Westönnen will den Titel beim Masters verteidigen

An diesem Wochenende gibt es wieder reichlich Budenzauber: Das Gros der heimischen Fußballklubs, hier der Landesligist SV Hilbeck (gelbes Trikot) beim letztjährigen Masters, wird in den Hallen in Werl, Soest und Herzfeld spielen. - Foto: Hoffmann

KREIS SOEST -   Mit den Partien in Bönen und Warstein begann in der letzten Woche das Warsteiner Masters, nun geht es an diesem Wochenende in den hiesigen Hallen richtig los: In acht Hallen wird am Samstag und Sonntag gespielt.

Der Großteil der heimischen Mannschaften tritt in Werl, Soest und Herzfeld an. Vorab haben wir uns bei den Trainern und Verantwortlichen der Soester Fußballteams umgehört, wie sie beim Masters auftreten wollen.

Der Landesligist SV Hilbeck tritt in der Halle in Werl an. „Da wir in diesem Jahr an sehr vielen Hallenturnieren teilnehmen, müssen wir schauen, dass wir die Spielzeiten gut verteilen“, erklärt Alf Dambrowsky, Trainer des Landesligisten SV Hilbeck. „Bei uns haben die Saison und die Vorbereitung absolute Priorität, dennoch wollen wir natürlich etwas mitnehmen. In der Halle sollen sich die Spieler aber in erster Linie bewegen, Spaß am Fußball haben und, wenn möglich, nicht verletzen“, ergänzt er.

In derselben Gruppe wie Hilbeck wird der A-Ligist TV Preußen Werl auflaufen. Peter Sippel, neuer Abteilungsleiter bei den Preußen, sagt: „Wir wollen natürlich mit einer guten Besetzung zum Masters, aber leider grassiert momentan eine Grippewelle innerhalb der Mannschaft. Wenn diese unsere Topbesetzung beeinträchtigen, müssen wir natürlich improvisieren.“

Ebenfalls in Werl, aber in einer anderen Gruppe, treffen Westönnen, Sönnern und Büderich aufeinander. Klaus Borschel, Trainer des letztjährigen Titelträgers RW Westönnen, möchte am liebsten eben diesen verteidigen. „Wir werden nicht antreten, um möglichst schnell wieder nach Hause zu fahren“, betont Borschel. In diesem Jahr stehen die Vorzeichen jedoch nicht so gut wie im vergangenen: „Mir fallen einige Spieler aus“, spricht er vor allem den Verlust von Abwehrspieler Michael Wiemer an. „Dazu kommen noch Leute wie Michael Heinz, die nach Verletzungen noch einen leichten Trainingsrückstand haben“, schildert Borschel.

Für Sönnerns Sportlichen Leiter Marco Surmann ist das Masters eine durchaus wichtige Angelegenheit: „Es wird eine ähnliche Aufstellung wie bei den Hallenstadtmeisterschaften werden. Wir nehmen das sehr ernst und waren auch immer sehr erfolgreich. Das Hauptziel ist es jetzt erstmal, unter die ersten drei zu kommen, um nicht Sonntag schon so früh anreisen zu müssen.“

„Augenmerk liegt auf Wintervorbereitung“

Für Ralf Buddenberg, den neuen Trainer bei BW Büderich, geht es mit seiner neu formatierten Mannschaft vor allem darum, sich zu finden und Spielpraxis zu sammeln. „Wir laufen da mit einer gemischten Truppe und ohne jeglichen Druck auf. Die Neuzugänge sind alle spielberechtigt. Von ihnen werde ich ein paar mitnehmen“, verrät Buddenberg.

In der Soester Halle geht es für den Bezirksligisten SV Westfalia und vier Soester A-Ligisten zur Sache. Westfalia Soests Trainer Rüdiger Hötte erklärt: „Bei uns liegt das Augenmerk ganz klar auf der Wintervorbereitung. Ich möchte hier noch einmal an die Schiedsrichter appellieren, dass die neuen Regeln – vor allem das Grätschen-Verbot – eingehalten werden.“ Im Vergleich zur vergangenen Woche muss Hötte gleich drei Akteure ersetzen, die gesperrt sind oder sich verletzt haben. Maxi Brenk (Bänderriss) wird ebenso wie Maik Bußmann (Knieverletzung) und Daniel Paya-Fernandez (Rote Karte) fehlen. „Vor allem der Ausfall von unserem Kapitän und Kopf der Mannschaft Maxi Brenk ist eine Katastrophe“, meint Hötte. Dennoch wolle er als Gastgeber in Soest nicht zurückstecken und „so weit kommen, wie möglich.“

Anders sieht es TuS Bremens Trainer Jörg Ladkau: „Wir fahren da natürlich nicht hin, um auszuscheiden. Wir werden eine gute Mannschaft stellen, ob es die Topbesetzung ist, sollen andere beurteilen.“

Christoph Linstaedt, Coach der Sportfreunde aus Soest-Müllingsen, sagt: „Es wird wohl die identische Formation sein, wie beim RWE-Wintercup. Wir wollen natürlich etwas mitnehmen, wichtiger ist jedoch, dass wir gut in die Rückrunde reinkommen. Zwei, drei angeschlagene Spieler müssen pausieren.“

„Fente“ Baum, Trainer der SG Oberense, setzt auf die Unterstützung des Publikums: „Wer fit ist, der spielt auch. Wir sind sehr gut besetzt. Ich hoffe, dass unsere Fans uns wieder zahlreich unterstützen werden. Das hilft uns in der Halle sehr.“

Der TuS Wickede tritt ebenfalls in Soest an. Laut Trainer Markus Anders wird das Team so wie beim RWE-Wintercup auflaufen. Er hat alle Mann an Bord.

In Herzfeld tritt der SV Welver in der Gruppe „Soester Anzeiger“ als einziger Soester A-Ligist gegen das Leder. Ebenfalls in Herzfeld, aber in der zweiten Gruppe, spielen Hultrop, Hovestadt, Lippetal und Oestinghausen gegeneinander. Für Trainer Alexander Ninkovic von SV SW Hultrop geht es beim Masters um den Spaß: „Ich lege ehrlich gesagt nicht viel Wert auf das Hallenmasters. Wir haben keine Ausfälle zu vermelden und gucken, wie weit es geht.“

Das Team von Paul Loftus, Trainer von Germania Hovestadt, will seine gute Winterform bestätigen: „Wir werden mit acht Spielern und einem Keeper dahin fahren. Diese Jungs haben beim RWE-Wintercup gut abgeschnitten.“

Der SC Lippetal wird beim Masters nicht in Topbesetzung antreten können. „Einige Leistungsträger fehlen aus diversen Gründen. Wir werden wohl ähnlich antreten, wie bei den Gemeindemeisterschaften in Herzfeld“, verriet Trainer Daniel Daelemans.

Christoph Escherhaus, Trainer von SG Oestinghausen, sagt: „Wir spielen diesen Winter viele Hallenturniere und haben das relativ fair aufgeteilt. Wir müssen gucken, wer dann letztendlich beim Masters antritt. Zwei, drei Spieler sind auch leicht angeschlagen und wissen noch nicht, ob sie bis Samstag fit sind.“

SF Ostinghausen in Lippstadt mit dabei

In Erwitte laufen die A-Ligisten SpVg Möhnesee und BV Bad Sassendorf auf. Thomas Wrobleski, Coach der SpVg Möhnesee, sieht das Masters relativ gelassen: „Wir werden drei Spieler schonen, die in der Hinserie lange verletzt waren, um da nichts zu riskieren. Ansonsten haben wir aber alle Spieler zur Verfügung.“

Thorsten Mack, Coach vom BV Bad Sassendorf, sieht es ähnlich wie sein Kollege aus Möhnesee: „Die, die Spaß am Hallenfußball haben, werden spielen. Ich denke, es werden in etwa dieselben sein, wie bei den Gemeindemeisterschaften in der vergangenen Woche. Wenn man aber antritt, dann will man natürlich auch erfolgreich sein.“

Als einziger Soester A-Ligist treten die Sportfreunde Ostinghausen in Lippstadt an. Trainer Alex Cirivello ist das Masters nicht so wichtig: „Ich sehe das immer relativ locker. Wer will, der spielt. Wer nicht möchte, der spielt eben nicht. Wir werden mit acht Feldspielern plus Torwart anreisen und gucken, was am Ende dabei rum kommt.“   -    voß/mgr

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