Masters-Chef Bethlehem begeistert: „Finale vollkommen irre“

WERL - Er war schon wieder am Montagvormittag in Aktion. Gemeinsam mit dem neuen Hausmeister Steve Brown machte sich Dieter Bethlehem, Cheforganisator des Warsteiner Masters, daran, die letzten Hinterlassenschaften der 18. Auflage dieses größten Hallenfußballsevents im Kreis Soest zu beseitigen.

Schon in der Nacht zu Montag hatten die fünf Dutzend Helfer, die der SV Hilbeck als Ausrichter auf die Beine gebracht hatte, die Werler Dreifachhalle soweit aufgeräumt, dass der Schulsport am Montag ganz ordnungsgemäß über die Bühne gehen konnte. Zum Abschluss wurde am Montagabend die Rundum-Bande zurück an ihren Standort nach Oelde verfrachtet.

Dabei hatte Dieter Bethlehem Gelegenheit, die Ereignisse am Ufer des Salzbachs sacken zu lassen, wobei die Begeisterung bei ihm noch am Montag deutlich zu hören war. „Das ist nicht mehr zu toppen“, lobte er in höchsten Tönen den Auftritt der Mannschaften, die unter dem Hallendach einen Budenzauber hinlegten, der alle Zuschauer in seinen Bann zog.

„Das Finale war vollkommen irre“, zollte Bethlehem den Endspielteams aus Westönnen und Mastholte Respekt. „Das war schon einzigartig, eine Steigerung ist kaum noch möglich“, war er als Hilbecker überhaupt nicht neidisch auf den Lokalrivalen, der erstmals beim Masters den Triumph davontrug. „Sie haben gezeigt, wie man in der Halle spielt“, sah er die taktische Marschroute von RWW als Schlüssel zum Erfolg.

Der SV Hilbeck hingegen habe da nicht so klug agiert. „Wenn man die ersten beiden Spiele gewinnt, hofft man natürlich, dass ein Platz unter den ersten Drei möglich ist“, so Bethlehem, der aber darauf verweist, dass der SVH in der Endabrechnung auf Platz fünf, also vor Westfalia Rhynern, gelandet ist. In der gestrigen Anzeiger-Berichterstattung war den Hilbeckern das Tor zum 2:3 gegen Westfalia Soest unterschlagen worden, das in der letzten Sekunde gefallen war. Damit hat der SVH ein besseres Torverhältnis als Rhynern.

„Das ist für unsere Jungs schon ganz wichtig“, verweist Bethlehem auf das Prestige, das für die vielen Ex-Rhyneraner im Hilbecker Dress von Bedeutung ist. Schütze des Neunmetertores zum 2:3 gegen Soest war übrigens Daniel Diers, auch ein früherer Rhyneraner.

Eine glückliche Hand hatte der Organisator bei der Einteilung der Fanblöcke für den Finaltag. Bis tief in die Nacht zum Sonntag brütete er über dem Plan, ehe er die Westönner Fans ganz nach rechts einteilte, die Mastholter Schlachtenbummler in den linken Block. „Das hat wunderbar gepasst für das Finale“, zeigte sich Bethlehem happy, dass die Halle bis zum Schluss noch gut gefüllt war.

Das hatte seiner Einschätzung nach auch etwas damit zu tun, dass die Zuschauer einen abwechslungsreichen Kick zu sehen bekamen. So erinnerte er an den spektakulären Fallrückzieher von Bad Westernkottens Fichera an die Latte im Spiel gegen Hilbeck. Und an die Kabinettstücke der Tamilen aus Dortmund.

Sie waren für Bethlehem ohnehin neben RW Westönnen der große Gewinner des 18. Masters. „Ich habe sie bei einem Turnier in Bergkamen kennengelernt. Sie waren mir so sympathisch, dass ich sie gleich zu unserem Möbel-Wiemer-Cup eingeladen habe.“ Und auch in der Vorrunde des Masters in Bönen begeisterten die Tamilen neben ihrem fußballerischen Können auch mit ihrem Auftreten. „Ich habe noch nicht erlebt, dass alle Zuschauer einer Mannschaft so applaudieren“, entdeckte Bethlehem Sympathien für die Truppe aus Dortmund durch alle Reihen. „Sie sind ein Vorbild für uns alle, regen sich nicht auf, wenn sie vielleicht ungerecht behandelt worden sind, sondern spielen einfach weiter!“

Während der Aufräumarbeiten richtete Bethlehem seinen Blick schon in Richtung 19. Warsteiner Masters im Jahr 2015. Seine Überlegungen, eine zehnte Vorrunde im Paderborner Raum einzurichten, sind noch längst nicht abgeschlossen. Alles hängt davon ab, wie die Resonanz ist. „Wir wollen das Turnier nicht aufblähen, die Felder nicht mit zweiten Mannschaften auffüllen“, will es Bethlehem beim regionalen Charakter belassen. „Man will miteinander beim Bierchen fachsimpeln“, erteilt er jeglicher Anonymität durch eine zu große geografische Ausdehnung eine Absage. - dw

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