Fußball

Voller Trainingsplatz in Rhynern: Kaminskis Jungs sind heiß

Erfreut über die Einstellung seines Teams: Westfalia Rhynerns Trainer Michael Kaminski.
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Erfreut über die Einstellung seines Teams: Westfalia Rhynerns Trainer Michael Kaminski.

Die Amateurfußballer suchen den Weg zurück zur Normalität. Beim SV Westfalia Rhynern wird auf freiwilliger Basis trainiert - und das mit großer Resonanz.

Hamm - Zurück zur Normalität ist aktuell der größte Wunsch, den wohl alle Fußballer im Amateurbereich hegen. Doch angesichts der Corona-Pandemie sind derzeit weiter in erster Linie die Improvisationskünste gefragt. An einen geregelten Spielbetrieb mit Zuschauern ist vorerst nicht zu denken. Doch alle warten darauf, dass es möglichst bald mit gewohnten Rahmenbedingungen losgehen kann.

„Ich hoffe, dass wir irgendwann im September wieder um Punkte kämpfen können“, meint Michael Kaminski, Trainer des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern. „Die Jungs sind richtig heiß darauf, endlich wieder auf dem Platz zu stehen“, erklärt der Coach, der das aus eigener Erfahrung bestens belegen kann.

Spiel in Lohauserholz verlegt

Ursprünglich wollte die Westfalia am kommenden Sonntag um 15 Uhr „Am Hahnenbach“ beim Bezirksligisten TuS Germania Lohauserholz das erste Testspiel bestreiten, doch das wurde erst einmal auf Mittwoch, 29. Juli, verschoben. Der Grund: Erst am Freitag, 24. Juli, startet die Westfalia offiziell in die Vorbereitung auf die kommende Saison. „Von diesem Zeitpunkt an werden wir voll durchziehen, auch keine Pause mehr einlegen, ganz gleich wann die Meisterschaftsrunde tatsächlich beginnen wird“, betont der Coach.

Auf freiwilliger Basis wird in Rhynern bereits seit der vergangenen Woche auf dem Rasenplatz am Tünner Berg trainiert. „Wir haben es den Jungs freigestellt, ob sie daran teilnehmen möchten oder nicht“, sagt Kaminski. „Schließlich ist ja Ferienzeit und der eine oder andere Akteur noch mit seiner Familie im Urlaub unterwegs.“ Rhynerns Trainer hält nicht viel davon, seinen Spielern Übungspläne für die Urlaubszeit mit zu geben. „Allein irgendwo auf dem Asphalt zu laufen macht doch auch keinen Spaß“, erklärt der Coach, der sich über die Resonanz bei den freiwilligen Einheiten am Tünner Berg selbst gewundert hat. „Wir treffen uns derzeit dreimal in der Woche. Und bisher standen jedes Mal weit über 20 Leute auf dem Platz.“

Kaminski lobt die Verantwortlichen

Alles läuft, so versichert Kaminski, nach einem genau festgelegten Hygienekonzept ab. „Unsere Vereinsverantwortlichen haben das bestens organisiert. Da wir derzeit als einzige Mannschaft in Rhynern trainieren, können wir auch in den Kabinentrakten die vorgeschriebenen Abstände einhalten.“ Voll des Lobes ist der Coach zudem über den sehr guten Zustand des Rasens. „Da hat unser Platzwart ganz hervorragende Arbeit geleistet. Das ist ein richtiger Teppich, auf dem auch den Jungs das Kicken großen Spaß macht“, schwärmt Kaminski.

Das freiwillige Training hat für Kaminski auch einen ganz erfreulichen Nebeneffekt. „Der Spaß steht dabei erst einmal im Vordergrund, die Jungs sollen sich erst einmal richtig kennen lernen“, meint der Coach, der mit Patrick Franke (Hammer SpVg), Tom Franke (Concordia Wiemelshausen), Eduard Probst (Preußen Münster U19), Jonas Michler (SC Neheim) und Jan Trahe (SV Lippstadt U19) in den vergangenen Tagen auch alle Neuzugänge begrüßen durfte. Mit Dennis Gutsche, Oussama Daoudi, Fabian Hellmich und Ramazan Korkut hat der Oberligist zudem vier ehemalige A-Jugendliche mit in den Kader genommen, die laut Kaminski eine sehr gute Perspektive haben, den Sprung in die erste Mannschaft zu schaffen. „Ansonsten hätten wir sie nicht dazu geholt“, bestätigt der Coach.

Kommt noch ein Neuzugang?

Kaminski schließt übrigens nicht aus, dass sich in Sachen Neuverpflichtungen in den kommenden Tagen noch etwas tun wird. „Es könnte sein, dass ein weiterer Spieler zu uns kommt. Doch das ist nicht ganz sicher“, betont der 36-Jährige.

Der hofft nun darauf, dass sich mit Blick auf die Coronaschutzverordnung in den kommenden Wochen für die Fußballer einige Lockerungen ergeben. „Derzeit dürften wir ja nur mit 15 Akteuren zu einem Testspiel fahren. Wenn man 25 Leute im Kader hat, wird es für einen Trainer gerade in der Vorbereitungszeit immer sehr schwer sein, 15 Mann auszuwählen. Schließlich will man in den Testbegegnungen möglichst allen Akteuren die nötigen Einsatzzeiten bieten, damit sie sich zeigen können“, betont Kaminski.

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