Rollhockey-Torwart verurteilt

Doping: SKG-Torwart Maurice Michler für zwei Jahre gesperrt

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Zwei Jahre gesperrt: SKG-Torhüter Maurice Michler.

Hamm - Maurice Michler, Torhüter des SK Germania Herringen, ist wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt worden. Dieses Urteil fällte nun das Deutsche Sportschiedsgericht, wie die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) auf WA-Anfrage mitteilte.

Michler steht dem Rollhockey-Bundesligisten damit erst Mitte Mai 2017 in Meisterschaftsspielen wieder zur Verfügung, ein Jahr früher allerdings darf er bereits ins Training einsteigen. „Das ist in diesem Einzelfall so geregelt“, erklärt Eva Bunthoff, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit bei der Nada, die auch deutlich macht, dass die Einspruchsfrist gegen das Urteil noch nicht abgelaufen sei.

Michler war im vergangenen Mai nach dem ersten Play-off-Finale gegen Iserlohn positiv getestet worden. Bei dem Schlussmann, der im November in Düsseldorf vom Deutschen Sportschiedsgericht in der Causa angehört worden war, waren zwei Substanzen nachgewiesen worden. Welche genau, ist weiter unklar. „Das muss der Athlet sagen“, erklärt Bunthoff. Michler war auf WA-Anfrage nicht zu erreichen, hatte zuletzt aber bereits mitgeteilt, dass er sich öffentlich zu dem Fall nicht mehr äußern wolle. Er hatte die positive Probe zuvor auf die dauerhafte Einnahme von Schmerzmitteln gegen seine permanenten Rücken-, Schulter- und Kniebeschwerden zurückgeführt. Seine mittlerweile halbjährige „Pause“ wird auf die nun verhängte Sperre angerechnet. „Er hat uns gegenüber klar gemacht, dass er im kommenden Mai voll motiviert zurück sein wird“, sagt SKG-Vositzender Michael Brandt.

So hart die Entscheidung für die Germanen, die auf ein mildes Urteil gehofft hatten, auch ist – sie liefert dem Klub in einem Punkt Gewissheit. „Mit der Überbrückung für eine Saison ist es auf der Torwart-Position nicht getan“, so Brandt. In der laufenden Spielzeit füllt Joka Ferreira die Lücke als zweiter Mann hinter Timo Tegethoff, was allerdings den Etat der Herringer durchaus strapaziert. In der Rückrunde soll der Portugiese, der sich bei Barcelos fit hält, für vier Spitzenspiele (unter anderem am 9. Januar in Cronenberg) jeweils donnerstags eingeflogen werden. In den Play-offs wird er den Germanen dann allerdings komplett zur Verfügung stehen und nicht mehr zwischendurch nach Hause reisen. Als Alternative ist Routinier Michael Baukloh vorgesehen, der derzeit trotz der erforderlichen Anreise aus Wuppertal regelmäßig am Training teilnimmt. Und seit dem vergangenen Wochenende ist Youngster Lukas Andrioff 16 Jahre alt – und damit auch spielberechtigt. „Deshalb ist das alles jetzt ein wenig entspannter“, sagt Brandt.

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