Verschmelzung im Hammer Westen besiegelt

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Der Verschmelzungsvertrag wurde noch am Samstagabend im Westenschützenhof unterzeichnet.

HAMM -  Die beiden Vorstände hatten im Vorfeld gute Arbeit geleistet. Mit überwältigender Mehrheit stimmten am Wochenende sowohl die Mitglieder des TuS Lohauserholz-Daberg als auch die der TuS Germania Hamm in ihren getrennt abgehaltenen außerordentlichen Mitgliederversammlungen für eine Verschmelzung der Westener Vereine. Ab 1. Juli werden beide den gemeinsamen Weg als TuS Germania Lohauserholz-Daberg gehen.

Ein wenig stolz war Michael Zahorodnyj, Vorsitzender der Germanen, schon darauf, dass die Mitgliederversammlung in der Avantgardenlaube des Westenschützenhofes nach nur 20 Minuten beendet war. Und das mit einem überaus klaren Ergebnis. Alle 50 anwesenden Germanen sprachen sich für die Fusion aus, die anschließend von den Vertretern beider Vereine unter der Aufsicht des Notars Dr. Erhard Berghoff schriftlich besiegelt wurde.

„Ich bin natürlich hocherfreut über dieses 100-Prozent-Ergebnis“, betonte Zahorodnyj, der zuvor in seiner Rede noch einmal alle Vorteile der Zusammenarbeit dargestellt und die Mitglieder der Germania dazu aufgefordert hatte, auf eine geheime Wahl zu verzichten. „Alle sollten doch genug Rückgrat haben, auch öffentlich ihre Meinung zu vertreten“, sagte der Vorsitzende. Es gab daher keine Diskussionen und auch keine Gegenstimmen, so dass die Versammlung in Rekordzeit beendet war.

Etwas länger hatte am Freitagabend die Zusammenkunft des TuS Lohauserholz-Daberg im Vereinsheim gedauert. Im Hölzken stand das positive Ergebnis erst nach gut eineinhalb Stunden fest. Allerdings begann die Sitzung schon mit 15 Minuten Verspätung, weil die Verantwortlichen nicht mit so einem Zuspruch gerechnet hatten. Von den insgesamt 356 stimmberechtigten Mitgliedern waren immerhin 153 erschienen. „So viele Leute waren noch nie bei uns bei einer Versammlung“, freute sich Vorsitzender Dirk Havers über das enorme Interesse. Auch Havers hatte zu Beginn der Versammlung in seiner Rede noch einmal deutlich die Vorteile erklärt. Zwar erreichte der Klub nicht die 100 Prozent wie die Germania, doch auch so sprach Havers von einem sehr positiven Ergebnis. Immerhin war es bei 124 Ja- und nur 25 Gegenstimmen kein Problem, die erforderliche Dreiviertel-Mehrheit zu erreichen.

25 Gegenstimmen im Hölzken

Jedoch hatten sich die anwesenden Mitglieder für eine geheime Wahl ausgesprochen. Und deshalb störten Havers am Ende auch die Gegenstimmen nicht. „Ich finde es sogar sehr gut, dass die Leute, die etwas gegen diese Verschmelzung haben, das auch in der außerordentlichen Mitgliederversammlung gezeigt haben“, betonte der Vorsitzende des TuS Lohauserholz.

Nach der Abstimmung am Samstagabend der TuS Germania setzten sich beide Vorstände noch zusammen, um die Verschmelzung schriftlich zu besiegeln und anschließend bei einem Bier zu feiern.. Die gute Vorarbeit und die Informationspolitik beider Vorstände war schließlich der Garant dafür, dass die große Mehrheit der Mitglieder beider Seiten überzeugt war, dass der gemeinsame Weg im Hammer Westen der bessere ist.

Schon in den kommenden Wochen werden die Gespräche weiter intensiviert. Schließlich geht es darum, die Abteilungen beider Klubs zusammen zu führen. „Die Fußballer der Germania müssen bei uns integriert werden“, betonte Havers. Die Saison spielen beide Vereine in ihren Ligen natürlich wie gewohnt zu Ende. In der kommenden Meisterschaftsrunde wird es dann gemeinsame Mannschaften geben. Zuvor werden auch die neuen Trainingspläne erstellt.

Zum 1. Juli löst sich dann die TuS Germania Hamm offiziell auf, und die Mitglieder schließen sich dem neuen Großverein an, der dann TuS Germania Lohauserholz-Daberg heißen wird. Anfang September soll die erste Jahreshauptversammlung des Westener Großvereins stattfinden, in der der neue Vorstand gewählt werden wird. Geht es nach den Vorstellungen von Dirk Havers und Michael Zahorodnyj, sollen beiden Seiten in diesem Gremium gleichstark vertreten sein.

Havers soll dann 1. Vorsitzender, Zahorodnyj Stellvertreter werden. Immer vorausgesetzt, die Mehrheit der Mitglieder stimmt dieser Planung zu. Doch davon gehen die Verantwortlichen derzeit aus. -  P. Sch.

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