Eloi-Nachfolge beim TTC

Weißrusse verstärkt Hammer Tischtennis-Zweitligisten

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Hamms neue Nummer 1: Der Weißrusse Pavel Platonov geht in der 2. Bundesliga für Grünweiß an die Platten.

Auf der Suche nach einem Nachfolger für den zum 1. FC Köln wechselnden bisherigen Spitzenspieler Damien Eloi ist TTC Grünweiß Bad Hamm fündig geworden - und zwar in Weißrussland.

Hamm - Die neue Nummer eins beim heimischen Tischtennis-Zweitligisten TTC Grünweiß Bad Hamm heißt ab September Pavel Platonov. Der 35-jährige Weißrusse wechselt aus der belgischen Superdivision vom PW Diest zum TTC. 

Aktuell wird der Rechtshänder auf Position 107 der Weltrangliste geführt und sollte so am vorderen Paarkreuz der zweiten Liga mehr als konkurrenzfähig sein. 

Schweres Erbe für den Neuzugang Pavel Platonov

„Natürlich tritt Pavel ein schweres Erbe bei uns an, weil ein Damien Eloi eben nicht einfach zu ersetzen ist. Ich bin mir aber sicher, dass er auf jeden Fall die Stärke hat, mehr als eine ausgeglichene Bilanz zu erspielen“, ist GW-Vorsitzender Martin Vatheuer froh, dass ein international renommierter Spieler den Weg nach Hamm gefunden hat.

 Seine Erfolgsliste ist lang. Der achtfache weißrussische Einzelmeister war 2008 und 2010 jeweils Vize-Europameister mit der weißrussischen Mannschaft, 2013 und 2015 jeweils Dritter. Mit seiner Mixed-Partnerin Alexandra Privalova gewann er 2011 und 2012 jeweils die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften. 

Platonov scheiterte erst im WM-Viertelfinale

Gut in Szene setzte er sich sogar bei Weltmeisterschaften, auch wenn es zu einer Medaille jeweils knapp nicht reichte. An der Seite seines Landsmanns, dem früheren Weltranglistenersten und Vize-Weltmeister Wladimir Samsonov, scheiterte er sowohl 2011 als auch 2017 erst im Viertelfinale. 

Im Vereinssport kam er weit herum. Über die russische Superliga verschlug es ihn nach Frankreich, wo er sowohl in der ersten als auch in der zweiten Liga aktiv war. Nach vielen Jahren in der polnischen Superliga wechselte er zur jetzt laufenden Saison nach Belgien, um nun erstmals in Deutschland zum Schläger zu greifen. 

Platonov sucht die Herausforderung

„Deutschland ist die führende Tischtennis-Nation in Europa, sodass ich hier in der zweiten Liga auf stärkere Gegner treffen werde als in Belgiens höchster Spielklasse“, möchte Platonov Woche für Woche gefordert sein. Dies war in Belgien nicht immer Fall, weil die Kluft zwischen den Mannschaften dort doch sehr hoch ist. 

Der TTC hat in der Vergangenheit nur gute Erfahrungen gemacht mit Spielern aus Weißrussland. So hatte auch Illia Barbolin, viele Jahre für den TTC aktiv, nur lobende Worte für seinen Doppelpartner auf nationaler Ebene. „Illia hob Pavels absolut professionelle und kämpferische Einstellung hervor“, hatte laut Vatheuer auch seine Expertise keinen unwesentlichen Anteil an der Verpflichtung des neuen Spitzenmanns. 

Ausscheiden nach Krimi gegen Ex-Europameister

Bei den aktuell in Budapest stattfindenden Weltmeisterschaften brachte Platonov sehr starke Leistungen und stand gerade im Einzel vor einer der wenigen Überraschungen des Turniers. Am Ende reichte es nach einem auf der Messers Schneide stehenden Siebensatzkrimis gegen den französischen Ex-Europameister Emanuel Lebesson leider nicht ganz zum Sieg. 

Gegen das chinesische Paar Liang Jinkun/Lin Gaoyuan, als heißer Titelanwärter gehandelt, hatte er zusammen mit Vladimir Samsonov Satzball zum 2:1, der aber ungenutzt verstrich, um auch im fünften Durchgang nur ganz knapp durch zwei Kantenbälle zu verlieren. 

Platonov komplettiert fünfköpfigen TTC-Kader

„Das zeigt, dass unser neuer Spitzenmann auch auf Spitzenniveau konkurrenzfähig ist“, freut sich Vatheuer auf das nächste Spieljahr. Somit ist der Kader des TTC komplett: Pavel Platonov, Gerrit Engemann, Kai Zhang, Hermann Mühlbach und Thomas Pellny werden die Zweitligasaison gemeinsam angehen, an der Bande unterstützt von Dustin Gesinghaus und Henk van Spanje.

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