Andreas Kersting: „Werden den Stamm halten“

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Rhynerns Team-Manager Andreas Kersting setzt auf das ruhige und familiäre Umfeld am Papenloh, um die Spieler weiter an den Verein zu binden.

HAMM - Mit den beiden Testspielen gegen die Regionalligisten VfL Bochum (U23) am Samstag (11 Uhr) und Sportfreunde Siegen am Sonntag (15 Uhr) startet Fußball-Oberligist SV Westfalia Rhynern in das neue Jahr. Mit welchen Erwartungen das Team in die Rückrunde geht und warum es am Papenloh in der Hinserie so gut lief, das verriet Team-Manager Andreas Kersting in einem Gespräch mit Patrick Droste.

Herr Kersting, Ihre Bilanz der bislang 15 absolvierten Meisterschaftsspiele kann nur positiv sein. Denn der SV Westfalia Rhynern hat beachtliche 31 Zähler auf dem Konto und steht auf dem vierten Rang.

Andreas Kersting: Das ist in der Tat für uns sehr zufriedenstellend. Aber nicht nur die Punktzahl, sondern auch die Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist, fanden wir beeindruckend. Das hat uns sehr viel Freude gemacht. Aber gleichzeitig heißt das auch, dass die Jungs das in der Rückrunde bestätigen müssen. Allerdings wird das schwer werden, denn wir werden von den Gegnern jetzt ganz anders gesehen.

Die Gefahr bei der Sache ist aber gleichzeitig, dass die guten Leistungen der Spieler Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen geweckt haben. Haben Sie Angst, dass die Mannschaft im Sommer auseinanderfällt, weil höherklassige Klubs Ihre Jungs locken? 

Kersting: Angst müssen wir auf keinen Fall haben. Vielmehr freut es uns, dass uns die Jungs so viel Spaß bereiten. Aber es ist doch normal, dass andere Vereine auf unsere Spieler aufmerksam werden. Das zeigt doch nur, dass wir gute Arbeit leisten.

Vor allem ein Philipp Hanke, der erst im Sommer vom Westfalenligisten BV Brambauer nach Rhynern gewechselt war, dürfte bei manch anderem Verein schon auf der Einkaufsliste stehen. Er ist auch gerade beim gut besetzten Hallenturnier in Osnabrück zum besten Spieler gewählt worden und rückt immer mehr in den Fokus. 

Kersting: Philipp hat bei uns im vergangenen Sommer einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Wir haben also eineinhalb Jahre Zeit, um seine Entwicklung zu begleiten. Natürlich hat der Junge eine Menge Talent, aber er hat auch hier und da noch einen Durchhänger und kleine Formschwankungen. Das weiß er auch selbst. Stanislav Iljutcenko hat auch zwei Jahre benötigt, um den Durchbruch richtig zu schaffen. Ich denke, wir sollten Philipp jetzt auch diese Zeit geben, damit er so geschult und gestärkt ist, damit er in einer höherklassigen Mannschaft klarkommt.

Wann beginnen Sie mit den Vertragsgesprächen bei den Spielern, deren Verträge im Sommer auslaufen?

Kersting: Jetzt sind alle erst einmal auf die Vorbereitung auf die Rückrunde fokussiert. Aber wir werden das dann schon recht zeitnah angehen. Aber ich denke nicht, dass uns die Spieler in Massen verlassen werden. Wir wissen, was wir an den Jungs haben. Und die Jungs wissen, was sie an uns haben. Dass sie sich wohl fühlen, sieht man daran, dass uns keiner in der Winterpause verlassen hat. Auch die nicht, die sich eigentlich mehr Einsatzzeiten erhofft hatten. Natürlich wird uns im Sommer der ein oder andere verlassen, das ist ja normal. Aber ich denke, dass wir den Stamm halten werden. Denn die Spieler wissen es durchaus zu schätzen, dass sie bei uns in Ruhe Fußball spielen können.

Das komplette Interview lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe des WA.

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