Für die Sommermonate

Verband plant „Beachtour“ speziell für die Hallenvolleyballer

Unter freiem Himmel und auf Sand soll in den Sommermonaten Volleyball gespielt werden.
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Unter freiem Himmel und auf Sand soll in den Sommermonaten Volleyball gespielt werden.

Weil die Volleyball-Saison im vergangenen Herbst, gerade als sie begonnen hatte, schon wieder vorbei war, hat sich der Westdeutsche Volleyballverband (WVV) für seine Sportler eine Alternative für die Sommermonate überlegt.

Hamm – Unter dem Motto „Verein(t) zurück“ bietet der WVV auf Initiative des nationalen Dachverbandes von Mai bis Ende August eine „4x4 Beach Tour“ an. Die richtet sich – obwohl unter freiem Himmel – explizit an die Hallenvolleyballer. In Viererteams soll bei verschiedenen Turnieren mit Hallenregeln und ohne Beachtechnik im Sand oder auf Rasen gespielt werden, um so etwas Wettkampfflair aufkommen zu lassen. Angeboten werden in verschiedenen Leistungsklassen Wettbewerbe für Frauen, Männer, Mixed und Jugend als Einzelveranstaltungen ohne Serienwertung. „Spaß und Spiel stehen im Vordergrund“, sagt die im Bereich dafür zuständige Stefanie Abraham.

Zahlreiche Turniere quer durch NRW sind auf der betreffenden Internetseite gelistet. „Mit der Resonanz bei den Ausrichtern sind wir zufrieden, die Meldungen von Mannschaften ist aber noch verhalten. Da gibt es sicher eine Hemmschwelle. Viele halten sich noch zurück“, sagt Abrahams. Angesichts der hohen Infektionslage ist Training in der Kontaktsportart Volleyball auch draußen derzeit nicht erlaubt. Das erste Turnier hat der Verband daher auch schon abgesagt. Jeden Montag wird der WVV nun die Coronazahlen weiter im Auge haben. „Wir würden auch gerne mit Modellprojekten starten“, sagt Abraham.

Beim Hammer SC halten sich die Spieler und Verantwortlichen zurück. „Wir werden erstmal nicht daran teilnehmen und auch keine Mannschaften melden“, sagt Abteilungsleiter Jan Gonsirowski auf Basis interner Gespräche. Mit der Ausrichtung eines Turniers auf dem Vereinsgelände habe sich der HSC ebenfalls nicht beschäftigt. „Alles, was du da jetzt machst und tust, ist rausgeschmissene Zeit“, sagt er angesichts der hohen Fallzahlen und der Ungewissheit in der Pandemie: „Ich sehe, da kein Licht am Ende des Tunnels.“ Selbst für den Start der Hallensaison ist er skeptisch. Der ist normalerweise im September, wurde vom Verband aber nun über einen Monat nach hinten verlegt, um den Vereinen Zeit zum Hallentraninig zu geben.

Ob die „4x4 Beach Tour“ das richtige Angebot ist, weiß Gonsirowski nicht recht. „Die meisten von uns gehen eh in den Sand und spielen dann ein paar Ranglistenturniere nach den Beachregeln“, sagt er. Das Ganze sei wohl eher etwas für Hobbyspieler. Doch die dürften wiederum aufgrund der auch bei niedrigen Inzidenzwerten für ein Turnier mit mehreren Teams geltenden Corona-Maßnahmen das gesellige Beisammensein vermissen.

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