Die letzte Chance auf den Klassenerhalt

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Die Hammer Wasserballer wollen in Duisburg für eine Sensation sorgen und den Abstieg noch verhindern.

HAMM -    Zumindest die Schützenhilfe hat funktioniert. Mit 4:11 hat der SV Rheinhausen am Wochenende gegen den Düsseldorfer SC verloren. Die Wasserballer der SGW SC Rote Erde/SV Brambauer haben damit am Mittwoch (20 Uhr) im letzten Saisonspiel beim ASC Duisburg II doch noch die Chance, aus eigener Kraft den Klassenerhalt in der 2. Liga zu schaffen.

Zum Unglück für die Mannschaft von Trainer Björn Blank geht es allerdings nicht gegen irgendeine Mannschaft der Liga, sondern gegen den souveränen Tabellenführer. Bereits vorzeitig haben die Duisburger den Titelgewinn klar gemacht. Punkte ließen sie im Verlaufe der Saison in der Regel nur, wenn die erste Mannschaft in der 1. Bundesliga parallel ein Spiel zu absolvieren hatte und dadurch einige Leistungsträger nicht zur Verfügung standen. „Es wird unfassbar schwer, weil die Duisburger einfach eine extrem schnelle, starke und ausgeglichene Truppe mit viel Erstligaerfahrung haben. Aber wir werden alles daran setzen, dort eine Sensation zu schaffen. Wir müssen einfach alles reinwerfen, von der ersten bis zur letzten Minute, und dann sehen, was am Ende dabei herauskommt“, sagt SGW-Trainer Blank, der bei der schweren Aufgabe in Duisburg zumindest auf den kompletten Kader zurückgreifen kann.

Seine leise Hoffnung ist, „dass die Duisburger vielleicht zum Teil schon ein wenig im Urlaubsmodus sind“. Denn den Titelgewinn in der 2. Liga hat die Bundesligareserve des ASCD bereits vor einigen Wochen klar gemacht. Und die erste Mannschaft hat ohnehin schon seit einigen Wochen Pause, da deren Saison bereits im Mai ihren Abschluss gefunden hat. „Nichtsdestotrotz wird uns ein extrem schneller und starker Gegner erwarten. Bei den Duisburgern ist im Grunde jeder Spieler fast jeden Tag im Wasser, die haben einfach traumhafte Bedingungen“, weiß Blank, der deshalb „auf jeden Fall das Spiel möglichst langsam machen will. Wenn wir in das offene Messer der Duisburger Konter laufen, haben wir keine Chance.“

Außerdem benötige sein Team auch eine gute Portion Glück, um noch den Klassenerhalt zu schaffen. „Realistisch betrachtet brauchen wir einen fantastischen Tag und noch dazu einen, an dem für Duisburg nicht viel klappt, weil der Leistungsabstand eigentlich sehr groß ist. Aber das ist Sport, und im Sport ist fast alles möglich. Wir müssen einfach an uns glauben und uns komplett aufopfern“, fordert Blank.

Als einem von nur wenigen Teams in der Liga ist es der SGW übrigens in dieser Saison bereits gelungen, dem ASC Duisburg II Punkte abzunehmen – allerdings nicht auf sportlichem Wege, sondern am grünen Tisch. Im Hinspiel im Hammer Maximare war Gäste-Trainer Marek Debski das Schiedsrichtergespann mehrfach so aggressiv angegangen, dass diese sich zu einem Abbruch der Begegnung entschieden. Die Partie wurde mit 2:0 Punkten und 10:0 Toren für Rote Erde/Brambauer gewertet. Ein Fakt, der möglicherweise nun sogar die Motivation auf Revanche bei den Duisburgern noch einmal steigern könnte.

SGW-Trainer Björn Blank glaubt das nicht. „Ich gehe davon aus, dass das für den ASCD ein Spiel wie jedes andere ist.“ -  boh

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