4:2 - Westfalia Rhynern gewinnt Nachholspiel gegen den SuS Neuenkirchen

Hamm - Dank einer Energieleistung in der zweiten Halbzeit hat Westfalia Rhynern das Nachholspiel in der Fußball-Oberliga gegen SuS Neuenkirchen mit 4:2 (0:2) gewonnen und den Rückstand auf den SuS auf vier Zähler verkürzt.

Die Hausherren waren im ersten Heimspiel des Jahres am Papenloh in der ersten halben Stunde die tonangebende Mannschaft. Bereits nach zwei Minuten zeichnete sich Gäste-Schlussmann Dennis Fischer aus, indem er einen Schuss von Christoph Debowiak aus kurzer Distanz parierte. 

Vier Minuten später köpfte Joachim Mrowiec freistehend um Zentimeter am Gehäuse vorbei. Auf der anderen Seite rettete Alexander Hahnemann gegen Mirco Husmann, nachdem Rhynerns Kapitän Dustin Wurst den Ball abgejagt hatte (10.). Danach sollte es bis zur 39. Minute dauern, bis die Gäste wieder gefährlich vor das Tor der Westfalia kamen. Rhynern verteidigte diszipliniert und bekam bei den Neuenkirchener Gegenangriffen immer wieder mindestens ein Bein dazwischen. „Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben gerade in den ersten 30 Minuten auch richtig guten Fußball gespielt. 

Wir hatten drei, vier oder sogar fünf richtig gute Chancen, wo wir einfach in Führung gehen müssen“, meinte Rhynerns Coach Björn Mehnert. Erneut Debowiak und Lennard Kleine vergaben die weiteren Möglichkeiten (17., 22., 36.). Die Schludrigkeit im Abschluss rächte sich kurz vor der Pause, denn zunächst brachte Mirco Husmann die SuS nach einer Ecke mit einem Schuss aus der Distanz in Führung (39.), ehe Malte Nieweler mit einem Schlenzer für die etwas überraschende 2:0-Pausenführung der Gäste sorgte. „Neuenkirchen geht mit zwei schönen Toren in Führung, die unhaltbar sind. Aber ich hatte schon vor der Partie gesagt, dass im Fußball alles möglich ist und auch an das Spiel Bayern gegen Juventus erinnert. 

Toll umgesetzt

Das habe ich in der Halbzeit wiederholt. Dass die Jungs es dann wirklich so toll umgesetzt haben: Respekt und Hut ab“, freute sich Mehnert über die kämpferische Leistung seiner Truppe in den zweiten 45 Minuten. Nach dem Seitenwechsel reagierte der Coach, brachte Robin Hoffmann für den offensiv glücklosen Debowiak – und hatte damit ein goldenes Händchen. Gerade mal vier Minuten auf dem Feld, besorgte Hoffmann mit einem direkt verwandelten Freistoß den 1:2-Anschlusstreffer (49.). Aus dem Spiel heraus gingen die Blau-Weißen indes weiterhin fahrlässig und zu hektisch mit ihren Möglichkeiten um, und so fiel das 2:2 ebenfalls nach einem Standard: Felix Fuchs bekam den Ball im Strafraum an die Hand, und Lennard Kleine versenkte den fälligen Elfmeter (72.). 

Als elf Minuten vor dem Ende erneut Hoffmann erfolgreich war, kannte der Jubel am Papenloh keine Grenzen und das Spiel war gedreht (79.). „Robin trainiert seit Wochen richtig gut und hatte nur Pech, dass die ersten beiden Spiele super gelaufen sind. Zur Halbzeit habe ich ihm dann gesagt, dass jetzt seine Zeit gekommen ist. Das hat er bestätigt und im zweiten Durchgang viele positive Impulse gesetzt“, lobte Mehnert den Matchwinner, der schließlich auch den letzten Rhyneraner Treffer einleitete. Hoffmann schickte den flinken Gambino auf die Reise, der die Übersicht behielt und auf den ebenfalls eingewechselten Jannick Kastner querlegte. 

Der musste dann nur noch zum 4:2 einnetzen. Angesichts des starken Auftritts dürfen die Spieler jetzt erstmal durchschnaufen, bevor es am Sonntag nach Lippstadt geht: „Der Sieg war hinsichtlich der Anzahl der Chancen nicht unverdient. Die Jungs haben sich das erarbeitet und deshalb als Belohnung einen Tag frei“, sagte Mehnert.

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