Viel Lob für Masters-Premiere in Bönen

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Die SpVg schlug die IG in der Zwischenrunde mit 2:0. Doch weil die Treffer erst in der Verlängerung fielen, zählen die Tore nicht für die Wertung der besten Viertplatzierten.

BÖNEN -  Am Ende war erst einmal Durchschnaufen angesagt. Nach zwei anstrengenden Tagen in der Goethe-Halle waren die Verantwortlichen der SpVg Bönen doch froh, dass die Vorrunde des Warsteiner Masters vorbei war. „Wir waren alle erschöpft, aber jeder hat gesagt, es hat Spaß gemacht“, meinte der 2. Vorsitzende Friedhelm Wittwer.

Ob sich das erstmalige Ausrichten dieses Turniers, in dem 14 Mannschaften um drei freie Plätze für das Final-Wochenende am 25. und 26. Januar in der Werler Dreifachhalle kämpften, gelohnt hat, konnte Wittwer „noch nicht sagen“. Der Zuschauerzuspruch war jedenfalls gut: „Da sind wir mit zufrieden.“ Das lag sicherlich auch daran, dass alle drei gestarteten Bönener Mannschaften (SpVg, IG und TVG) die Zwischenrunde am Sonntagnachmittag erreicht hatten. Der 2. Vorsitzende war sich aber sicher, dass vereinsintern etwas rumgekommen sei: „Für das Miteinander bringt es was, wenn Leute aus der Jugendabteilung, der Alten Herren und der Senioren gemeinsam etwas machen.“

Eine Woche waren Wittwer und Co. mit der Vorbereitung auf die Masters-Vorrunde beschäftigt. Und durften sich nachher über ein dickes Lob von Hauptorganisator Dieter Betlehem freuen: „Das war richtig toll. Die SpVg Bönen hat sich viel Mühe gegeben, ob jetzt im Gastro-Bereich oder bei der Turnier-Ausrichtung. Sie haben alles wunderbar lösen können“, sagte Betlehem, und meinte damit die Probleme, die durch zwei kurzfristige Absagen entstanden waren.

Zunächst kümmerte sich die Hauptturnierleitung vom Hellweg Marketing um einen Ersatz für den VfL Mark, der am Freitagabend mitteilte, nicht nach Bönen zu kommen. „Wir verfügen über eine Reserveliste, aber ich hatte wenig Hoffnung“, meinte Betlehem. Menden Türk-Gücü sprang ein, bekam allerdings am Sonntag nicht genügend Leute für die Zwischenrunde zusammen. Spontan entschied die Turnierleitung, dass der Drittplatzierte der Quali-Runde das Feld auffüllt. Der Glückliche war der BSV Heeren, der schon auf dem Weg in die Kabine war und damit haderte, zum zweiten Mal die Endrunde aufgrund des schlechteren Torverhältnisses verpasst zu haben – jeweils, weil der BSV in den Schlusssekunden ein Tor von der SG Massen eingeschenkt bekam.

Betlehem war begeistert von der Goethe-Halle, besonders die Glasfront in der oberen Etage hatte es ihm angetan: „Das habe ich noch in keiner anderen Halle gesehen. Schön, dass die Planer an so etwas gedacht haben.“ Der „Masters-Chef“ kann sich jedenfalls vorstellen, dass Bönen erneut Austragungsort werden könnte: „Da bin ich mir ziemlich sicher.“ Die SpVg stünde einer Berücksichtigung positiv gegenüber: „Wenn wir die Chance bekommen, würden wir zu 80 Prozent ja sagen“, erklärte Wittwer.

Den 1. Vorsitzenden überzeugte der Masters-Modus: „Das Turnier an sich war spannend von der ganzen Dramaturgie her.“ Dass es am zweiten Tag gleich zu zwei Derbys mit K.-o.-Charakter kam, war zusätzlich gut für Stimmung. Für die waren aber vor allem die Fans der Tamilstars verantwortlich. „Sie haben die Halle verzaubert“, freute sich Betlehem die Dortmunder ebenso wie den Turniersieger Westfalia Rhynern und den FC Sarajevo Bosna in Werl wieder zusehen: „Ich habe gleich eine SMS an meine Geschäftsführerin geschickt“, erzählte er.

Dann wird der Werler Hallensprecher seine Freude mit Namen wie Sivapathasundaram, Thavayogerajah und Ethirmanasingam haben. Wittwer, der in Bönen die Torschützen durchgab, war froh, dass die Fans die Treffer ihrer Mannschaft so laut bejubelten. „Ich habe es versucht, wurde aber zum Glück meistens übertönt“, schmunzelte Wittwer: „Mit der Zeit ging es dann auch.“

Über die Rudelbildung zwischen der IG Bönen und der SG Massen in der Quali-Runde wollten weder Wittwer („Wer angefangen hat, habe ich nicht gesehen“) noch Betlehem groß Worte verlieren. Ein Nachspiel vor Gericht wird es nach der Anzeige durch den Massener Torhüter aber haben. - bob

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