Nach acht Niederlagen in acht Saisonspielen:

Bei der HSV wächst die Sehnsucht nach Punkten - Nun kommen die Preußen

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In der vergangenen Saison jubelte Ali Gülcan noch für die HSV. Jetzt kehrt er mit Preußen Münster II in die Arena zurück.

Bei der Hammer SpVg wächst die Sehnsucht nach Punkten. Acht Spiele, acht Niederlagen gab es für die HSV in der noch jungen Saison in der Fußball-Oberliga. Ob die U23-Elf des Regionalligisten SC Preußen Münster am Sonntag ein williger Lieferant sein wird- garantiert nicht. 

Hamm – Vor einer Woche erfuhren die Spieler des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg von der corona-bedingten Spielabsage der Partie seines Teams bei der SG Finnentrop/Bamenohl am Freitagabend beim Abschlusstraining. Im Vorfeld des Heimspiels gegen die U23 von Preußen Münster am Sonntag (15 Uhr/24nexx Arena) sind die Verantwortlichen zuversichtlich – und das nicht nur in Bezug auf die Frage, ob die Partie ausgetragen werden kann.

 „Das ist ja im Moment immer ein Ritt auf der Rasierklinge. Wir können da nur von Tag zu Tag planen“, sagt Holger Wortmann, Sportlicher Leiter der HSV. „Wir hoffen jedenfalls auf ein sauberes Spiel.“ Und auch das ist zweideutig gemeint. Denn eine saubere Einheit wird es gegen Münster brauchen, das als Reserve naturgemäß „eine Wundertüte ist, weil du nie weißt, mit welcher Mannschaft die antreten werden“, so Wortmann. „Zuletzt habe ich mir den 5:1-Sieg der Preußen gegen Schermbeck angesehen. Da waren drei Spieler aus dem Regionalligakader dabei. Und drei Profis können das Niveau einer solchen Mannschaft schon deutlich anheben.“

Fester Glaube an baldiges Erfolgserlebnis

 Acht Begegnungen hat die HSV bislang in dieser Saison mit Trainer Steven Degelmann in der Fußball-Oberliga bestritten – alle acht gingen verloren. Saisonübergreifend kommen noch zwei weitere dazu. Der Trainer ist sich darüber im Klaren, dass sich diese Bilanz nicht gut auf dem Briefkopf macht. Doch das gesamte Team bleibt optimistisch und glaubt fest daran, dass schon bald das erste Erfolgserlebnis unter seiner Regie eingefahren wird. Alle acht bisher bestrittenen Begegnungen in dieser Saison sind gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte ausgetragen worden, hatte Degelmann noch vor der Partie bei der SG Finnentrop/Bamenohl vorgerechnet. 

Die Preußen sind zwar mit dem jüngsten Heimsieg auf Rang zehn geklettert. Für Wortmann gehören sie aber nicht zu den Topteams der Liga, was die Bilanz von bisher vier Siegen und fünf Niederlagen aus den ersten neun Spielen bestätigt. Ebenso wie das Torverhältnis mit 14:15. Für drei dieser 14 erzielten Treffer in den ersten acht Saisonbegegnungen zeichnet Ali Gülcan verantwortlich.

Wiedersehen mit Ali Gülcan

 Der war noch im vergangenen Jahr nach Probetraining und Testspielen kurz vor Saisonbeginn zur Hammer SpVg gestoßen und hatte dort einen Zwei-Jahres-Vertrag erhalten. Vom Niederrhein-Oberligisten Sportfreunde Baumberg war der wendige Offensivmann gekommen und hatte sich unter Coach René Lewejohann einen Stammplatz erkämpft. Mit vier der insgesamt nur 15 HSV-Treffer in der Vorsaison war er in seinem ersten Jahr erfolgreichster HSV-Akteur. Im Sommer zog es ihn dann aber zum Nachbarn nach Münster, wo er zum Kader des U23-Teams gehört.

HSV-Kader absolviert Extraschicht

 Im eigenen Kader wird der Druck abzuliefern immer größer. Das Spielen, so weiß Wortmann, würde deutlich leichter, wenn der erste Zähler auf dem Habenkonto landet. Nur, um den abzuliefern, wird auch Münster nicht mal kurz vorbeischauen. „Wir müssen über 90 Minuten die eigenen Fehler minimieren“, fordert Wortmann. „Die Jungs haben in der Woche jedenfalls sehr engagiert im Training gearbeitet, wir haben sogar noch eine weitere Einheit dazugenommen, um gut vorbereitet zu sein.“ 

Ocansey, Oxe und Cakir fehlen weiterhin

Gegen Münster fordert das Trainerteam entsprechend eine konstant konzentrierte und kämpferische Vorstellung über 90 Minuten – plus Nachspielzeit. Denn nur dann kann am Ende das erhoffte Erfolgserlebnis stehen. Vincent Ocansay, Emre Cakir und Mika Oxe fallen weiter aus. Dafür ist Torjäger Marcel Todte wieder einsatzbereit. Er wurde zuletzt schmerzlich vermisst.

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