Westfalia Rhynern vor hoher Hürde

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In Erndtebrück werden die Defensivqualitäten von Rhynerns Thorben Menne (links) gefragt sein.

HAMM -  An den TuS Erndtebrück haben die Oberliga-Fußballer des SV Westfalia Rhynern beste Erinnerungen. Im Oktober bezwangen sie das Team aus dem Wittgensteiner Land mit 3:1. Es war bis heute der letzte Heimsieg des Teams von Trainer Björn Mehnert. „In der Hinrunde haben wir einen günstigen Zeitpunkt erwischt, um gegen Erndtebrück anzureten. Im Rückspiel erwartet uns jetzt eine extrem schwierige Aufgabe“, sagt Mehnert vor der Partie am Sonntag (15 Uhr/Pulverwaldstadion).

Nach einem durchwachsenen Saisonstart, der seine Ursachen im personellen Umbruch nach dem Abschied des langjährigen Trainers Peter Cestonaro zum ambitionierten Hessenklub TSV Steinbach hatte, kam Erndtebrück immer besser in Fahrt. So gut, dass die Elf von Coach Florian Schnorrenberg aktuell als Tabellensechster mit nur zwei Punkten Rückstand auf den wahrscheinlichen Aufstiegsplatz vier wieder Chancen auf die Regionalliga hat. Auf diesem vierten Rang würden die Gastgeber um ihren erfahrenen Sturmtank Markus Waldrich bereits stehen, wenn sie nicht nach einer Serie von sechs Partien ohne Niederlage zuletzt mit 1:2 bei der TSG Sprockhövel verloren hätten.

„Die Erndtebrücker verfügen nicht nur über eine physisch, läuferisch und spielerisch starke Mannschaft, sondern sind auf ihrem Kunstrasenplatz zudem sehr heimstark. Und sie haben etwas gut zu machen“, sagt Mehnert und meint damit zweierlei: die Pleite in Sprockhövel und das Hinspiel in Rhynern.

In dem agierte sein Team so, wie Mehnert es sich auch am Sonntag wünscht: „Da haben wir den absoluten Willen gezeigt, voll dagegengehalten und vor allem auch den Mut gehabt, spielerische Akzente zu setzen. Das müssen wir auch in Erndtebrück. Wir können nur Erfolg haben, wenn alle 100 Prozent geben. Fallen auch nur ein, zwei Spieler etwas ab, wird das nichts“, betont der 37-Jährige. „Ich habe keine Lust, zwei Stunden im Bus zu sitzen, Danke und Bitte zu sagen und wieder nach Hause zu fahren.“

Das Selbstvertrauen der Rhyneraner ist nach drei Begegnungen ohne Niederlage – 3:1 in Hüls, 2:2 gegen Gütersloh, 1:1 gegen Ahlen – da. Nicht da sind am Sonntag dagegen die beiden verletzten Stürmer Sergej Petker und Lennard Kleine sowie der gesundheitlich angeschlagene Patrick Leclaire (Infekt). Sie stehen gegen Erndtebrück aller Voraussicht nach nicht im Kader. Ob Mehnert Spieler in die U 23 beordert, will er nach dem Abschlusstraining entscheiden. - sst

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