Fußball

Nach negativem Corona-Test: Erleichterung bei Westfalia Rhynern

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Nach dem negativen Test wird der Ball am Sonntag beim SV Westfalia – hier mit Sezer Toy – wieder rollen

Westfalia Rhynern kann nach negativem Test am Sonntag gegen den SV Schermbeck spielen

Hamm - Die gute Nachricht erreichte die Verantwortlichen des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern am Freitagmittag um 13.30 Uhr. Da meldete sich der Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft, der sich möglicherweise über eine Mitschülerin mit dem Corona-Virus infiziert haben konnte (der WA berichtete), dass sein Test negativ ausgefallen sei. Damit steht der Austragung des Heimspiels am Sonntag um 15 Uhr gegen den SV Schermbeck nichts mehr im Wege. „Wir sind natürlich darüber froh und erleichtert. Das war schon eine komische Woche“, sagt Trainer Michael Kaminski angesichts des Corona-Verdachtfalls in den eigenen Reihen und dem damit verbundenen Ausfall der Auswärtspartie am Mittwoch bei der U21 des SC Paderborn 07. Auch Andreas Kersting, der Sportliche Leiter der Westfalia, gab zu, dass er nach dem Telefonat „erst einmal durchgeatmet“ hatte: „Wichtig ist, dass wir richtig gehandelt und nichts verkehrt gemacht haben. Da soll lieber mal ein Spiel abgesagt werden, als dass etwas Schlimmeres passiert. Aber jetzt haben wir den Kopf wieder frei.“

Daher absolvierten die Rhyneraner gestern auch wieder ihr Abschlusstraining, nachdem die Akteure am Donnerstag aufgrund des zwischenzeitlich eingestellten Übungsbetriebs nur individuell laufen waren. „Von daher haben wir unseren Rhythmus kaum verloren“, erklärt Kaminski und ist davon überzeugt, dass seine Schützlinge den Schalter jetzt wieder schnell umlegen und sich auf das Sportliche konzentrieren können: „Das wird uns nicht beeinflussen.“

Auch dass seine Mannschaft am Mittwoch durch die Absage der Partie in Paderborn den Sprung an die Tabellenspitze für 24 Stunden verpasst hatte, hatte Kaminski nur kurzfristig ein wenig verärgert. „Ich hatte ein gutes Gefühl, dass wir die Führung übernehmen konnten. Aber eigentlich muss man nach drei oder vier Spielen auch gar nicht auf die Tabelle fixiert sein. Damit können wir uns später mal beschäftigen.“

Mit dem SV Schermbeck treffen die Rhyneraner auf einen Gegner, der aufgrund von Corona die ersten beiden Spieltage absagen musste und bislang erst zwei Partien bestritten hat: jeweils 2:2 beim TuS Ennepetal und gegen Aufsteiger SpVgg Vreden. „Das ist eine routinierte Oberliga-Mannschaft, die in ihrem Grundgerüst schon seit Jahren zusammenspielt“, warnt Kaminski seine Mannschaft. Dennoch will die Westfalia ihren guten Saisonstart weiter ausbauen und dem Remis gegen Wattenscheid (2:2) sowie den beiden Siegen gegen Eintracht Rheine (3:1) und ASC 09 Dortmund (4:2) einen weiteren Dreier hinzufügen. „Unser Ziel ist es, zuhause nachzulegen und die positive Energie aus unseren bisherigen Auftritten mitzunehmen“, sagt der Coach und fügt hinzu: „Wir sind gut drauf und wollen vor unseren Fans zeigen, wer bei uns der Herr im Hause ist. Wir sind selbstbewusst, werden aber sicherlich nicht überheblich sein.“

Verzichten müssen die Rhyneraner wohl erneut auf die weiter angeschlagenen Gianluca Di Vinti (muskuläre Probleme) und Mazlum Bulut (Schulterverletzung). „Das wird eng bei den beiden. Ich rechne eher weniger mit ihnen“, erklärt Kaminski. Dafür könnte nach seinem Bänderriss im Sprunggelenk aber erstmals Eduard Probst in den Kader rutschen. „Er hat in der Vorbereitung gezeigt, dass er eine gute Option für vorne ist“, betont der Coach. Definitiv nicht dabei ist Alexander Hahnemann, der am vergangenen Sonntag die Gelb-Rote Karte gesehen hatte und seine Sperre absitzen muss. Für ihn wird Maximilian Eul zwischen den Pfosten stehen, der junge Jan Trahe wird als Ersatzkeeper auf der Bank sitzen.

Wie die Westfalia die Partie angehen wird, will Kaminski nicht verraten. Julian Stöhr hatte den SV Schermbeck am Donnerstag bei der Heimpartie gegen Vreden beobachtet. Diese Erkenntnis will der Chefcoach jetzt mit seinem Co-Trainer in Ruhe bereden und dann einen entsprechenden Matchplan aufstellen. „Wir werden jedenfalls engagiert zu Werke gehen und alles daran setzen, die drei Punkte in Rhynern zu behalten“, so Kaminski.

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