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Westfalia Rhynern ist bereit für den nächsten Coup im Westfalenpokal

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Von: Patrick Droste

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So wie gegen Wiedenbrück will Rhynern – hier Sezer Toy und Tim Neumann – auch gegen RW Ahlen defensiv wieder energisch zur Sache gehen.
So wie gegen Wiedenbrück will Rhynern – hier Sezer Toy und Tim Neumann – auch gegen RW Ahlen defensiv wieder energisch zur Sache gehen. © Reiner Mroß/Digitalbild

Westfalia Rhynern ist bereit für den nächsten Coup: Am Mittwoch trifft das Team von Trainer Michael Kaminski  im Westfalenpokal-Achtelfinale auf den Regionalligisten RW Ahlen.

Hamm – Es zwickt ein wenig im Hals. Und auch die Nase ist verstopft. Michael Kaminski hat sich wahrscheinlich bei einem erkälteten Arbeitskollegen angesteckt und fühlt sich nicht zu 100 Prozent fit. „Aber ich will nicht jammern”, sagt der Coach des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern und wird daher – zur Not auch mit Mütze und einem dicken Schal – auf jeden Fall am Mittwochabend ab 19.30 Uhr auf der Trainerbank der Rhyneraner sitzen und seine Schützlinge im Achtelfinale des Westfalenpokals gegen die klassenhöheren Gäste von RW Ahlen betreuen.

Denn verzichten will aus dem Tross der Westfalia niemand freiwillig auf diese Partie, der die Akteure genauso wie ihr Trainer mit großer Vorfreude entgegenfiebern. „Die Jungs sollen mit Spaß zur Anlage kommen und dieses Spiel genießen. Das ist ein weiteres Highlight für uns alle”, macht Kaminski klar. „Bei uns auf dem tiefen Platz, mit der Enge und dem schummrigen Flutlicht wird das wieder eine ganz besondere Atmosphäre sein. Das wird ein typischer Pokalabend.”

Und da wollen die Rhyneraner nur zu gerne für die nächste Überraschung sorgen. In der zweiten Runde hatten sie bereits den Regionalligisten SC Wiedenbrück aus dem Wettbewerb gekegelt, jetzt sollen die Ahlener folgen. Daher will Kaminski in der Mannschaftsbesprechung vor dem Anpfiff auch noch einmal an den 1:0-Sieg über die Ostwestfalen erinnern. „Von der Defensivleistung und von der Mentalität her war das an diesem Abend überragend. Das Spiel ist ja noch nicht so lange her, da soll jeder dran denken. Das muss jedem einen Extra-Schub geben”, meint der Coach.

Auch wenn die Westfalia erneut auf einen klassenhöheren Gegner trifft, will sie alles daran setzen, um für die nächste Überraschung zu sorgen. Am nötigen Selbstvertrauen angesichts der beeindruckenden Heimbilanz von fünf Siegen in der Meisterschaft und im Pokal mit einem Torverhältnis von 19:2 mangelt es schon mal nicht. Das bestätigt auch Kaminski: „Außerdem haben wir die letzten Spiele zu Null gewonnen, defensiv haben wir uns also nochmal verbessert. Und wir wissen auch, wo das gegnerische Tor steht.”

Dennoch sieht er seine Mannschaft als Außenseiter in diesem Duell, glaubt nicht an ein 50:50-Spiel, wie es Ahlens Sportdirektor Joachim Krug am Tag zuvor prognostiziert hat. Ansonsten aber zeigte sich der Coach sehr erfreut über die vielen lobenden Worte, die Krug für die Westfalia und die Arbeit des Trainers gefunden hatte. „Wenn das jemand wie Joachim sagt, der schon so viel erlebt hat, dann mag das wohl stimmen”, sagt Kaminski, der seine Mannschaft wieder so gut wie möglich auf die Gäste einstellen will. Der aber auch erwartet, dass die Ahlener optimal vorbereitet in die Partie gehen.

So hatte RWA-Trainer Andreas Zimmermann die Rhyneraner am Sonntag bei ihrem 6:0-Sieg über Vreden selbst beobachtet, wollte sich unbedingt noch ein Bild von den Stärken und Schwächen des SVW machen. „Das zeigt, wie ernst sie uns nehmen”, betont Kaminski und fügt mit ein wenig Stolz in der Stimme hinzu: „Ich denke, das haben wir uns durch unsere guten Leistungen auch ein wenig erarbeitet.” Mit welcher Taktik sein Team die Ahlener bearbeiten wird, will der Coach noch mit seinem Trainerteam besprechen. Fakt ist aber, dass er ein wenig rotieren wird und den einen oder anderen Spieler wie Gianluca Di Vinti, Tom Franke, Brian Wolff, Christopher Stöhr oder Tim Lorenz, die gegen Vreden anfangs auf der Bank saßen, von Anfang an bringen wird.

„Das ist ja kein Qualitätsverlust. Wir sind glücklicherweise sehr breit aufgestellt. Es wird Änderungen geben. Aber in welchem Ausmaß, das müssen wir noch abwarten”, betont Kaminski. Verzichten muss er lediglich auf Maximilian Eul. Der Keeper, der im Westfalenpokal in Nieheim und gegen Wiedenbrück sowie in der Meisterschaft in Siegen das Tor gehütet hatte, ist beruflich verhindert. „Er hätte es verdient gehabt, wieder zu spielen”, meint der Rhyneraner Trainer und hofft, dass sein Team wie gegen Wiedenbrück von der ersten Minute an hellwach sowie kämpferisch bereit ist – und am Ende erneut als Sieger vom Platz gehen wird.

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