Zwischenbilanz beim Masters: Zehnte Halle denkbar, immer mehr Reserveteams

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Alles andere als ungelenk präsentierten sich die Fußballer beim Warsteiner Masters. 36 Mannschaften schafften die Quali für die Endrunde oder die Lucky-Loser-Runde am 23./24. Januar in Werl.

Kreis Soest - Die Vor- und Zwischenrunde der 20. Auflage des Warsteiner Masters sind Geschichte. 36 von 126 Mannschaften sind noch im Rennen, wollen am vierten Januar-Wochenende in der Werler Dreifachhalle an die Geldtöpfe mit den attraktiven Prämien. Schließlich ist ein Zuschuss für die nächste Mannschaftsfahrt stets gut zu gebrauchen.

Organisator Dieter Bethlehem ist heilfroh, ein stressiges Wochenende überstanden zu haben. Auch im 20. Jahr der mittlerweile schon traditionsreichen Veranstaltung machte er einmal mehr neue Erfahrungen, musste Situationen beherrschen oder ausbügeln, mit denen er in der Vergangenheit noch nicht konfrontiert worden war. Schließlich hatte er es hier und da mit unerfahrenen Ausrichtern zu tun, denen die Modalitäten des Masters noch nicht in Fleisch und Blut übergangen waren.

Zudem musste er sich mit einem Phänomen beschäftigen, das von Jahr zu Jahr häufiger zu beobachten ist: Angemeldete oder für den nächsten Tag qualifizierte Mannschaften melden sich ab oder kommen erst gar nicht. So fehlte in Werl Menden Türkgücü. „Die werde ich nicht mehr einladen“, kündigte Bethlehem an. Ähnlich gelagert war der Fall des BV Bad Lippspringe, der in Rüthen zwar souverän die Quali für die Zwischenrunde schaffte, sonntags aber nicht mehr antrat und durch den Drittplatzierten der Quali-Runde, RW Mastholte II, ersetzt wurde.

Zukunft der Teams mit der "II"

Hier verpasste die Reserve des SV Hilbeck den dritten Qualiplatz nur denkbar knapp. Apropos zweite Mannschaften: Immer mehr Reserveteams mischen beim Masters mit, und zwar aus der Not geboren, so Bethlehem. Diesmal waren es acht Teams mit der römischen „2“ hinter dem Vereinsnamen, die zumeist kurzfristig eingesprungen sind. „Erste Mannschaften sind auf die Schnelle nicht zu finden“, so Bethlehem.

Das Interesse bei vielen Vereinen, auch die zweite Mannschaft zu melden, ist derweil immer größer. Der Organisator denkt daher darüber nach, eine Extra-Runde für Reserveteams ins Leben zu rufen, die vielleicht um einen Platz in der Lucky-Loser-Runde spielen. Ebenso denkt Bethlehem darüber nach, wieder eine zehnte Halle ins Programm zu nehmen. „Im Paderborner Raum wird großes Interesse signalisiert“, so der Welveraner.

Resonanz in fast allen Hallen positiv

Schließlich war die Resonanz mit Ausnahme von Rüthen, wo sich vielfach nur weitgereiste Teams mit wenigen Fans tummelten. So berichtete Bethlehem von seiner Rundreise, war von den Zuschauerzahlen begeistert, insbesondere in Bergkamen. Auch freute ihn, dass die Halle in Welver wieder im Programm war; und das mit gut besetzten Rängen.

Zukunftssorgen hat der Macher des Masters also keine. Daran änderten auch die modifizierten Hallenregeln nichts, die auch von Bethlehem nicht unkritisch gesehen werden. So macht für ihn der Fair-Play-Anstoß wenig Sinn. Mitgefühl äußert er für die Schiedsrichter, die die neuen Regeln umsetzen müssen und dabei nicht immer auf Verständnis gestoßen sind. „Den Spielern waren die Neuerungen zum Teil unbekannt. Da hätten die Vereine im Vorfeld handeln müssen“, so der Organisator, der davon weiß, dass Schulungsangebote des Kreises in Soest, Werl und Umgebung ungenutzt geblieben sind.

Nun fiebert er dem übernächste Wochenende entgegen, für das neun Endrundenteilnehmer schon feststehen. Die sieben anderen werden in der Lucky-Loser-Runde tags zuvor ermittelt. Aus dem Kreis Soest sind neben den Endrunden-Teilnehmern SV Hilbeck und SG Oestinghausen noch SV Westfalia Soest, TuS Bremen, TuS Wickede, BW Büderich und Preußen TV Werl im Rennen.

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