Hölzken gewinnt das Derby in Bockum-Hövel

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Der TuS Germania Lohauserholz setzte sich im Bezirksliga-Derby in Bockum-Hövel durch.

HAMM - „Bis auf die ersten zehn Minuten waren wir der Herr im Hause. Der Sieg ist von vorne bis hinten verdient“, freute sich Hölzkens Trainer Michael Scheffler über einen hoch verdienten 0:2 (0:2)-Derbyerfolg bei der SG Bockum-Hövel.

Während der TuS Germania Lohauserholz seinen Aufwärtstrend fortsetzte und nicht nur, wie in den vergangenen Wochen, spielerisch zu überzeugen wusste, sondern sich diesmal für seinen Aufwand mit einem Sieg belohnte, schlug Bockum-Hövels Trainer Markus Matzelle nachdenkliche Töne an. „Wir haben uns von der Qualität her dem Wetter angepasst. Das war unser drittes Spiel in Folge ohne eigenes Tor, weil wir vorne zu langsam und ungenau spielen und die Bälle zu schnell verlieren.“

Nach einem kurzen Abtasten zu Beginn und einem Warnschuss von Dominik Orlowski, der TuS-Schlussmann Thomas Goeke vor keinerlei Probleme stellte (11.), gingen die Grün-Weißen mit ihrer ersten klaren Chance in Führung. Felix Hennig ließ gleich vier Gegenspieler wie Slalomstangen stehen, drehte sich an der Strafraumgrenze kurz um die eigene Achse und schloss sein Solo mit einem platzierten Schuss ab (20.).

Vor knapp 75 Zuschauern im Adolf-Brühl-Stadion zeigte Lohauserholz die bessere Raumaufteilung und das strukturiertere Aufbauspiel. Trotz der schlechten Platzverhältnisse und des tiefen Bodens gelangen den Gästen einige sehenswerte Kombinationen, während die SG nicht in die Zweikämpfe fand und auch gedanklich immer den entscheidenden Schritt langsamer war. Ähnlich wie beim 0:1 durfte beim zweiten Treffer nun Justin Wojciech beinahe ungehindert durch die Bockum-Höveler Hintermannschaft spazieren, um SG-Keeper Stefan Küritz mit seinem Flachschuss neben den Pfosten keine Abwehrmöglichkeit zu geben (27.).

Der TuS hätte bereits vor der Pause für klare Verhältnisse und eine Entscheidung sorgen können. Nach einer Flanke von Daniel Riemer, die an der Latte landete (30.), und einem Pfostenschuss von Felix Hennig (35.) scheiterte Timo Hilse freistehend an Stefan Küritz (40.). „Wir haben uns bis zur Halbzeit Chance auf Chance herausgespielt und hätten höher führen können“, monierte Michael Scheffler die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Die Sport-Gemeinschaft zeigte sich nach dem Wechsel zwar engagierter, doch die meisten Aktionen waren glücklos und weniger zwingend. Lohauserholz verwaltete das Ergebnis geschickt, stand weiterhin sicher in der Abwehr und lauerte auf Konter. Glück hatten die Rot-Schwarzen nach einer Stunde, als Schiedsrichter Thorsten Milde (Unna) nach einem Zweikampf zwischen Sebastian Linnhoff und Felix Hennig dem Hölzkener wegen einer vermeintlichen Schwalbe die Gelbe Karte zeigte und nicht auf Elfmeter entschied. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit bemüht, aber keine Chancen herausgespielt. Ich hoffe, dass wir beim nächsten Spiel personell wieder besser aufgestellt sind. Wir müssen jetzt die Kurve kriegen“, sah Markus Matzelle einen Grund für die Offensivschwäche im Fehlen arrivierter Akteure.

Ein Distanzschuss von Bünyamin Uysal (71.) war die einzige Gelegenheit für die SG in Durchgang zwei, während auf der anderen Seite Timo Hilse weitere Chancen vergab (63., 88.). - St

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