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Westfalia Rhynern setzt im Angriff auf die Schnelligkeit von Tom Franke

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Von: Patrick Droste

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Gegen die TSG Sprockhövel fiel es Tom Franke schwer, sich Torchancen zu erarbeiten. In Delbrück hofft der Angreifer, dass er sich wieder besser in Szene setzen kann.
Gegen die TSG Sprockhövel fiel es Tom Franke schwer, sich Torchancen zu erarbeiten. In Delbrück hofft der Angreifer, dass er sich wieder besser in Szene setzen kann. © Reiner Mroß/Digitalbild

Der Aufsteiger Delbrücker SC gehört mit seinen vier Punkten zu den Überraschungen in der Fußball-Oberliga. Daher erwartet Michael Kaminski, Trainer des SV Westfalia Rhynern, am Sonntag beim Gastspiel in Ostwestfalen (15 Uhr) auch eine überaus unangenehme Aufgabe.

Hamm – Es ist ein Start nach Maß, den der SV Westfalia Rhynern hingelegt hat. Dem 1:0-Erfolg zum Auftakt bei der U21 des SC Paderborn 07 ließ der Fußball-Oberligist am vergangenen Sonntag einen 2:0-Sieg über die TSG Sprockhövel folgen, durch den das Team aus dem Hammer Süden auf Rang drei der Tabelle geklettert ist. „Mit so einem geilen Start hatte wohl kaum jemand gerechnet“, sagt Angreifer Tom Franke und hofft, dass er und seine Mannschaftskollegen am Sonntag beim Aufsteiger Delbrücker SC Sieg Nummer drei folgen lassen: „Ich habe noch nie gegen Delbrück gespielt. Wir haben uns im Training ein paar Dinge erarbeitet, aber das ist ein schwer einzuschätzender Gegner.“

Schwer einzuschätzen ist auch weiterhin, wie die Westfalia die Abgänge seiner beiden Toptorjäger kompensieren wird. Hakan Sezer und Eduard Probst hatten in der vergangenen Saison zusammen 53 Treffer erzielt und manche Partie im Alleingang entschieden. Tom Franke hat in den bisherigen zwei Partien in vorderster Front versucht, den Wechsel von Probst in die 3. Liga zum SC Verl aufzufangen – ein Tor ist ihm aber trotz seiner intensiven Bemühungen noch nicht gelungen. „Fakt ist, dass ich mich im Zentrum wohler fühle als auf Außen, wo ich letzte Saison meist zum Einsatz gekommen bin. Aber ich strahle noch nicht diese Torgefahr aus und schaffe es auch nicht, die Bälle so gut festzumachen wie Ede“, zeigt sich Franke selbstkritisch. Dabei verfügt er mit seiner Schnelligkeit über eine Waffe, die ihn von vielen anderen Spielern unterscheidet. Wie gefährlich er sein kann, wenn er Platz hat und mit seinem Tempo in die Tiefe starten kann, hat er in Paderborn gezeigt, als ihm zwar ein Torerfolg verwehrt blieb, er aber einige Male für Gefahr sorgte. Gegen die TSG Sprockhövel kam er dagegen weniger zum Zuge, da die Rhyneraner den Gegner bereits früh attackierten und es dadurch nur selten Räume gab, in denen Franke seine Sprintfähigkeiten unter Beweis stellte.

Delbrück ist überraschend gut gestartet

„In Paderborn hatte ich ein, zwei Möglichkeiten“, bestätigt der 24-Jährige. „Gegen Sprockhövel war es schwer, weil die TSG tief stand und ich nur selten meine Geschwindigkeit ausspielen konnte.“

Beim Aufsteiger in Delbrück, der bislang mit einem 1:1 gegen den enorm verstärkten FC Gütersloh und einem 3:1-Sieg beim 1. FC Gievenbeck mächtig überrascht hat, erhofft sich Franke wieder mehr Räume – und seinen ersten Treffer in dieser Saison. „Wir wissen alle, dass wir aktuell im Team nicht den einen Spieler haben, der eine immense Torgefahr ausstrahlt. Wir sind da alle gefragt, die Treffer zu erzielen. Aber klar, ein Tor würde mir persönlich einfach gut tun. Das ist nun mal so, wenn man Stürmer ist, dann braucht man diese Erfolgserlebnisse“, stellt der Angreifer klar, der von seinem Trainer eine breite Rückendeckung erfährt. „Tom ist ein wichtiger Spieler für uns mit seinem brutalen Tempo, seiner feinen Technik und seinen Läufen in die Tiefe“, sagt Trainer Michael Kaminski. „In der vergangenen Saison und auch in der Vorbereitung hat er seine Tore schon gemacht. Er muss sich jetzt auch mal mit einem Treffer belohnen. Wir sind aber auf jeden Fall zufrieden mit ihm.“

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