Westfalia Rhynern ärgert sich über Niederlage und Ausfälle

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Burak Yavuz fehlt aufgrund seiner Roten Karte.

HAMM - Wenige Sekunden vor dem offiziellen Anpfiff war es noch eine entspannte Stimmung, die auf dem Kunstrasenplatz des SC Roland Beckum an der Vorhelmer Straße herrschte. Doch der Anstoß um 14.30 Uhr durch Karnevalsprinz Wilfried I. Goerke von der KIG „Die Roländer“ war die letzte lustige Aktion an diesem Sonntag. Denn nach Spielschluss herrschte vor allem beim SV Westfalia Rhynern Megafrust.

Das lag zum einen an der 1:3-Niederlage, die die Elf vom Papenloh im Auswärtsspiel der Fußball-Oberliga kassiert hatte – eine Pleite, die sich das Team teilweise selbst zuzuschreiben hatte. Aber auch Schiedsrichter Waldemar Stor und seine beiden Assistenten an der Linie machten an diesem Tag einen alles andere als souveränen Eindruck. „Ein Unparteiischer soll ein Spiel begleiten. Aber in Beckum hat der Schieri ganz klar Einfluss auf das Spielgeschehen genommen“, sagte Rhynerns Trainer Björn Mehnert angesichts der beiden Elfmeter gegen sein Team und der Roten Karte gegen seinen Mittelfeldspieler Burak Yavuz.

Zum anderen lag der Ärger der Westfalia aber auch darin begründet, dass das Team nun zwei weitere Ausfälle zu beklagen hat. „Daher trifft uns diese Niederlage doppelt. Viel Spaß hat das nicht gemacht“, meinte Mehnert, der nun am kommenden Freitag im vorgezogenen Meisterschaftsspiel beim TuS Heven mit Yavuz und wahrscheinlich auch Kapitän Dustin Wurst, der zur Pause aufgrund von Oberschenkelproblemen ausgewechselt wurde, auf zwei weitere Stammkräfte verzichten muss.

Die beiden gesellen sich damit zu einer Liste an Ausfällen, die bereits vorher extrem lang war. Mit Jan Apolinarski (Bänderdehnung im Knie), Dennis Idzcak (Knochenödem Sprunggelenk), Felix Krellmann (Kahnbeinbruch), Niklas Rieker, Bilal Yavuz (beide Bänderrisse im Knie, Tim Neumann (Bänderriss Sprunggelenk) sowie Sergej Petker und Max Wagener (beide Auslandsstudium) fehlen Mehnert bereits acht Akteure, jetzt kommen zwei weitere hinzu. Zudem ist der Einsatz von Mathieu Bengsch aufgrund seiner Probleme mit dem Fersensporn sehr fraglich. „Es hat uns hart getroffen, langsam wird es eng“, sagt Mehnert, der daher die Winterpause herbeisehnt, in der sich seine Spieler erholen sollen, damit sie dann zum Rückrundenstart im neuen Jahr wieder zur Verfügung stehen.

Vorher steht aber noch am Freitag die unangenehme Aufgabe in Heven auf dem Programm. Zwar rangiert der TuS mit lediglich sieben Punkten auf dem letzten Platz, doch das Team landete ausgerechnet am Sonntag mit dem 2:0 über die TSG Sprockhövel den zweiten Sieg der Saison. Daher warnt Mehnert, der wahrscheinlich Spieler der zweiten Mannschaft und von den A-Junioren mitnehmen wird, eindringlich davor, die Hevener zu unterschätzen. „Der TuS kämpft ums Überleben und ist alles andere als Fallobst, das wird kein Selbstläufer“, sagt der Coach, fügt aber hinzu: „Vielleicht war es gut, dass Heven gegen Sprockhövel gewonnen hat. Dann sind meine Jungs gewarnt.“

Trotz der großen personellen Sorgen ist Mehnert aber überaus zufrieden mit dem Abschneiden in der Hinrunde. Mit 25 Zählern hat sein Team als Siebter sogar mehr Punkte auf dem Konto als im vergangenen Jahr zum gleichen Zeitpunkt. „Und das hätte uns nach dem Weggang von Torjäger Stanislav Iljutcenko ja wohl kaum einer zugetraut“, meinte Rhynerns Trainer. - –pad–

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