Rollhockey

Warum Lucas Karschau nicht mit einem Selbstläufer rechnet

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Lucas Karschau (rechts), hier mit Stefan Gürtler, will am Saisonende mit Herringen das Double feiern.

Eigentlich kann am kommenden Wochenende für die Rollhockey-Spieler des SK Germania Herringen in den Endspielen um den Pokal des Deutschen Rollsport- und Inline-Verbandes (DRIV) kaum etwas schief gehen.

Hamm - Viermal hat die Mannschaft um Kapitän Lukas Karschau in dieser Saison bereits gegen den Erzrivalen ERG Iserlohn gespielt – und dabei alle vier Partien in der Bundesliga und im Play-off-Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft gewonnen. 

Klar, dass der SKG daher als Favorit in die beiden Endspiele um den Pokal des Deutschen Rollsport- und Inline-Verbandes (DRIV) geht. Aber Lucas Karschau will das Aufeinandertreffen mit den Sauerländern keineswegs als einen Selbstläufer ansehen. „Wir haben in der Vergangenheit so oft gegen Iserlohn in den Bundesligaspielen gewonnen und waren dann im Finale leider unterlegen. Jede Begegnung ist anders und muss erst einmal gespielt werden“, sagt der Herringer Kapitän.

Dennoch gehen die Germanen mit viel Zuversicht in die beiden Partien am Samstag in der Glückauf-Sporthalle an der Schachtstraße und am Sonntag in Iserlohn (Anstoß jeweils 15.30 Uhr). Die Schützlinge von Trainer Christian Zarod präsentierten sich in den vergangenen Wochen sehr stabil und scheinen passend zu den entscheidenden Partien im Kampf um den DRIV-Pokal und um die Deutsche Meisterschaft in Topform zu sein. „Wir sind gut drauf, sind alle fit und spielen unseren Ball“, bestätigt Karschau und verrät auch gleich das aktuelle Erfolgsrezept: „Wir haben den richtigen Mix gefunden.“

Gegentore nach Kontern

Das war in den vergangenen Jahren, als die Herringer in den Playoffs mehrmals nicht ihre beste Leistungen abrufen konnten, anders. Da agierten die Germanen oftmals zu kopflos, rannten meist mit viel Power und wenig Ideen nach vorne, vernachlässigten aber die Defensive und fingen sich zu viele Gegentore nach Kontern ein.

„Es stimmt bei uns in der Mannschaft. Jeder kann sich auf den anderen verlassen. Und wir sind jetzt klüger und abgezockter, geben nicht immer nur Vollgas. Wir haben eine gewisse Routine und Cleverness“, bestätigt der 25 Jahre alte Student. Diese neue Taktik soll am Wochenende erneut Iserlohn zu spüren bekommen, damit der Pokal, den die Herringer im vergangenen Jahr gegen den TuS Düsseldorf-Nord gewonnen hatten, weiter an der Schachtstraße im Hammer Westen bleibt.

Klares Ziel ist das Double

Die DRIV-Trophäe soll aber nur der erste von zwei Schritten sein. Die Germanen machen keinen Hehl daraus, dass sie nichts anderes als das Double anpeilen. Nach dem anvisierten Triumph über Iserlohn wollen sich Karschau und Co. auch im Finale der deutschen Meisterschaft gegen die Düsseldorfer durchsetzen. „Im vergangenen Jahr war der Pokalgewinn für uns eher ein Trostpflaster, nachdem wir im DM-Halbfinale an Remscheid gescheitert waren. Jetzt wollen wir beide Titel“, stellt Karschau unmissverständlich klar.

Der Sieg im Pokal hat dabei für die Rollhockey-Sportler nicht den Stellenwert wie der Gewinn der deutschen Meisterschaft. Denn nur der DM-Gewinner darf in der neuen Saison in der European League an den Start gehen. Und das ist das erklärte Ziel der Herringer. Sie wollen wieder in der Königsklasse dabei sein und sich mit den besten Teams Europas messen. „Da wollen wir wieder hin“, macht Karschau klar. „Daher ist die Meisterschaft der größere Titel. Aber wenn man das Double holen will, muss man natürlich auch Pokalsieger werden.“ Und genau dafür wollen die Herringer am Wochenende den ersten Schritt machen.

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