Vorfreude beim TuS 59 auf die 22. Ladies Open

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Lea mengel

HAMM - Am Ende hatte es doch keine großen Veränderungen mehr gegeben. Noch Mitte der vergangenen Woche hoffte David Schwätter, für das Starterfeld bei den 22. Ladies Open des TuS 59 Hamm den Cut unter 100 machen zu können. Das ist zwar nicht gelungen, doch an der Vorfreude des Turnierdirektors auf die am Donnerstag beginnenden Spiele ändert das nichts.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagte Schwätter. „Das Feld ist mehr als voll – wir haben sogar noch eine Warteliste. Und immerhin sind 13 Spielerinnen dabei, die in den Top 100 zu finden sind.“ Grund für das von den Ranglistenpositionen der gemeldeten Spielerinnen her nicht ganz so stark besetzte Feld ist die hohe Zahl an Konkurrenzveranstaltungen am kommenden Wochenende.

Vor allem die „AK Ladies Open“ der knapp 200 Kilometer entfernten ASG Altenkirchen sei als international besetzte Veranstaltung für viele gute Tennisdamen Anlass gewesen, sich gegen Hamm zu entscheiden. „Klar ist das schon schade“, sagt Schwätter. „Aber ich denke, dass wir ganz gut aufgestellt sind und guten Sport bieten können.“

Zumal sich einige interessante Nachwuchsspielerinnen für die Ladies Open, die bis Sonntag in der TuS-Halle ausgetragen werden, entschieden haben. „Mit Lena Rüffer und Katharina Gerlach haben wir die Nummer eins und zwei der deutschen U 16 am Start“, freut sich der Turnierdirektor. „Das sind hoch interessante Talente, und unsere Veranstaltung hat ja schon häufig bewiesen, dass sie ein kleines Sprungbrett für den Nachwuchs ist.“

Rüffer startet für den Berliner Sport-Verein 1892 und Gerlach für den Rochusclub Düsseldorf. Rüffer als Nummer 80 und Gerlach (87), die bereits in der U 14 zur Weltspitze gehörte, sind zwei der größten Nachwuchstalente, die die Republik in ihrer Altersklasse zu bieten hat.

An Position eins gesetzt sein wird allerdings Syna Kayser (DTV Hannover), aktuelle Nummer 34 in Deutschland. Auf eine Favoritin festlegen will sich Schwätter aber nicht, denn er weiß, dass das Feld leistungsmäßig sehr eng beieinander ist. Nicht nur Katharina Holert (Der Club an der Alster), die als deutsche Nummer 37 nur drei Ranglistenplätze hinter Kayser geführt wird, oder deren an Position drei gesetzte Vereinskollegin Polina Pekhova (37A) aus Weißrussland können der Top-Gesetzten daher gefährlich werden. „In der Spitze geht es so eng zu, da ist es letztlich Tagesform, die entscheidet“, glaubt der Turnierdirektor. „An einem guten Tag kann jede jede schlagen, auch wenn ich denke, dass Syna Kayser gute Chancen hat.“

Nach der verletzungsbedingten Absage von Manon Kruse sind Hammer Spielerinnen im Hauptfeld nicht mehr zu finden. Sina Niketta (Bayer Leverkusen), an Nummer sechs gesetzt, hat zumindest einmal für den Ruderclub gespielt, kommt aber gebürtig aus Ahlen. In der Qualifikation darf sich Lea Mengel vom gastgebenden TuS 59 noch Hoffnungen machen.

Bis zum Start wartet noch ein wenig Arbeit auf das TuS-Helferteam. So wird heute die Tribüne aufgebaut, die gut 200 Zuschauern Platz bieten wird. Zudem müssen die Teilnehmerinnen über ihre Spielzeiten informiert, und das Helferteam instruiert werden. „Das läuft für mich schon ein wenig routinierter“, sagt Schwätter, der im vergangenen Jahr das Amt des Turnierdirektors von Günter Darenberg übernommen hatte. „Aber die Anspannung ist immer noch da. Du musst ja jederzeit hellwach sein, damit die Spielerinnen, die Zuschauer und letztlich auch wir selbst zufrieden sind.“ - güna

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