Handball

ASV hofft in Dresden auf die Rückkehr eines Rückraumspielers

Viel Arbeit wartet in Dresden auf David Spiekermann und den ASV Hamm-Westfalen.
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Viel Arbeit wartet in Dresden auf David Spiekermann und den ASV.

Hamm – Die Corona-Einschläge kommen auch in der 2. Handball-Bundesliga wieder näher. Doch während die Partie des ASV Hamm-Westfalen am kommenden Mittwoch beim Dessau-Roßlauer HV aufgrund positiv getesteter Spieler beim DRHV erneut verschoben werden musste, ist das Spiel am Sonntag beim HC Elfblorenz in Dresden (17 Uhr/Ballsportarena) bislang nicht gefährdet.

Dass die Aufgabe beim Tabellenvierten dennoch sehr unangenehm werden kann, hat daher rein sportliche Gründe. Denn anders als die vergangenen Gegner aus Ferndorf und Konstanz, die beide derzeit einen Abstiegsrang belegen, gehört das Team von Trainer Rico Göde zur erweiterten Spitzengruppe der Liga. Mit einer Ausbeute von 30:20 Punkten hat allerdings die Truppe des früheren Kreisläufers, der im Erstligajahr 2010/2011 ein paar Monate in Hamm unter Vertrag stand, keine Chance mehr auf den Aufstieg.

Zudem hält Michael Lerscht ohnehin nicht viel davon, die Stärke eines Gegners vom Tabellenstand her abzuleiten. „Ich sehe diese Sichtweise als falsch an“, sagt der ASV-Trainer. „Nach unserem Spiel gegen Ferndorf haben viele gesagt, nur mit zwei gegen eine Mannschaft zu gewinnen, die aus langer Quarantäne kommt, wäre nicht so gut... die gleiche M schlägt danach Gummersbach. Und Fürstenfeldbruck gewinnt gegen Hamburg. Richtig ist, die Teams von oben schaffen es, konstanter ihre Leistung abzurufen. Das macht den Unterschied aus.“

Im Fall Dresden wartet zumindest eine dieser überwiegend auf hohem Niveau agierenden Mannschaften auf die Hammer. Und eine, die als langfristig angelegtes Projekt durchaus große Ziele verfolgt. Und die über einige Spieler in ihren Reihen verfügt, die in einer engen Partie den Unterschied ausmachen können. Allen voran Sebastian Greß, der offiziell als Rückraumlinker geführt wird, aber in der Mitte die Fäden zieht. Der 26-Jährige ist Dreh und Angelpunkt des Dresdner Spiels, hat bereits 124 Tore erzielt (Platz zehn der Torschützenliste) und verfügt auch über ein Jahr Erstligaerfahrung. „Er ist im Rückraum der Leader“, weiß Lerscht, wen es auszuschalten gilt. Hinter ihm müssen sich auch der ehemalige ASVer Ivar Stavast und Arseniy Buschmann einreihen.

Torgefährlicher Rechtsaußen

Bisher erfolgreichster Torschütze der Dresdner ist aber Lukas Wucherpfennig. Der Rechtsaußen erzielte in 25 Spielen der laufenden Saison 129 Tore – auch ein Resultat des guten Umschaltspiels, das die Dresdner praktizieren. „Insgesamt gilt, dass Elbflorenz viel Handball-Qualität in seinen Reihen hat“, sagt Lerscht. „Auch die Abwehrleistung passt ja zum guten Umschaltspiel.“

Auf der anderen Seite würden die Gäste gerne mit einem Sieg ihr negatives Punktverhältnis (23:25) ausgleichen, müssen aber auch die Fahrt nach Sachsen mit personell reduziertem Kader antreten. Mittelmann Sören Südmeier und Kreisläufer Jan Brosch (Fingerverletzung) fallen definitiv aus. „Bei Marian Orlowski haben wir noch einen Restfunken Hoffnung“, sagt Lerscht. Der Rückraumlinke hatte sich im Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen die HSG Konstanz ebenfalls eine Fingerverletzung zugezogen. „Gegen Bietigheim am nächsten Samstag wird es wohl reichen. Für Dresden hängt es vom weiteren Heilungsverlauf ab.“

Alle anderen sind einsatzbereit. Bei dem einen oder anderen „zwickt es halt hier und da“ (Lerscht), spielen können aber Stand Freitag alle. Auch Neuzugang Alexander Engelhardt. Der saß zwar am Mittwoch beim 26:26 gegen Konstanz schon auf der Bank, kam aber noch nicht zum Einsatz. „Er braucht halt noch ein wenig Zeit“, sagt Lerscht, der sich sicher ist, dass der Kreisläufer noch ein Faktor im ASV-Spiel wird. „Deswegen haben wir ihn ja verpflichtet. Aber er hat lange nicht gespielt. Da braucht es noch etwas Zeit.“

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