Fußball

Westfalia Rhynern: Gastspiel im Lohrheidestadion

In der Defensive hatte Rhynern – hier Marvin Joswig (rechts) – gegen Schermbeck abgeräumt.
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In der Defensive hatte Rhynern – hier Marvin Joswig (rechts) – gegen Schermbeck rigoros abgeräumt.

Der Sieg über den SV Schermbeck, das alt-ehrwürdige Lohrheidestadion und eine stattliche Kulisse von wahrscheinlich über 1000 Zuschauern – das alles soll zu einer formidablen Leistung des SV Westfalia Rhynern beitragen.

Hamm – Das hofft zumindest Michael Kamsinski, wenn seine Mannschaft am Sonntag um 15 Uhr zum Auswärtsspiel der Fußball-Oberliga beim früheren Bundesligisten SG Wattenscheid 09 antreten wird. „Für solche Spiele betreibt man doch den ganzen Aufwand. Wir alle fiebern dieser Partie entgegen“, sagt der Coach.

Es waren deutlich angenehmere Trainingstage für Kaminski als in der Vorwoche nach der 2:3-Niederlage zum Auftakt in Ennepetal. Der 4:0-Sieg am vergangenen Sonntag hatte viel Druck genommen und dafür gesorgt, dass die Stimmung deutlich gelöster und entspannter war. Hinzu kam, dass auch die zuletzt verletzten Sezer Toy und Brian Wolff (Kaminski: „Für sie kommt ein Einsatz am Sonntag aber noch zu früh“) wieder ins Training eingestiegen sind und Kaminski daher mit seinem kompletten 25 Mann starken Kader die Einheiten bestritten hat. „Wir hatten eine gute Trainingswoche und sind bereit, in Wattenscheid 100 Prozent zu geben“, sagt der Coach.

Ein Mords-Schub und viel Selbstvertrauen

Zu welchen Leistungen die Westfalia fähig ist, hatte sie gegen Schermbeck auf eindrucksvolle Weise gezeigt. In der Defensive hatten die Rhyneraner rigoros abgeräumt, den als Tabellenführer angereisten Gästen kaum eine nennenswerte Torchance ermöglicht, und in der Offensive selbst gute Möglichkeiten kreiert und diese gekonnt genutzt. „Ich denke, dieser Auftritt hat uns einen Mords-Schub und eine Menge Selbstvertrauen gegeben. Wir haben es im Verbund richtig gut gemacht. Die Jungs haben ihr komplettes Leistungsvermögen gezeigt“, meint Kaminski – und fügt hinzu: „Das muss in dieser engen Liga aber jede Woche so sein. Jedes Spiel wird sehr intensiv sein. Das müssen wir jedes Mal aufs Neue annehmen.“

Mit der SG Wattenscheid 09, die zuletzt personell nochmals nachgelegt hat, wartet nun eines der Schwergewichte der Oberliga auf die Westfalia. Die Gastgeber mit dem Ex-Rhyneraner Nils Hönicke haben bislang beide Partien gewonnen und rangieren mit der Optimalausbeute von sechs Punkten sowie einem Torverhältnis von 6:3 auf dem dritten Tabellenplatz und gehen daher als Favorit in diese Begegnung.

„Das ist eine Top-Mannschaft. Aber vergangenes Jahr zum Saisonauftakt haben wir in Unterzahl ein 2:2 erreicht. Wir wissen also, wie wir den Gegner zu bespielen haben“, zeigt sich Kaminski optimistisch, dass seine Schützlinge auch bei der SG bestehen können. „Wir werden da jedenfalls nicht hinfahren, um das Stadion zu bewundern. Unsere Jungs haben keinen Druck, sollen die Atmosphäre mit den Fans genießen, befreit aufspielen, sollen die Leistung aus der Partie gegen Schermbeck bestätigen und am besten noch eine kleine Schüppe drauflegen. Dann haben wir gute Chancen, von da etwas Zählbares mitzunehmen.“

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