Fußball-Oberliga

Rhynern mit viel Selbstvertrauen ins Nachholspiel

Nach dem Sieg in Haltern will der SV Westfalia Rhynern – hier Patrick Franke (rechts) – in Paderborn nachlegen.
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Nach dem Sieg in Haltern will der SV Westfalia Rhynern – hier Patrick Franke (rechts) – in Paderborn nachlegen.

Hamm – Als der SV Westfalia Rhynern zum ursprünglich angesetzten Termin der Partie bei der U 21 des SC Paderborn 07 nach Ostwestfalen reisen sollte, hatte die Elf vom Papenloh die große Chance, zumindest für 24 Stunden die Tabellenführung in der Fußball-Oberliga zu übernehmen. Wenn nun am Mittwochabend um 19.30 Uhr die damals aufgrund eines Coronaverdachts abgesetzte Begegnung nachgeholt wird, hat die Westfalia diese Möglichkeit nicht mehr. Doch das stört Trainer Michael Kaminski überhaupt nicht.

„Klar schauen wir auch auf die Tabelle. Aber ob wir jetzt Erster oder Vierter sind, ist augenblicklich egal. Wichtig ist, dass wir wieder Punkte sammeln”, sagt der Coach und hofft, dass sein Team auch bei der Zweitvertretung des Zweitligisten ungeschlagen bleibt und weiter in der Spitzengruppe mitmischen kann.

Die Voraussetzungen für einen guten Auftritt sind jedenfalls gegeben. Zum einen strotzen die Rhyneraner nach ihrem guten Start in die Saison und vor allem nach dem 5:0-Kantersieg am vergangenen Sonntag beim TuS Haltern nur so vor Selbstvertrauen. „Bei uns passt es derzeit einfach im Team. Wir spielen richtig guten Fußball”, meint der Coach. Zum anderen kann Kaminski auf den gleichen Kader wie beim klaren Erfolg über den Regionalliga-Absteiger zurückgreifen. Lediglich Eduard Probst und Tom Franke (beide Sprunggelenk) fallen weiter aus. „Sonst sind alle an Bord. Und es gibt auch eigentlich keinen Grund, nach unserem Spiel in Haltern etwas zu ändern”, wird Kaminski wohl auf dieselbe Startformation wie am Sonntag setzen.

Als Männermannschaft gegen die jungen Talente

Dennoch warnt der 36-Jährige davor, die Aufgabe beim Drittletzten auf die leichte Schulter zu nehmen. „Das wird ein ganz anderes Spiel als in Haltern”, sagt er. „Das ist eine junge Truppe, die meiner Meinung nach zu Unrecht da unten steht. Paderborn hat viele Tore erzielt, einige Treffer erst in der Schlussphase kassiert und trainiert zweimal täglich, weil alle Akteure der U 21 davon träumen, den Sprung in den Kader des Zweitligateams zu schaffen”, meint der Rhyneraner Coach – und fügt hinzu: „Vom Spielerischen her gehört die Mannschaft zum gehobenen Mittelfeld.”

Bei der Jugend des Gegners will die Westfalia ansetzen und den Gastgebern schnell die Lust am Fußball nehmen. „Wir wollen zeigen, wie man als gestandene Männermannschaft so ein junges Team bearbeiten kann. Und ich denke, wir sind erfahren genug, um das auch umzusetzen”, meint Kaminski, der mit seinen Schützlingen weiter auf der Erfolgswelle schwimmen und sich auch in Ostwestfalen keine Blöße geben will.

Vorfreude auf Flutlicht-Atmosphäre

Selbst die Tatsache, dass die Westfalia mitten in der Woche ein Auswärtsspiel zu bestreiten hat, stört den Ligavierten nicht. Eher ist das Gegenteil der Fall. „Paderborn ist von uns aus schnell zu erreichen. Das passt schon”, meint der Coach. „Und wir freuen uns darauf, dass wir unter Flutlicht spielen können. Das haben wir beim letzten Mal im Derby bei der HSV gemacht. In Paderborn sind zwar keine Zuschauer dabei, trotzdem haben Abendspiele immer eine besondere Atmosphäre.“

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