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Rhynern fährt mit Freude zum Spitzenspiel

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Von: Rainer Gudra

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Rhynerns Toptorjäger Hakan Sezer (rechts) möchte auch am Sonntag beim Oberliga-Spitzenreiter Kaan-Marienborn erfolgreich sein.
Rhynerns Toptorjäger Hakan Sezer (rechts) möchte auch am Sonntag beim Oberliga-Spitzenreiter Kaan-Marienborn erfolgreich sein. © Droste

Die Westfalia gastiert am Sonntag beim Oberliga-Tabellenführer 1. FC Kaan-Marienborn. Ein Spiel, das für Rhynerns Trainer Michael Kaminski eine Premiere sein wird. Der Gegner genießt beim Westfalia-Coach große Wertschätzung.

Hamm - „Das war für mich schon vor der Saison der Aufstiegsfavorit Nummer eins, mit einem breiten Kader und in allen Mannschaftsteilen top-besetzt“, sagt Michael Kaminski, Trainer des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern, vor dem Gastspiel am Sonntag beim Tabellenführer 1. FC Kaan-Marienborn (15 Uhr, Kunstrasen Breitenbachtal).

Für Kaminski wird es eine Premiere sein, denn der letzte Liga-Auftritt des SV Westfalia in der Siegener Vorstadt datiert, auch Corona-bedingt, vom 4. Dezember 2016. Trainer damals: Björn Mehnert. „Ich fahre mit Freude dahin, weil wir uns dieses Spitzenspiel erarbeitet haben. Wir spielen ohne Druck und die Jungs sollen Spaß haben“, sagt Kaminski, dessen Mannschaft sich nach dem Jahreswechsel mit drei Siegen auf den vierten Platz vorgearbeitet und das Ticket für die Meisterrunde längst in der Tasche hat.

Kaminski gerät ins Schwärmen

Beim Blick auf den Kader der Gastgeber gerät Rhynerns Trainer geradezu ins Schwärmen und nennt Markus Pazurek (Saarbrücken, Fortuna Köln, Gladbach II), der zuletzt in Herne beim 5:2 einen Dreierpack schnürte, Urgesteine wie Daniel Waldrich, oder Firat Tuncer, Winterzugang vom Regionalligisten ZFC Meuselwitz, oder Lars Bender (zuletzt Wuppertaler SV), der 13 Zweitliga- und mehr als 200 Drittligaspiele in seiner sportlichen Vita stehen hat. „Alles Namen, die in der Oberliga bekannt sind“, sagt Kaminski, der aber auch bei seiner Mannschaft reichlich Qualität sieht. „Hut ab vor der Mannschaft. Dieser Start ins Jahr war nicht selbstverständlich. Und auswärts haben wir ja auch oft gezeigt, dass wir für Punkte infrage kommen.“ Zum Beispiel jüngst in Aplerbeck oder kurz vor der Winterpause mit dem viel beachteten 3:0 beim SC Paderborn II, als Haken Sezer den Dreierpack schnürte.

Duell der Torjäger

Eine besondere Note bekommt dieses Spiel, weil sich die beiden Torjäger in direkten Duellen über den Weg laufen werden. Dass Sezer als Angreifer mit 20 Treffern der beste Schütze der Gäste ist: irgendwie normal. Dass aber Pazurek diese Wertung bei den Siegenern anführt: eher nicht. Denn der 33-Jährige ist Defensivmann, spielt Innenverteidiger oder in der Mittelfeldzentrale. Bei 1,88 Meter Größe „trifft er nicht nur per Kopf bei Standards, sondern auch aus dem Spiel heraus“, weiß Kaminski.

Er muss auch am Sonntag noch auf seinen zweiten Top-Schützen, Eduard Probst, verzichten. Der 14-Tore-Mann ist nach seinen Bänderverletzungen aus der Vorbereitung noch nicht wieder beschwerdefrei. „Ich rechne erst wieder in der Aufstiegsrunde mit ihm“, sagt Kaminski. Neben dem langzeitverletzten Lennard Kleine fehlen zudem Finn Schubert (Muskelfaserriss) und Brian Wolff (krank). Dafür ist Maslum Bulut, der ebenfalls eine Bänderverletzung hatte, zurück.

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