NRW-Lehrgang am Stützpunkt Hamm

Vorbereitung auf die DM - Sieben Talente vom Kanu-Ring dabei

Sieben Kanutinnen aus Hamm gehören zur 21-köpfigen Talentgruppe, die NRW-Stützpunkttrainer Björn Hilbk in Hamm zum Lehrgang beisammen hat.
+
Sieben Kanutinnen aus Hamm gehören zur 21-köpfigen Talentgruppe, die NRW-Stützpunkttrainer Björn Hilbk in Hamm zum Lehrgang beisammen hat. Dies sind (von links) Fiona Trojca, Caroline Fink, Kim Runde, Rosalie Middendorff, Merle Gerwin, Luna Reckmann und Marie Allendorf. Sie bereiten sich auf die Deutsche Meisterschaft im Kanu-Rennsport vor, die im August in Hamburg ausgetragen werden.

Mit 21 Rennsport-Talenten aus den Bereichen Jugend und Junioren findet derzeit in Hamm ein Trainingslager des Kanuverbandes NRW statt.

Hamm - Mit Marie Allendorf, Fiona Trojca, Caroline Fink und Kim Runde (Juniorinnen) sowie Luna Reckmann, Rosalie Middendorff und Merle Gerwin (Jugend) sind unter der Leitung von NRW-Stützpunkttrainer Björn Hilbk sieben Teilnehmerinnen vom Kanu Ring Hamm dabei.

Sie haben das Ticket für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften, die vom 9. bis zum 15. August in Hamburg stattfinden werden, bereits sicher. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Lehrgangs (darunter sechs mit dem Kanadier) dient die Maßnahme der unmittelbaren Vorbereitung auf diese DM. Medaillenchancen? „Marie auf jeden Fall, und vielleicht auch ich“, sagt Fiona Trojca. Sie und Marie Allendorf sind die beiden Hammer Athletinnen, für die die Saison auch nach Hamburg wohl eine Fortsetzung finden wird.

Hoffnung auf Start bei Olympic Hope Games

Trojca: „Ich hoffe, noch für die Olympic Hope Games nominiert zu werden.“ Diese Wettbewerbe sind für 15- bis 17-jährige Nachwuchsathleten gedacht und sollen diese auf künftige internationale Großveranstaltungen vorbereiten – dieses Mal vom 10. bis zum 12. September im tschechischen Racice. Die 17-Jährige würde über 200 und 500 Meter starten. Hilbk: „Sie hatte sich 2020 schon dafür qualifiziert, aber dann sind die Spiele aus bekannten Gründen ja ausgefallen.“

Und Marie Allendorf ist – nachdem sie bei der Europameisterschaft in Posen gemeinsam mit Estella Damm (Dresden), Jette Brücker (Karlsruhe) und Vanessa Stramke (Neubrandenburg) Silber im K4 gewonnen hatte – für die Weltmeisterschaft qualifiziert, die vom 3. bis zum 6. September in Portugal stattfinden soll. Eigentlich sollte sie in diesen Tagen an einem dafür eingerichteten Lehrgang im Bundesleistungszentrum Kienbaum teilnehmen, doch nach einem Coronafall außerhalb ihres Umfeldes wurde dieser abgebrochen.

Lehrgang ursprünglich in Belgien geplant

Aber auch bei ihrer kurzfristig angesetzten Teilnahme in Hamm wird Allendorf, 17, gefordert. Der Trainingsumfang im Vorfeld einer DM? Björn Hilbk nimmt ihr die Antwort ab: „In dieser Woche 15 Stunden.“ 70 Prozent davon finden auf dem Wasser statt, die restlichen 30 auf Laufstrecken oder im Fitnessraum. Ursprünglich sollte dieser NRW-Lehrgang in Belgien stattfinden. „Das hat dann aber wegen Corona nicht geklappt“, sagt Hilbk. Da auch die Regattastrecke in Duisburg nicht zur Verfügung stand, bot sich der Landesstützpunkt in Hamm an. Untergebracht sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – fußläufig getrennt vom neuen Wassersportzentrum – im Jugendgästehaus Sylverberg am Kurpark.

Wecker stellen und bei Olympia mitfiebern

Die Goldmedaille von Ricarda Funk (Kajak-Einer) und Bronze von Sideris Tasiadis (Canadier) im Wildwasser von Tokio wurden dort von den nordrhein-westfälischen Kanutalenten mehr als nur registriert. „Da ist man auch schon stolz. da fiebert man ja auch mit“, sagt Fiona Trojca. Und für die kommende Woche, da sind sie und Allendorf fest entschlossen, werden sie sich den Wecker stellen, um bei den nächtlichen Liveübertragungen der Rennen aus dem Tokioter Hafen mitzufiebern. „Ja, wird sind treue Fans“, sagt Trojca, die für die deutschen Teilnehmer gute Chancen auf Gold sieht: „Der Herrenvierer – und Max Hoff und Tom Liebscher. Generell die Kajak-Herren haben Chancen in allen Wettbewerben.“

„Die Damen haben auch gute Chancen, doch da wird es etwas schwieriger auf Gold. Aber die deutschen Mannschaftsboote bei den Herren sind generell schon sehr stark“, ergänzt Marie Allendorf.

Dass bei Olympischen Spielen die Frauen im Rennsport jetzt den Männern erstmals gleichgestellt sind und ebenfalls sechs Wettbewerbe austragen dürfen, sehen die beiden Top-Juniorinnen des Kanu Rings ausgesprochen positiv: „Das ist schon eine sehr gute Entwicklung“, freut sich Allendorf über zusätzliche Perspektiven – auch wenn es bis Paris 2024 oder Los Angeles 2028 noch ein verdammt weiter Weg ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare