"Beide sind gute Typen"

Kraftpaket und erfahrener Torhüter verstärken den SC Rote Erde

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Freut sich über seine beiden Neuzugänge: RE-Trainer Carsten Berg.

Carsten Berg, Trainer der Wasserballer des SC Rote Erde im TuS 59 Hamm, darf sich über zwei Neuzugänge freuen. Die Saisonziele will er deshalb jedoch nicht überdenken.

Hamm - Noch vor wenigen Monaten sah es so aus, als müssten die Wasserballer des SC Rote Erde im TuS 59 Hamm in der kommenden Zweitligasaison ohne Neuzugänge auskommen. Dann sorgte der Zufall dafür, dass das Team sich doch noch über zwei Verstärkungen freuen konnte. 

Der eine, Brock Jones, ist US-Amerikaner, lebt aber schon seit vier Jahren in Steinfurt. Und der andere, Glicerio Vergera, ist Kolumbianer und studiert seit zwei Jahren in Münster. „Brock ist durch Hörensagen auf unseren Verein aufmerksam geworden“, erklärt RE-Coach Carsten Berg. „Und dann hat er noch Glicerio zufällig im Freibad kennengelernt und ihn gleich mitgebracht.“ 

Coach Berg: "Brock bringt sehr viel Erfahrung mit"

Dass beide Spieler ausgesprochen gute Wasserballer sind, machte die Sache für den Hammer Traditonsverein nahezu perfekt. Der US-Amerikaner Jones hat, bevor er der Liebe wegen nach Deutschland kam, in Florida Wasserball gespielt. Er ist Torwart und mit seinen 36 Jahren sehr routiniert. „Das ist für uns natürlich klasse“, freut sich Berg. „Denn bisher mussten wir immer Angst haben, dass unserem Torhüter Felix Bartels nichts passiert.“ 

Als Aushilfe und Ersatz für Bartels musste bisher Lars Teske herhalten. Und im Training hilft es auch, einen zweiten Mann zwischen den Pfosten zu haben. „Brock bringt sehr viel Erfahrung mit“, lobt Berg. „Und er und Felix pushen sich im Training gegenseitig.“ 

Während sich durch den US-Amerikaner die Situation im Tor entspannt, soll Vergera den nach Amerika zurück gekehrten Ben Hauschild ersetzen. „Man kann beide Spieler überhaupt nicht miteinander vergleichen. Ben ist eher der Verteidigertyp“, sagt der Trainer zwar. „Aber Glicerio ist eine unglaubliche Verstärkung für uns. Er ist ein kleines Kraftpaket, verfügt über einen enorm harten, präzisen Schuss. Und er ist variabel einsetzbar – im Rückraum oder auf der Centerposition. Er ist beweglich und für jeden Gegenspieler unglaublich schwer zu verteidigen.“ 

Rote Erde will mindestens Achter werden

Zur Freude ihres Trainers haben sich beide Neuzugänge voll in die Mannschaft integriert, was auch daran liegt, dass sie perfekt deutsch sprechen. „Beide sind gute Typen“, sagt Berg. „Das passt.“ Zudem ist Hauschild noch für Rote Erde gemeldet, womit zumindest die Option besteht, ihn einzusetzen, sollte er nach Deutschland kommen. „Eingeplant ist da terminlich aber noch überhaupt nichts“,ist Berg in diesem Punkt skeptisch. „Auch bei den anderen beiden kann es sein, dass sie zwischendurch irgendwann mal ausfallen, weil sie zu Besuch in die Heimat fliegen. Aber erst einmal sind sie dabei.“ 

Seine Zielsetzung für die am 22. November mit einem Heimspiel gegen den SV Duisburg 98 II (20 Uhr) beginnende Saison will Berg aber nicht nach oben schrauben. „Zwei Jahre lang haben wir den Abstieg locker umschifft. Aber für uns geht es auch in diesem darum, mindestens Achter zu werden und damit in der Liga zu bleiben“, sagt der Coach, dessen Team in der vergangenen Spielzeit Fünfter geworden ist. „Aber es würde uns schon wundern, wenn wir gegenüber den Aufsteigern abfallen würden.“ 

Sechs bis sieben Mannschaften im Mittelfeld - "dazu gehören wir"

Aufsteiger sind die SGE Iserlohn zum wiederholten und der Stolberger SV zum ersten Mal. Zwei Teams, gegen die sich der SC Rote Erde behaupten möchte. Und auch gegen die meisten anderen Klubs in der Liga muss sich die Mannschaft nicht verstecken – zumindest nicht im heimischen Wasser. „Gerne nach Hamm kommt keiner“, ist sich Berg sicher. „Aber gerade auswärts hängt es immer davon ab, welche Spieler zur Verfügung stehen. Denn die familiären und beruflichen Verpflichtungen bei den älteren Akteuren sind nicht weniger geworden.“ 

Seit dem Ende der Sommerferien befindet sich das Team in der Vorbereitung. „Jetzt kommen wir langsam in den Endspurt“, sagt Berg, der zwei Testspiele gegen Iserlohn vereinbart hat, um zum Start topfit zu sein. „In diesem Jahr haben wir gerade zum Start die Spiele, die wir gewinnen müssen.“ Als klaren Favoriten sieht er Bochum, das sich noch einmal verstärkt hat, dahinter Solingen/Wuppertal und den ASC Duisburg II. „Danach kommen dann sechs, sieben Mannschaften im Mittelfeld – dazu gehören wir.“

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