Vorweggenommenes Pokalfinale zwischen HSV und Rhynern

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Ende April hatte die HSV im Halbfinale des Kreispokals mit 2:1 gegen Rhynern gewonnen. Hier kämpfen Jannik Prinz und Tim Neumann um den Ball.

Hamm - Es kann nur einen geben: Bereits in der zweiten Runde des Kreispokals kommt es zum prestigeträchtigen Aufeinandertreffen der klassenhöchsten Vereine Hammer SpVg und SV Westfalia Rhynern. Der Sieger dieses vorweggenommenen Finals am Mittwoch (18.30 Uhr, Evora-Arena) bleibt als Favorit im Wettbewerb. Der Verlierer kann sich auf die Oberliga konzentrieren.

Lang ist es nicht her, dass sich die beiden Rivalen im Pokal gegenüberstanden: Erst im April revanchierte sich die HSV mit einem 2:1-Halbfinal-Erfolg gegen Rhynern für die 0:5-Endspiel-Ohrfeige im Jahr davor und holte sich Mitte Mai den Titel durch ein 4:0 gegen den Bezirksligisten SV Langschede. HSV-Trainer Oliver Gottwald hätte nichts dagegen, wenn alles wieder so käme. „Wir wollen Gas geben, wir wollen das Spiel gegen Rhynern gewinnen – das ist gar keine Frage“, sagt der 45-jährige Wittener. Welche Spieler das für ihn erledigen sollen, lässt er allerdings offen: „Das werde ich kurzfristig entscheiden.“

Im Gegensatz zum Liga-Auftakt beim SV Schermbeck (1:1) steht ihm Serdar Yigit wieder zur Verfügung. Der Mittelfeldspieler hat seine Gelb-Rot-Sperre aus der Westfalenpokalpartie bei Aramäer Ahlen abgesessen. Auch der zuletzt angeschlagene Torjäger Jochen Höfler, der am Sonntag bereits auf der Bank saß, ist wieder eine Option. Semih Yigit hat sich in Schermbeck einen Pferdekuss zugezogen, könnte aber wohl spielen.

Konkret steht Gottwald vor der Entscheidung, entweder das Team unverändert zu lassen, damit es sich für die Heimpremiere am Sonntag gegen den SuS Stadtlohn weiter einspielen kann. Oder ob er frischen Spielern Einsatzzeit geben sollte. „Das wäre für mich kein Qualitätsverlust, denn ich habe einen fast gleichwertig besetzten Oberliga-Kader und keine A- und B-Elf“, betont Gottwald und hebt Dennis Mooy, Niklas Rieker und Michael Kaminski namentlich heraus: „Die haben eine richtig gute Vorbereitung gespielt und üben Druck aus.“

Rhynerns Coach Björn Mehnert dagegen hat sich schon festgelegt, dass er – anders als im April – dieses Mal nicht mit einer B-Elf antreten wird. „Es wird nicht die identische Formation sein wie am Sonntag bei unserem 0:0 gegen Siegen, aber eine ähnliche“, sagt er – und fügt auch gleich drei Erklärungen hinter: „Zum einen sind die Automatismen noch nicht da, da hilft so ein Spiel. Zum anderen tun die englischen Wochen am Anfang einer Saison noch nicht weh. Und zu guter Letzt haben es sich die Jungs auf die Fahne geschrieben, den Kreispokal zu gewinnen. Und um das zu schaffen, müssen sie bei der HSV siegen. Daher erwarte ich ein intensives Spiel.“

Allerdings ist Mehnert, der auf Christoph Debowiak, Markus Maier, Mathieu Bengsch, Felix Böhmer, Aaron Vasiliou (alle verletzt) und Martin Zakrzewski (gesperrt) verzichten muss, keineswegs davon angetan, dass es bereits in der zweiten Runde zum Aufeinandertreffen zwischen den beiden Oberligisten kommt. „Ich finde es unglücklich, wenn schon so früh die beiden klassenhöchsten Vereine gegeneinander antreten müssen“, sagt er. „Für die kleineren Clubs ist es doch immer ein Anreiz, gegen die HSV oder Rhynern anzutreten. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, eine Setzliste mit den vier höchst spielenden Vereinen zu machen.“

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