Faire und stimmungsvolle Master-Vorrunde

+
Die „Bönener Bulldogs“ unterstützten die SpVg-Spieler lautstark.

BÖNEN - 15 Stunden lang rollte in der Goethehalle am Wochenende die Ball. 71 Spiele wurden während der Vorrunde des Warsteiner Masters in Bönen ausgetragen. Eine Mammutaufgabe für alle Verantwortlichen vom Zeitnehmer über den Wertmarkenverkäufer bis zum Brötchenschmierer. Um so mehr freuten sich die Veranstalter nach getaner Arbeit über Lob der Gäste.

„Von allen wird gerühmt wie schön die Halle ist“, sagt Friedhelm Wittwer, der 2. Vorsitzende der SpVg Bönen, die die drei Runden mit 14 Mannschaften ausrichtete. Wittwer erhielt als einer der Hauptverantwortlichen für die Spielleitung viele gute Worte für den reibungslosen Ablauf und gab dieses Lob gerne weiter: „Das Team ist schon klasse.“ Besonders der Samstag war für alle Helfer lang, denn die letzte Partie endete erst gegen 21 Uhr. Dafür haben die Bönener mittlerweile mehr Erfahrung, richteten sie die Vorrunde doch schon zum zweiten Mal aus. „Wir waren am Sonntag um zwei Stunden eher fertig als im vergangenen Jahr und waren so grob 21.30 Uhr aus der Halle“, so Wittwer. Drei Neunmeterschießen – darunter die 24 Schützen beim 11:10 des TSC Kamen über Westfalia Rhynern – sowie zwei weitere Verlängerungen hatten den straffen Zeitplan aber auch gehörig nach hinten ausgedehnt. Dagegen habe die Umstellung, dass die letzte Minute netto gespielt wird, laut Wittwer kaum etwas ausgemacht.

Der 2. Vorsitzende der SpVg Bönen freute sich über ein „faires Turnier“. Zwei Rote Karten und einige zwei Zeitstrafen sind auf die Spielzeit hochgerechnet auch zu verkraften. Dass zwischen den Akteuren und den Schiedsrichter öfter als sonst „Diskussionsbedarf“, so Wittwer, herrschte, sei den neuen Regeln geschuldet. Das Grätschverbot und die Vier-Sekunden-Regel sind Dinge, an die die Fußballer – aber auch die Unparteiischen – bislang nicht gewohnt sind. Verständnis war auf beiden Seiten jedoch festzustellen.

Für Wittwer war auch der Einsatz des sprungreduzierten Futsal-Balles ein Gewinn: „Das Niveau war technisch sehr hoch, es wurde nicht so viel gepöhlt.“ Die Spieler waren nicht ganz so begeistert. Für sie war die kleinere Kugel schon ungewohnt, was besonders zu Turnierbeginn zu bemerken war. Zudem nahm der Ball bei Schüssen nicht so viel Fahrt auf.

An beiden Tagen war die Stimmung in der Halle ausgezeichnet, dafür sorgten zunächst vor allem der SpVg-Fanclub „Bönener Bulldogs“ sowie die Trommler der Tamilstars Dortmund mit lauten Gesängen. In der Zwischenrunde übernahmen dann die vielen Anhänger des TSC Kamen das Kommando. Alle zusammen schufen sie eine echte Hexenkessel-Atmosphäre in der Goethehalle.

Mit der SG Bockum-Hövel sicherte sich ein Bezirksligist den Sieg in Bönen und ist damit direkt für die Endrunde am 25. Januar in Werl qualifiziert. Die SG profitierte dabei davon, dass Oberligist SC Aplerbeck 09 und Westfalenligist SC Buer-Hassel wegen parallel stattfindender Stadtmeisterschaften größtenteils nur mit Spielern aus der zweiten Mannschaft antraten. Die Masters-Organisatoren sollte sicherlich darüber nachdenken, wie solche Terminkollisionen künftig zu vermeiden sind.

Bockum-Hövel verdiente sich den Erfolg aber auch durch Siege über Oberligist Rhynern und Westfalenligist Wickede, die beiden mit vielen Stammakteuren vor Ort waren. Rhynern nimmt nun als Dritter ebenso an der Lucky-Loser-Runde am 24. Januar in Werl teil, wie der A-Ligist Kamen als Zweiter, der größten Überraschung des Turniers. SpVg-Akteur Gerrit Wiff winkt sogar noch ein besonderes Erlebnis. Er wurde hinter Rhynerns Lennart Kleine zum zweitbesten Offensivspieler gewählt. Den besten jeder Halle winkt eine Partie gegen den Bundesligisten SC Paderborn. Kann Kleine an dem Termin nicht, rückt Wiff als Ersatz nach.

Die SpVg würde im nächsten Jahr gerne wieder Gastgeber einer Masters-Vorrunde sein. Es sei zwar viel Arbeit, aber „es bleibt ja auch was für den Verein übrig“, sagt Wittwer. - bob

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare