Chance vertan: HSV II verliert in Hassel 1:3

GELSENKIRCHEN - Natürlich war Christian Klotz enttäuscht. „Sehr“ sogar, wie der Trainer des Fußball-Landesligisten Hammer SpVg II einräumte. „Aber das wird sich auch schnell wieder legen. Unsere Situation hat sich nicht verändert. Wir werden weiter alles dafür tun, den Klassenerhalt zu schaffen.“

Eine Gelegenheit, Boden gut zu machen und ein weiteres Team in den Abstiegskampf zu ziehen, ließ der Drittletzte allerdings durch die 1:3 (0:1)-Niederlage bei YEG Hassel liegen. Da zeitgleich die Sportfreunde Lotte II das Kellerduell in Sinsen mit 2:3 verloren, beträgt der Rückstand der HSV zum rettenden Ufer aber weiter „nur“ drei Punkte.

Im ersten Spiel nach der Winterpause kam das Klotz-Team nur schwer aus den Startlöchern – und lag früh zurück, weil Özbek für die Gastgeber traf (13.). „Das hatte sich angedeutet“, meinte der HSV-Coach, dessen Team die taktischen Vorgaben in der Anfangsphase nicht eingehalten hatte. Das Gegentor war allerdings ein Weckruf. Die Hammer kamen allmählich auf Touren, hatten große Möglichkeiten zum Ausgleich. Unter anderem klärte Hassels Schlussmann Karadeniz einmal glänzend, dann schloss Gerrit Wiff freistehend vor dem YEG-Kasten zu unplatziert ab.

Nach dem Wechsel holten die Gäste Versäumtes nach. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten sie schnell um, Michael Erzen, neben Oliver Glöden einer von zwei Akteuren aus dem Kader der „Ersten“ im Aufgebot der U23, schloss den Angriff mit dem 1:1 ab (54.). Ein Treffer, den sich die HSV verdient hatte, weil sie auch nach der Pause viel Druck aufgebaut hatte. Und das Klotz-Team blieb am Drücker – doch mitten in die Drangphase gelang Güleryiz per Kopf die erneute Führung für die Gelsenkirchener Vorstädter (72.). „Da stimmte die Zuordnung bei uns nicht“, ärgerte sich Klotz, der sich zum Handeln gezwungen sah. Sein Team griff fortan zur „Brechstange“, wollte den erneuten Ausgleich erzwingen – und hatte Pech, als Karadeniz einen Versuch von Erzen an die Latte lenkte (79.). „Dann wäre wieder alles für uns drin gewesen“, meinte Klotz, der stattdessen mit ansehen musste, wie Hassel fast im Gegenzug in Person von Serhan alles klar machte. „Danach war die Luft bei uns raus“, so der Trainer. - fh

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