Westfalia Rhynern nach 3:0-Sieg auf Tuchfühlung

STADTLOHN - Der SV Westfalia Rhynern hält das Rennen um den Aufstieg offen. Der Fußball-Oberligist verkürzte am Donnerstagabend den Rückstand auf den Tabellenzweiten Rot Weiss Ahlen durch einen 3:0 (1:0)-Sieg im Nachholspiel beim starken Aufsteiger SuS Stadtlohn auf zwei Punkte.

Von Simon Stock

Allerdings mussten die Gäste bis zum späten Doppelschlag von Felix Krellmann und Philipp Hanke um den Erfolg zittern. „Unser Sieg war nicht unverdient, aber sicher ein, zwei Tore zu hoch“, sagte Rhynerns Trainer Bjöhn Mehnert. „Wir haben es selbst spannend gemacht, weil wir unsere Konter zu schlecht ausgespielt haben.“

Die Rhyneraner hielten sich nach dem Anpfiff im schmucken hülsta-Sportpark nicht lange mit dem Abtasten auf. Über die Offensivreihe Lennard Kleine, Christoph Debowiak und Philipp Hanke übten sie von Beginn an Druck auf Stadtlohn aus und erstickten die Angriffsbemühungen der Gastgeber damit bereits im Keim. Doch auch Rhynern kam zunächst nicht gefährlich vor das Tor des Gegners, die meisten Bälle verfingen sich im dichten Abwehrnetz, das SuS-Trainer Daniel Sekic gesponnen hatte. Seine Elf hatte die erste große Chance der Partie: Josse Gerick bediente Niklas Hilgemann, der mit einem strammen Schuss an Rhynerns aufmerksamen Keeper Christoph Hunnewinkel scheiterte (16.). Auch in der Folge ließen die Stadtlohner immer wieder vereinzelt ihre Konterstärke aufblitzen, allerdings ohne dabei richtig gefährlich zu werden.

Ganz anders die Rhyneraner: Sie waren nach einer kurzen Phase der Unterzahl (Fußverletzung von Christoph Debowiak) gerade erst wieder vollzählig geworden, als Felix Bechtold mit einem Steilpass herrlich den durchstartenden Hanke bediente, der vor SuS-Torwart Niklas Lukas cool blieb und den Ball zum 0:1 (31.) ins Netz schoss. Es mehrten sich nun die Unaufmerksamkeiten in der Stadtlohner Abwehr. Kurz vor der Pause tauchte abermals Hanke frei vor dem Tor auf (42.), doch ihm versprang das Leder – es blieb beim 0:1. Auch zur Pause, denn die Gastgeber hatten in der Nachspielzeit wie aus dem Nichts ihre bis dahin beste Chance: Hilgemann schoss den Ball über Hunnewinkel und das Tor.

Nach Wiederbeginn waren die zuletzt zweimal erfolgreichen Stadtlohner deutlich offensiver. Es war erneut der auffällige Hilgemann, dem sich eine gute Torchance bot. Doch wieder verlor er das Duell gegen Hunnewinkel (50.). Auch danach sah der Westfalia-Keeper das Spiel zumeist auf sich zukommen. War der Weitschuss von Markus Krüchting (62.) noch weitgehend harmlos, hatten die Gäste kurze Zeit später Glück, als Michael Roßmöller den Ball aus 15 Metern über die Latte jagte (66.). Und noch sehr viel mehr Glück, als der Sekunden zuvor eingewechselte Lars Ivanusic mit einem Freistoß die Unterkante der Latte traf (69.). Angriff auf Angriff rollte auf Rhynerns Tor, der Ausgleich lag in der Luft. Er wäre längst verdient gewesen, denn von den Rhyneranern kam offensiv in dieser Phase kaum noch etwas.

Erst in der Schlussphase wurde es zu einem offenen Schlagabtausch. Zweimal scheiterte Hanke an Keeper Lukas (81., 82.), einmal schoss er neben das Gehäuse (85.). Auf der Gegenseite traf Gerick per Seitfallzieher die Latte (84.). Für die Entscheidung sorgte Felix Krellmann, der einen Pass von Hanke zum 0:2 ins Tor schob (89.). In der Nachspielzeit legte Hanke das 0:3 nach.

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