Fußball

Westfalia Rhynern fährt unter schlechten Vorzeichen nach Rheine

Hakan Sezer könnte die Partie in Rheine verpassen.
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Hakan Sezer könnte die Partie in Rheine verpassen.

Ein später Nackenschlag gegen Wattenscheid, das Pokal-Aus in Bönen - und jetzt viele verletzte Spieler. Es könnte besser aussehen bei Fußball-Oberligist Westfalia Rhynern.

Hamm - Es blieb Michael Kaminski nichts anderes übrig. So nervenaufreibend und bitter der vergangene Sonntag mit dem späten 2:2-Ausgleichstreffer der SG Wattenscheid 09 nach einer eigenen 2:0-Führung und den zwei Platzverweisen auch gewesen war, der Coach des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern musste diese Partie schnell abhaken. Und aus den Köpfen seiner Spieler bekommen. „Wir haben gesehen, dass die Mannschaft intakt ist und dass wir auch zu zehnt gut dagegen gehalten haben”, sagt der Trainer und will daher trotz der finalen Enttäuschung viel Positives aus der Begegnung für das Auswärtsspiel am Sonntag (15 Uhr) beim FC Eintracht Rheine mitnehmen.

Allerdings plagen die Westfalia arge Personalsorgen. Lennard Kleine und Patrick Franke sahen beide gegen Wattenscheid Gelb-Rot und sind für die Partie im Münsterland gesperrt. Zudem fällt Stammkeeper Alexander Hahnemann wegen einer Grippe aus. Und hinter den Einsätzen von Tom Franke (krank) und Hakan Sezer (Adduktorenprobleme) stehen dicke Fragezeichen. „Das sind nicht die besten Vorzeichen”, gibt Kaminski zu, meint aber: „Aufgrund der guten Leistung vom vergangenen Sonntag fahre ich frohen Mutes nach Rheine. Dann müssen jetzt andere Akteure in die Bresche springen.”

Die Reservisten überzeugen nicht

Allerdings hatten die Akteure, die gegen Wattenscheid nur als Einwechselspieler oder gar nicht zum Einsatz gekommen waren, am Donnerstag im Pokalspiel beim Landesligisten IG Bönen nicht unbedingt überzeugt, so dass die Westfalia nach Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb flog. Kaminski will das Aus allerdings nicht überbewerten: „Zum einen hatte unsere Mannschaft in dieser Zusammensetzung noch nie zusammengespielt. Zum anderen war es für einige Jungs, die aus der A-Jugend hochgekommen waren, das erste Pflichtspiel überhaupt im Seniorenbereich. Und dann trafen sie gleich auf gestandene Oberliga- und Regionalligaspieler im Team der IG. Dass man dann mit 18 oder 19 Jahren Probleme bekommt, ist doch normal. Es war jedenfalls nicht alles schlecht.”

In Rheine müssen die Rhyneraner allerdings eine Topleistung zeigen, wenn sie etwas mitnehmen wollen. Die Gastgeber waren mit einem 3:2-Auswärtssieg bei Aufsteiger SpVgg Vreden in die Saison gestartet. „Rheine stand schon in der vergangenen Spielzeit zurecht im oberen Drittel. Das ist eine erfahrene Oberliga-Mannschaft mit einem klasse Torjäger in Person von Timo Scherping”, meint Kaminski.

In Rheine sollten Punkte her

Für die Rhyneraner heißt es, in Rheine zu punkten, um nicht gleich unten reinzurutschen und im nächsten Heimspiel gegen den ASC 09 Dortmund gehörig unter Druck zu stehen. „Gerade am Anfang der Saison müssen wir versuchen, aus jeder Partie etwas Zählbares mitzunehmen, egal, wie der Gegner heißt”, stellt der 36-Jährige klar. Allerdings waren die auswärtigen Auftritte der Rhyneraner in der vergangenen Saison nur einmal mit einem Dreier belohnt worden. Anfang März setzte sich die Westfalia mit 2:0 beim TuS Erndtebrück durch. Daher wünscht sich Kaminski nun, dass sein Team mit einer ähnlichen Mentalität und Bereitschaft wie vor den heimischen Fans auch auswärts auftritt: „Ich würde mich sehr freuen, wenn wir in Rheine neben unserer fußballerischen Qualität auch Kampf und Leidenschaft zeigen, dass wir von Anfang an auf den Punkt da sind und den gleichen Zusammenhalt, den wir gegen Wattenscheid auf und neben dem Platz hatten, Sonntag wiederholen.”

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