Mehr Klarheit für Westfalia? Stadt und Verein führen Gespräche

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Auch für die Sportplätze am „Tünner Berg“ soll nach einer „kleinen Lösung“ gesucht werden. Entscheidend soll dabei ein Gutachten sein, das die Stadt in Auftrag gegeben hat.

Rhynern - Mit Spannung warten die Fußball-Mannschaften des SV Westfalia Rhynern auf die bevorstehende Saison. Sie wollen ihre sportlichen Ziele erreichen. Nicht weniger spannend bleibt zudem die Frage, ob sich am Vereinsgelände in absehbarer Zukunft etwas verändern und damit endlich auch verbessern wird. Gibt es eine Lösung für die Westfalia, oder bleibt alles wie gehabt? Das zweite Halbjahr 2016 könnte diesbezüglich mehr Klarheit bringen.

Im Hintergrund haben Stadt und Verein in den vergangenen Wochen weitere Gespräche geführt. Der SV Westfalia legte unter anderem Ideen und Vorschläge zu so genannten „kleineren Lösungen“ entweder am Papenloh oder am Tünner Berg vor. Die „große Lösung“ mit einem Stadionbau am Tünner Berg spielte dabei nur noch am Rande eine Rolle. Eine zentrale Frage bleibt: Benötigt die Stadt Hamm ein Stadion, das höherklassigen Fußball ermöglicht? Wenn ja, wo soll es am sinnvollsten stehen? Und: Fällt die Entscheidung für einen anderen Standort, bleibt dann in Rhynern alles wie gehabt, ohne Infrastruktur am Gelände „Tünner Berg“ und mit den Unannehmlichkeiten für die Anwohner am Papenloh?

Benötigt die Stadt ein Stadion, das höherklassigen Fußball ermöglicht?

Derzeit warten die Entscheidungsträger weiterhin auf ein Gutachten, das die Stadt Hamm Anfang des Jahres als Folge der damaligen Stadion-Diskussion in Hamm in Auftrag gegeben hatte. In dem Gutachten soll genau aufgezeigt werden, was zum einen am Standort „Evora-Arena“ der Hammer SpVg im Hammer Osten, was zum anderen am Standort „Papenloh“ mit „Tünner Berg“ in Rhynern überhaupt möglich ist – und vor allem: Was solche Maßnahmen kosten würden. Denn das Geld spielt bei allen Ideen natürlich eine entscheidende Rolle. „Wir rechnen damit, dass dieses Gutachten noch im Laufe der Sommerferien vorliegt“, gibt Stadtkämmerer Markus Kreuz nun eine Wasserstandsmeldung ab. Inhalte dieses Gutachtens werde er wohl nicht direkt in die Öffentlichkeit tragen. „Wir werden die Ergebnisse dann zunächst bewerten“, so Kreuz. Eins sei damit aber gesichert: „Bis zu den Haushaltsplanungen wäre ein diskutabler Vorschlag da“, so Kreuz, „wenn denn umsetzbare Ideen darin stehen.“

Haushaltsberatungen finden Ende des Jahres statt

Denn letztlich werde es nunmal eine politische Entscheidung. Die Haushaltsberatungen finden Ende des Jahres statt. Dass das Gutachten so lange auf sich warten lässt, liegt weniger an der Schnelligkeit des beauftragten Büros, als vielmehr an den Anforderungen, die die Stadt an diese Machbarkeitsstudie stellt. „Wir haben immer wieder neue Fragen formuliert, die in diese Arbeit einfließen sollen“, erklärt Kreuz. Es solle halt an alles gedacht werden. „Es geht ja nicht nur um den jeweiligen Sportplatz an sich. Auch Parkmöglichkeiten, Zubringer-Straßen und Umgebung des Platzes spielen eine Rolle. Und bleibt Spielraum für spätere Erweiterungsmöglichkeiten? Alles das wollen wir einmal gründlich untersucht wissen“, erläutert der Kämmerer und Sportdezernent der Stadt. Dass in Rhynern nicht nur eine Regionalliga-Diskussion, also das Schaffen einer Sportstätte für höhere Ligen, geführt wird, spiele ebenfalls eine Rolle. Denn die Infrastruktur am „Tünner Berg“ (es gibt dort unter anderem keine Toiletten) sei laut Kreuz nun einmal nicht auf Dauer tragbar. Gibt es in Rhynern also doch ein Fünkchen Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation? Eine doppelt spannende Hinrunde könnte dem SV Westfalia also ins Haus stehen – sportlich für die Mannschaften und politisch für die Zukunft des Vereins.

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