2. Handball-Bundesliga

Volles Haus beim ASV-Spitzenspiel in der Dortmunder Westfalenhalle

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Mit den nötigen Emotionen in die Westfalenhalle: ASV-Kapitän Jakob Schwabe hofft auf einen Sieg gegen Gummersbach.

Am 28. Dezember des Jahres 2010 trat Jakob Schwabe zum ersten Mal in der Dortmunder Westfalenhalle an – damals in der 1. Handball-Bundesliga als Spieler der HSG Ahlen-Hamm.

Hamm - Vergleichen will der Kreisläufer die damalige Partie gegen den HSV Hamburg mit der am Montag um 19 Uhr an gleicher Stelle beginnenden Zweitliga-Begegnung gegen den VfL Gummersbach aber nicht.

„Damals stand ich als junger Spieler ja nur eher im erweiterten Kader der Mannschaft und viel weiter vom Geschehen weg als jetzt“, erinnert sich Schwabe. „Und auch sportlich waren es ganz andere Voraussetzungen. Damals war es das Weihnachtsspiel gegen die beste deutsche Mannschaft. Jetzt ist es für uns ein absolutes Topspiel.“ Schließlich erwartet der Tabellenzweite aus Hamm den -dritten aus Gummersbach. Und der Vorsprung, mit dem das Team von ASV-Trainer Kay Rothenpieler in die Partie geht, ist mit nur einem Zähler verschwindend gering.“

Bietigheim-Pleite aufgearbeitet

Dass die Hammer mit der Hypothek der 33:36-Niederlage vom 2. Weihnachtstag gegen die SG BBM Bietigheim in das Match gegen den Erstliga-Absteiger gehen, ist für den ASV-Kapitän aber kein Problem. „Es ist nicht so, dass wir etwas gutmachen wollen. Wir gehen in diese Begegnung wie in jede andere und wollen die Punkte holen“, betont Schwabe. „Das hat gegen Bietigheim nicht so gut geklappt. So eine Niederlage tut ein bissschen länger weh, weil es vor solch einer großen Kulisse passiert ist. Aber das haben wir im Training aufgearbeitet.“

Zumal der letzte Auftritt der Mannschaft in diesem Jahr vor einer deutlich größeren Zuschauerzahl stattfinden wird. „Da ist es gut, dass wir schon vier Tage später das nächste Highlight vor der Brust haben“, sagt der Kreisläufer, der kein Problem darin sieht, dass dieses Heimspiel für seine Mannschaft nicht in der vertrauen Umgebung der Westpress Arena stattfinden wird. „Wir spielen ja alle Handball, um das auf solch einer großen Bühne machen zu können. Die Vorfreude ist einfach groß. Daher glaube ich nicht, dass es ein Nachteil für uns ist, dass wir in der Westfalenhalle spielen werden. Vielleicht brauchen wir zehn Minuten länger, um uns in der Halle zu akklimatisieren, weil alles anders ist. Aber ich glaube auch, dass es uns beflügeln kann. Und Gummersbach kennt die Halle ja auch nicht.“

Viel Erfahrung auf Gummersbacher Seite

Parallelen im direkten Vergleich zwischen den beiden letzten Gegnern des Jahres lassen sich für Schwabe nur grob ziehen. „Bietigheim hat eine richtig gute Mannschaft, die einfach schlecht in die Saison gestartet ist. Aber wenn man sich die Spieler anguckt, müssen wir ja nicht über Qualität sprechen“, sagt der 30-Jährige. „Und Gummersbach sehe ich als eigenständiges Spiel. Die Mannschaft hat auch große Qualitäten, aber andere. Sie verfügt über große Schützen im Rückraum, viele erfahrene Spieler. Da müssen wir leidenschaftlich auftreten, wenn wir gewinnen wollen.“

Vor allem in der Defensive muss im Vergleich zu Bietigheim wieder konzentrierter gearbeitet werden, um Leute wie Janko Bozovic (Rückraum rechts) oder Alexander Hermann (Rückraum links) aus dem Spiel zu nehmen. „Ich glaube, dass es uns gegen den VfL leichter fallen wird als gegen die kleinen, schnellen Spieler der SG“, sagt ASV-Coach Kay Rothenpieler. „Aber sie werden sicher auch wie Bietigheim versuchen, unsere Abwehr auseinanderzuziehen.“

Was nichts am Hammer Siegeswillen ändert: „Wenn alles gut läuft, überwintern wir auf einem Aufstiegsplatz“, sagt Rothenpieler. „Aber auch sonst bleibt ja da oben in der Tabelle alles ziemlich dicht beieinander.“ Was Schwabe bestätigt und ergänzt: „Das hat ja nicht nur mit der Tabelle zu tun“, sagt er. „Denn mit einem Sieg in die Pause zu gehen, ist ja immer besser als mit zwei Niederlagen. Wir müssen auf einem Toplevel performen.“

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