader stoßen wird, wollten die Trainer kurzfristig besprechen. Denn der Nachwuchsmann soll am Morgen um 11 Uhr im Landesligaspiel der U19 beim VfL Theesen im Tor stehen. „Und die A-Jugend steckt mitten im Aufstiegskampf“, sagt Kaminski, der dem Keeper die wichtige Spielpraxis im Nachwuchsteam nicht nehmen möchte. Der Mannschaft nachzureisen, wäre eine Option, ob das Sinn macht, die Frage.

Sicher ist dagegen, dass ein Sieg die Stimmung auf der Heimreise deutlich steigen lassen würde. Dann wäre es auch nicht ganz so tragisch, wenn die Fahrt aufgrund des Wetters etwas länger dauern sollte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare