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Westfalia Rhynern besteht „Willenstest“ gegen Regionalligist Wiedenbrück

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Von: Rainer Gudra

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Christopher Stöhr (links) setzt sich im Zweikampf gegen den Wiedenbrücker Niklas Szeleschus durch.
Christopher Stöhr (links) setzt sich im Zweikampf gegen den Wiedenbrücker Niklas Szeleschus durch. © Reiner Mroß/Digitalbild

Nach den weniger aussagekräftigen Tests gegen FC Kaunitz (3:4) und VfL Mark (12:0) hat Fußball-Oberligist SV Westfalia Rhynern seine erste schwere Prüfung gemeistert.

Hamm - Gegen den Regionalligisten SC Wiedenbrück gewann das Team von Michael Kaminski am Mittwochabend mit 1:0 (0:0) durch ein Tor von Tom Franke (54.). Klare Bewertung nach dem vom Trainer ausgerufenen „Willenstest“: eindeutig bestanden – und die Charakterfrage gleich mit beantwortet.

„Brechen nicht in Euphorie aus“

„Nach vier Tagen harter Arbeit am Stück plus heute, als die Jungs noch die Läufe beim Warmmachen absolvieren mussten, war das absolut in Ordnung“, meinte Kaminski, und: „Wir brechen jetzt nicht in Euphorie aus und wissen das Ergebnis einzuordnen. Für die Jungs ist das aber eine schöne Sache. Die haben sich richtig reingehauen.“ Lohn: ein freier Donnerstag.

Stabiles 4-2-3-1 und gute Chancen

Gegen den klassenhöheren Gast, der bereits am 23. Juli bei Fortuna Düsseldorf II das erste Ligaspiel der neuen Saison bestreitet, baute die Westfalia in ihrem 4-2-3-1 einen starken Verbund auf. „Klar lässt man auch Chancen gegen Wiedenbrück zu, zumal die drei Wochen weiter sind. Aber wir hatten einen guten Torwart“, meinte Kaminski, und: „Was uns als Trainer freut: Wir hatten ein stabiles Gebilde. Und uns hat auch gefreut, dass wir in der ersten Halbzeit zwei richtig gute Chancen durch Halil Dogan hatten und nach der Pause durch Marcel Pietryga und Tom Franke – insgesamt fünf. Dass wir defensiv mehr gefordert wurden, war ja klar.“

Rhynern hatte 20 starke Anfangsminuten, lief geschickt an und provozierte wie erhofft Fehlpässe im Spielaufbau der Gäste. Nach acht Minuten besaß Dogan die erste Möglichkeit, schoss aus spitzem Winkel aber über das Tor. Fünf Minuten später wollte der Neuzugang von der Hammer SpVg – von Akhim Seber freigespielt – noch Torhüter Luca Beermann ausspielen und verpasste den rechten Moment für den Abschluss.

Zuspiel Akhim Seber, Tor Tom Franke

Seber war letztlich auch der Vorbereiter zum Tor des Tages, weil er mit einem Querpass Tom Franke freispielte, der den Ball aus gut 14 Metern an Beermann vorbei ins Netz lupfte (54.). Und nach 60 Minuten gab’s Applaus von den Rängen für einen sehenswerten Spielzug über rechts mit den Stationen Finn Schubert, Leo Onofaro und Pietryga, der aber nur das Außennetz traf.

Fast das 2:0 durch Marcel Pietryga

Danach fehlten der Westfalia bis in die Schlussphase hinein aber die ganz klaren Offensivaktionen, während Wiedenbrück gegen aufopferungsvoll kämpfende Gastgeber große Schwächen im Abschluss offenbarte. So besaß Rhynern in der Schlussminute sogar die Chance auf das 2:0, doch Pietryga machte vor Beermann einen Schlenker zuviel, sodass der Winkel zu spitz wurde und der Keeper parierte.

Westfalia Rhynern: Hahnemann – Wiese, Joswig (46. Schubert), Lorenz, P. Franke (46. J. Kleine) – Michler, Stöhr (46. Arenz) – di Vinti (46. Onofaro), Dogan (46. T. Franke), Seber – Wöstmann (46. Pietryga)

Schiedsrichter: Thorsten Milde (Langschede)

Tor: 1:0 T. Franke (54.)

Zuschauer: 150

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