Fußball-Oberliga

Warum Rhynerns Coach vor Schlusslicht Gievenbeck warnt

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Fehlt der Westfalia im Rückspiel gegen Gievenbeck: Hakan Sezer (rechts).

Westfalia Rhynern empfängt am Gründonnerstag mit dem 1. FC Gievenbeck das Tabellenschlusslicht der Fußball-Oberliga am Papenloh (19.30 Uhr). Rhynerns Coach Torsten Garbe warnt jedoch vor der vermeintlich leichten Aufgabe. Der Grund dafür liegt im Hinspiel.

Hamm - Ein bisschen Verwunderung schwang in der Stimme von Torsten Garbe mit, als sich der Trainer von Westfalia Rhynern gestern Vormittag zum 1. FC Gievenbeck äußerte, der heute (19.30 Uhr, Papenloh) nächster Gegner seiner Elf in der Fußball-Oberliga ist. „Ich weiß genau, was da auf uns zukommt“, beteuerte Garbe: „Wir haben im Hinspiel klar verloren. Das war eine hochverdiente Niederlage. Dementsprechend sind wir gewarnt.“

Dass den Rhyneranern jener 21. Oktober des vergangenen Jahres, als sie in dem Münsteraner Stadtteil nach 1:0-Führung noch 1:3 unterlagen, noch in unheilvoller Erinnerung ist, erscheint plausibel. Was Gievenbeck in den Wochen und Monaten danach auf den Rasen brachte, ist jedoch geradezu paradox. 

Nach Sieg im Hinspiel stürzte Gievenbeck ab

Denn eine Woche nach dem Erfolg gegen die Westfalia, dem bislang letzten in der Liga, begann der Absturz. Inzwischen ist der 1. FCG Tabellenletzter, kam zuletzt gegen die Hammer SpVg mit 0:5 unter die Räder – und war gegen die Top-Teams dennoch nicht chancenlos. Den designierten Aufsteigern Schalke 04 II und TuS Haltern trotzten die Münsterländer jeweils torlose Remis ab.

All das interessiert Garbe nur am Rande. Er will mit seiner Mannschaft die gute Ausgangsposition im Kampf um einen der ersten fünf Ränge ausbauen und sich vom Außenseiter nicht überraschen lassen. „Wir sind zuhause, wollen Druck ausüben, die Partie aktiv gestalten und zeigen, dass wir besser sind als im Hinspiel“, unterstreicht Rhynerns Coach, der zudem eine Steigerung gegenüber dem 1:1 gegen RW Ahlen am vergangenen Sonntag erwartet. 

„Am Montag haben wir trainiert und darüber gesprochen, dass das zu wenig war und uns etwas die Entschlossenheit gefehlt hat. Das wollen wir gegen Gievenbeck besser machen“, sagt Garbe, der sich darüber geärgert hatte, dass seine Truppe trotz einiger guter Möglichkeiten nicht den zweiten Treffer nachgelegt und Ahlen damit frühzeitig distanziert hatte.

Saisonendspurt für Garbe eine Abschiedstournee

Für Garbe selbst ist der Saisonendspurt zugleich eine Abschiedstournee. Nach etwas mehr als anderthalb Jahren wird seine Zeit im Hammer Süden im Sommer bekanntlich enden (WA berichtete). Einen Nachfolger für den Arnsberger hat der Klub bisher noch nicht verkündet, als heißer Kandidat gilt Co-Trainer Michael Kaminski. Garbe erlaubt sich selbst derweil noch keine Sentimentalitäten. „Ich genieße die Zeit in Rhynern, das ist ein gut geführter Verein. Aber aktuell bin ich konzentriert auf die nächsten Spiele und denke noch nicht ans Saisonende“, versichert der 40-Jährige.

Gegen das Schlusslicht kann Garbe auf einen fast vollzähligen Kader zurückgreifen. Lediglich die Langzeitverletzten Hakan Sezer und Patrick Polk stehen der Westfalia nicht zur Verfügung.

Fußball Oberliga: Westfalia Rhynern - Rot Weiss Ahlen 1:1

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