Viel Zustimmung für Gelbsperren im Amateurfußball

KAMEN/HAMM - Die Technik macht es möglich: Ab der Fußball-Saison 2014/2015 soll im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) auch im Amateurbereich die Sperre nach der fünften Gelben Karte eingeführt werden - und zwar bis hinunter in die Kreisligen.

"Die Kreisvorsitzenden und die Präsidiums-Mitglieder sind allesamt dafür", berichtet Horst Weischenberg, Vorsitzender des Fußball-Kreises Unna-Hamm, von der jüngsten Beiratstagung am Wochenende in Kaiserau. Die Entscheidung soll nun auf einer der nächsten Präsidiumssitzungen fallen. Künftig sollen Spieler, die mit fünf Gelben Karten belastet sind, im DFB-Net eine entsprechende Kennzeichnung erhalten. "Es liegt dann in der Verantwortung der Vereine, den Spieler nicht einzusetzen", sagt Weischenberg. "Auf den Plätzen wird geholzt und gemeckert. Bislang ist eine Gelbe Karte nicht viel mehr als ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass es beim nächsten Mal unter die Dusche gehen könnte. Gelb muss eine Strafe werden. Ich bin mir sicher, dass die Sperre die Spieler diszipliniert", hatte der Oberadener schon vor der Beiratstagung am Samstag gesagt.

Bereits im vergangenen Sommer war im Amateurbereich analog zum Profibereich die Sperre nach einer Gelb-Roten Karte eingeführt worden - was bislang problemlos funktioniert. Die neue Regelung soll ab der neuen Saison für den gesamten Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verband gelten. Dem WLFV gehören neben dem FLVW auch noch die Fußball-Verbände Mittelrhein (FVM) und Niederrhein (FVN) an. "Allerdings gibt es im Mittelrhein-Verband noch einige Probleme mit der technischen Infrastruktur", berichtet Weischenberg. Dort komme der elektronische Spielbericht noch nicht flächendeckend zum Einsatz. Dies solle aber keinen Einfluss auf die Einführung der Maßnahme in den anderen Mitgliedsverbänden haben. - gre

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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