Handball

Verspätete Saisonpremiere für ASV-Keeper Felix Storbeck 

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Feiert seine Meisterschafts-Saisonpremiere für den ASV: Felix Storbeck.

Das erste Saisonspiel verbrachte Felix Storbeck am Livestream, das zweite als Co-Kommentator in der Halle. Krankheitsbedingt war der Torhüter des ASV Hamm-Westfalen bislang auf Eis gelegt. Am Samstag feiert nun auch „Störte“ seine Saisonpremiere in der 2. Handball-Bundesliga – auswärts beim TuS Ferndof (19.30 Uhr).

Hamm - „Es ist ja nicht so, dass es mein erstes Bundesliga-Spiel ist, aber ich freue mich riesig drauf“, sagt der Keeper. „Nur zuzuschauen, als es losging, war schon hart, weil ich nicht so viele Spiele in den vergangenen Jahren verpasst habe.“ 

Wenn es nach Storbeck geht, dann sollte das auch in Zukunft wieder so werden. Denn die beiden Auftaktpartien haben dem 26-Jährigen Lust auf mehr gemacht. Auf mehr Atmosphäre, auf mehr Adrenalin – und auf mehr Erfolg. „Die Jungs sind ja super gestartet“, lobt er die Kollegen. „Großwallstadt war ein Spiel, das im Vorfeld schlecht einzuschätzen war, Balingen ein toller Kampf gegen ein Spitzenteam, mit vielen Emotionen – jetzt wollen wir in Ferndorf nachlegen.“ 

Und Storbeck möchte seinen Teil dazu beitragen. Auch wenn er weiß, dass er noch nicht wieder bei 100 Prozent seiner Leistungsfähigkeit sein kann. „Dieses Virus, keine Ahnung, wo das herkam, der hat mich ganz schön weggepfeffert“, räumt er ein. „Ich habe schon in der Woche nach dem Pokalauftakt gemerkt, dass es mir nicht so gut ging, hatte viel Kontakt mit unserem Manschafsarzt Hermann Schlummer. Bei so etwas musst du halt sehr vorsichtig sein. Da müssen die Blutwerte stimmen, damit nichts verschleppt wird.“

"Da willst du auf dem Feld stehen und mithelfen."

Daher wurde der Torhüter, der nach seinem ersten Engagement beim ASV (2013 bis 2015) seit 2017 bereits zum zweiten Mal im Hammer Osten unter Vertrag steht, auch lange von der Mannschaft ferngehalten und war beim Auftakt gegen Großwallstadt erst gar nicht in der Halle. „Schwerer war es für mich aber gegen Balingen, wo es mich nur schwer auf den Sitzen gehalten hat und am Ende die Emotionen hoch gekocht sind. Da willst du schon auf dem Feld stehen und mithelfen.“

Beruhigend für „Störte“ war, dass sein Torhüterkollege Oliver Krechel seine Sache sehr gut gemacht hat. Denn bei aller Konkurrenz, die das Rennen um den Platz zwischen den Pfosten mit sich bringt, bilden beide Torhüter ein harmonisches Team. „Wir verstehen uns absolut gut miteinander, kannten uns schon aus gemeinsamen Magdeburger Zeiten in der Jugend“, erinnert sich Storbeck. „Da haben wir zwar nicht zusammen in einer Mannschaft gespielt, weil er immer eine Jugend höher als ich war. Aber wir hatten den gleichen Freundeskreis dort, haben immer mal gequatscht und uns später zu Geburtstagen geschrieben.“

Handball 2. Bundesliga: ASV Hamm Westfalen - HBW Balingen 22:21

Auch sportlich ergänzen sich beide gut. „Oli hat schon seinen Stil, aber ich glaube, was die Emotionen angeht, da ähneln wir uns, da kocht das schon mal hoch.“

Seit Montag ist Storbeck wieder im Mannschaftstraining, nachdem er in der Woche davor nur individuell gearbeitet hat. „Ehrlicherweise muss ich sagen, wenn du eine Woche im Bett gelegen hast, dann bist du danach halt relativ früh ermüdet, aber das pendelt sich ein und ist von Tag zu Tag besser geworden.“

"Gerade, weil es so knapp war gegen Balingen, schweißt das zusammen."

Seine Tage im Krankenlager hat der Torhüter genutzt, um den kommenden Gegner ein wenig zu studieren. „Da habe ich mir das Ferndorfer Spiel gegen Schwartau angeguckt“, sagt er und zeigt sich beeindruckt vom Aufsteiger, der mit 5:1 Punkten überraschend die Tabelle anführt. „Das ist eine kämpferisch sehr starke Mannschaft, die über Emotionalität und Geschlossenheit kommt. Mit einer sehr aggressiven Deckung. Schwartau hat irgendwann das Konzept verloren, Ferndorf aber gnadenlos weiter gemacht und sein Ding durchgezogen. Das war sehr ordentlich anzusehen.“

Die Hammer rechnen also erneut mit einem engen Spiel Doch Storbeck hofft, dass die ersten beiden Erfolge sein Team jetzt auf einer Welle der Euphorie weiter tragen werden. „Gerade, weil es so knapp war gegen Balingen, schweißt das zusammen“, sagt er. „Und auswärts ist dasja noch eine andere Situation: Da hast du nicht die 2000 Zuschauer, die dich nach vorne peitschen oder jede Schiri-Entscheidung persönlich nehmen. Jetzt kriegen wir die volle Breitseite. Das kann ein Hexenkessel werden.“

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