Handball

So verkaufte sich der ASV Hamm-Westfalen beim HSC Coburg

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Nach getaner Arbeit lässt sich gut jubeln: Die ASV-Spieler nach dem Kantersieg in Coburg.

Gut gelaunt und mit zwei Punkten im Gepäck kehrte der ASV Hamm-Westfalen vom Topspiel der 2. Handball-Bundesliga beim Tabellendritten HSC Coburg zurück. Mit 32:23 (16:10) fiel der Sieg zudem mehr als deutlich aus. 

Coburg - Schon im Vorfeld der Partie war klar, dass die Hammer weiter auf ihren Shooter Oliver Milde würden verzichten müssen, der sich vor dem Heimspiel gegen Emsdetten einen Bänderriss im Knöchel zugezogen hatte. Auch der Einsatz von Sören Südmeier, der über Adduktorenprobleme klagte, war vor Spielbeginn noch offen, ehe der Spielmacher Grünes Licht gab.

Dennoch zeigte sich Franz Dressel, der die Mannschaft im Bus begleitet hatte, vor Anpfiff zuversichtlich. "Wir sind hergekommen, um zu gewinnen", sagte der ASV-Geschäftsführer, der Platz drei fest im Blick hatte. "Das ist das Ziel, das sich die Mannschaft gesetzt hat." 

Das maximale, wie schon vor der Partie klar war. Denn nachdem die HSG Balingen-Weilstetten (57:15 Punkte) bereits am Freitag mit einem 27:23-Erfolg beim TV Emsdetten den Aufstieg perfekt gemacht hatte, war nach dem 33:28-Erfolg in Aue auch die HSG Nordhorn-Lingen (56:16) für die Hammer (49:21) bei nach dem Auftritt in Coburg nur noch zwei ausstehenden Begegnungen nicht mehr einzuholen. Für Coburg (51:19) ging es dagegen zumindest noch um die theoretische Chance, eines der beiden Teams im Aufstiegskampf abzufangen.

Entsprechend nervös begann die Partie aus Sicht der Gastgeber, während der ASV ein wenig brauchte, um nach der langen Anfahrt auf Betriebstemperatur zu kommen. Zwar stand die Mannschaft von Beginn an in der Deckung sicher - vorne stockte es jedoch zunächst. Der erste Treffer gelang dennoch den Gästen -nach fünf Minuten per Siebenmeter durch Fabian Huesmann, nachdem er selbst gefoult worden war. 

Starke Deckungsleistung 

Während der ASV seine Zurückhaltung nun auch vorne ablegte, lief das Spiel der bisher erst zweimal in eigener Halle bezwungenen Coburger fahrig, unkonzentriert und fehlerhaft weiter. Gepaart mit der starken Deckungsleistung des Rothenpieler-Teams, das auf den Halbpositionen immer wieder geschickt aus der 6:0-Deckung ausbrach und den Aufbau der Gastgeber so empfindlich störte, wirkte das tödlich für die letzten verbliebenen Aufstiegsträume des HSC. Nach neun Minuten stand es 0:4 - und HSC-Trainer Jan Gorr nahm entnervt seine erste Auszeit. 

Besser wurde es danach nicht. Denn die Hammer hatten Spaß am Spiel gefunden und stellten Coburg nun auch im Angriff mit variablem Spiel vor viele Aufgaben. Die Folge. Nach 16 Minuten stand es 8:3 für Hamm, das auch den Wechsel von Südmeier (16.) und den Ausfall seines Vertreters Stefan Lex, der wenig später angeschlagen vom Feld musste, mühelos wegsteckte. Unter er Regie von Vincent Sohmann baute das Team seinen Vorsprung bis zur Pause auf 16:10 aus - verdient.

Danach knüpfte der ASV nahtlos an die starke Vorstellung der ersten 30 Minuten an. Selbst eine doppelte Unterzahl (31.32.) nach Strafen gegen Jan Brosch und Markus Fuchs änderte nichts am souveränen Auftreten der Mannschaft, die weiter - wie in Durchgang eins - zu zahlreichen Tempogegenstößen kam. 

Mitte der zweiten Halbzeit kam dann sogar David Spiekermann aus dem Oberliga-Team des ASV zu seinen ersten Zweitligaminuten - der Pech hatte, als er drei Minuten vor dem Ende die Latte traf und Sekunden vor Schluss per Siebenmeter scheiterte. Am deutlichen Hammer Sieg änderte das nichts.  

      

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