Von der Interims- zur Dauerlösung: Christian Grewe Trainer beim SSV Hamm

Christian Grewe profitiert von der Erfahrung aus höheren Klassen - hier als Spieler der SpVg Beckum (rechts).
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Christian Grewe profitiert von der Erfahrung aus höheren Klassen - hier als Spieler der SpVg Beckum (rechts).

Lange hatte sich der mögliche Nachfolger von Sascha Raulf als neuer Trainer des SSV Hamm geziert. Jetzt ist beim Fußball-B-Ligisten eine Entscheidung gefallen.

Hamm – Lange hatte er sich geziert, entsprechende Anfragen abgeblockt und wenig Interesse gezeigt. Jetzt hat sich Christian Grewe doch überzeugen lassen, dass er beim B-Kreisligisten SSV Hamm neben dem Job des Fußball-Abteilungsleiters auch den Posten des Trainers übernimmt. „Es ist letztlich die beste Entscheidung für den Verein”, sagt der 40-Jährige, der damit die Nachfolge von Sascha Raulf antreten wird. Der 1. Vorsitzende hatte vor dem Corona-Lockdown das Team als Interimscoach betreut, stand zu neuen Saison aber nicht weiter zur Verfügung.

Die Verantwortlichen des SSV hatten zuletzt intensiv die verschiedenen Möglichkeiten abgewogen. So hatten sie über eine externe Lösung genauso nachgedacht wie über den erfahrenen Baris Tanriöver aus der 2. Mannschaft. „Aber Baris wollte lieber bei seiner Mannschaft bleiben. Und ein Trainer von Außen hätte sich erst neu einfinden müssen”, sagt Grewe. „Und ich kenne nun mal den Klub, den Kader, die Spieler und das Umfeld. Ein bisschen Fußball-Fachwissen habe ich auch. Daher bin ich zuversichtlich, dass ich dieser Herausforderung gewachsen bin und dass ich das schaffen werde.”

Über Erfahrungen im Trainergeschäft verfügt Grewe zwar nicht. Aber durch seine Zeit als Spieler, unter anderem bei der Hammer SpVg oder bei der SpVg Beckum, fühlt er sich bereit für die Aufgabe. „Jetzt, wo ich mich dazu entschieden habe, habe ich richtig Bock”, stellt er klar und hat auch bereits eindeutige Ziele vor Augen.

Ziel: Mittelfristig in die Kreisliga A

So will er mit seinem Team mittelfristig den Aufstieg in die Kreisliga A schaffen. In der kommenden Saison soll sich das Team allerdings erst einmal finden und nach der langen Corona-Unterbrechung wieder in den Rhythmus kommen. „Wir wollen im nächsten Jahren oben mitspielen. Wenn wir dann schon aufsteigen sollten, nehmen wir das natürlich schon mit. Aber das ist keine Pflicht, wir wollen den Jungs keinen Druck machen”, betont der neue Coach. „Es geht erst einmal darum, die Mannschaft auf Kurs zu bringen und eine Spielphilosophie zu entwickeln. Denn in der Kreisliga B geht fast alles über Kampf und Laufbereitschaft. Das müssen wir annehmen.”

Trainer ist vom Potenzial überzeugt

Vom Potenzial des Teams ist Grewe überzeugt, zwei oder drei externe Neuzugänge sollen aber noch dazu kommen, um den SSV punktuell zu verstärken. „Wir wollen eine homogene Truppe auf den Platz bringen, die konstant gute Leitungen zeigt. Denn wenn man hoch will, muss man von 30 Spielen 25 gewinnen”, so Grewe. pad

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