Westfalia Rhynern muss sich in Zweckel mit 0:0 begnügen

Björn Mehnert Foto: Mroß

GLADBECK - Am Ende überwog die Freude über einen gewonnen Punkt. Im schummrigen Dämmerlicht der Gladbecker Flutlichtmasten im Stadion an der Dorstener Straße trennten sich der SV Zweckel und Westfalia Rhynern im Nachholspiel der Fußball-Oberliga 0:0-Unentschieden. Ein Ergebnis, mit dem Gästetrainer Björn Mehnert gut leben konnte.

Von Günter Thomas

Das war das erwartet schwere Spiel auf schwer zu bespielenden Boden“, sagte Mehnert. „Wir haben den Kampf angenommen, wollten aber im letzten Drittel zu viel „klein-klein“ spielen. Mit einem Punkt können wir aber gut leben.“

Mehnert wollte das Team nach den aktuellen Eindrücken der Trainingseinheiten zusammenstellen, hatte aber bereits im Vorfeld der Partie angedeutet, dass die zuletzt angeschlagenen Mathieu Bengsch und Philipp Hanke dennoch eine Option für die Startelf seien, da sie ansonsten das komplette Vorbereitungsprogramm absolviert hatten. Entsprechend standen beide in der sehr offensiv ausgerichteten Startformation, in der sich auch Lennard Kleine wiederfand. Der hatte nach überstandener Bänderdehnung im Knöchel bereits die Woche über das volle Trainingsprogramm absolviert, während Innenverteidiger David Schmidt wegen Fiebers kurzfristig passen musste. Sein Startelf-Debüt feierte zudem Than Tan Tran. Michael Wiese musste dagegen zunächst auf der Bank Platz nehmen, während beim SV Zweckel Seyit Ersoy, der noch bis zur Winterpause für die Hammer SpVg aktiv war, von Beginn an auf dem Platz stand und gleich mehrfach für Gefahr im Rhyneraner Strafraum sorgte. „Mit ihm hat Zweckel noch mehr Konterstärke dazu bekommen“, lobte Mehnert.

Es war in den ersten 45 Minuten ein von der Taktik geprägtes Spiel, in dem die Gäste auf dem schwer zu bespielenden Geläuf mit ihrem 4:2:3:1-System zwar die Initiative übernahmen und versuchten, Druck aufzubauen. Möglichkeiten ergaben sich jedoch nur phasenweise. Zweckel stand gut, ließ wenig Räume frei und war seinerseits bemüht, jeden Fehler der Rhyneraner konsequent zum schnellen Konter zu nutzen. So mussten die Zuschauer bis zur 15. Minute auf den ersten Torschuss der Partie warten. Doch Ersoy zielte nach schnellem Umschalten von Jan Trampe knapp am Tor vorbei. Auf der anderen Seite verfehlte zwei Minuten später ein Versuch von Markus Maier das Tor.

Den ersten größeren Aufreger für die Gäste erarbeitete sich Kleine, doch der Winkel geriet für ihn, nachdem Hanke durchgesteckt hatte, ein wenig zu spitz. SV-Keeper Dennis Grüger ließ den Ball zwar abprallen, doch es stand kein Rhyneraner zur Verwertung bereit (23.).

Viel Glück hatte die Westfalia dann wenige Minuten vor der Pause, nachdem Jan Apolinarski eine lange Flanke auf Ersoy unterlief. Doch die Direktabnahme des Ex-HSVers rauschte knapp am langen Pfosten vorbei (40.).

Personell unverändert kamen beide Teams aus der Kabine, doch die Verhältnisse auf dem Feld änderten sich merklich. Der Liga-17. übernahm nun die Initiative. Und der Dritte aus Rhynern geriet zunehmend ins Schwimmen, hatte zudem Glück, dass Ersoy in der 50. Minute erneut eine Riesenchance für die Hausherren vergab. Auf der anderen Seite glitt eine Kopfballverlängerung von Felix Bechtold nach Hanke-Freistoß am Tor vorbei (53.) - mehr ware von Rhynern für lange Zeit nicht zu sehen. Weil Kleine, Tran, Bengsch und Hanke sich in vorderster Front nur selten gegen die gut gestaffelte Zweckeler Defensive durchsetzen konnten.

So hatte die Westfalia noch einmal Glück bei einem Kopfball von Christian Kaminski (56.), während auf der anderen Seite eine Minute später der schönste Gästeangriff ohne Erfolg blieb, weil Hanke nach Kleine-Pass verstolperte. „Ab der 70. hatten wir die zwei, drei Konterchancen“, so Mehnert. „Aber die musst du dann auch machen, wenn du hier gewinnen willst.“

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