ASV unterliegt im Saisonfinale dem HSC Coburg mit 28:31

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Ondrej Zdrahala war mit neun Toren bester Werfer des ASV Hamm-Westfalen in Coburg.

Coburg - Es ist gut, dass es jetzt vorbei ist“, sagte Kay Rothenpieler nach der 28:31 (15:15)-Niederlage des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen beim HSC 2000 Coburg. Für den Coach war es das letzte Spiel als verantwortlicher Trainer. „Ich bin jetzt froh, dass ich ein bisschen Pause habe und den Akku wieder voll machen kann.“

Nicht nur er hatte das Saisonfinale herbeigesehnt, auch seine Spieler gingen förmlich auf dem Zahnfleisch. Und wenn dann mit David Wiencek und Julian Possehl gleich zwei Akteure aus dem dezimierten Zehnerkader keine Form aufweisen, dann ist diese Niederlage auch keine Überraschung. „Wir haben in der ersten Halbzeit ganz ordentlich gespielt“, zog der scheidende Coach ein durchaus positives Fazit. „Aber in der zweiten Hälfte, als die Kraft nachließ, hatten wir nicht die nötigen Alternativen. Da haben wir leichte Fehler gemacht.“

Und genau die hat der Tabellennachbar Coburg zu einfachen Toren genutzt. Der ASV wusste in den ersten 30 Minuten durchaus zu überzeugen. Er machte einen 1:3-Rückstand (6.) nicht nur wett, sondern ging bis zur Pause gleich mehrfach in Führung (8:6/16., 11:9/22., 14:12/27.). Doch das Team von HSC-Trainer Jan Gorr ließ sich nicht abschütteln und glich zum 15:15-Pausenstand.

Nach dem Wiederanpfiff ging der Rothenpieler-Sieben förmlich die Luft aus. „Wir haben es nach hinten raus nicht mehr geschafft, unsere Leistung konstant abzurufen“, analysierte der Trainer. Mit zunehmender Spielzeit unterliefen den Gästen immer mehr leichte Fehler, insgesamt 17 an der Zahl, die Coburg zu Gegenstößen nutzte. So zogen die Gastgeber über 16:16 (32.) binnen fünf Minuten auf 20:16 davon. Damit hatten sie den Grundstein für ihren späteren Erfolg gelegt, denn der ASV hatte nicht mehr die Kraft, um dagegenzuhalten.

Ondrej Zdrahala, der mit sieben Feldtoren gefährlichste ASV-Angreifer, verkürzte mit einem Doppelschlag in der 41. Minute noch einmal auf 22:19. Doch das war’s. Die Gorr-Sieben baute ihren Vorsprung auf 30:25 (56.) aus, damit war die Partie entschieden. Dass das Ergebnis im erträglichen Rahmen blieb, war auch ein Verdienst von Torwart Tomas Mrkva, der auf 20 Paraden kam.

„Es wäre mehr drin gewesen, doch da fehlt uns in der Breite die Konstanz. Ich habe einfach keine Alternativen auf der Bank. Nach Markus Fuchs auf der halblinken Position kommt nichts mehr“, erklärte Rothenpieler. „Wir haben dennoch gekämpft und wollten uns hier auch nicht abschlachten lassen. Aber es reicht einfach nicht, um so eine Mannschaft zu schlagen.“

Kein Wunder, dass der scheidende Trainer und seine Spieler froh sind, dass jetzt Schluss ist. Mit der 28:31-Niederlage schließt der ASV die Spielzeit auf dem neunten Tabellenplatz, mit drei Punkten Rückstand auf Coburg, ab. „Wir haben trotzdem eine gute Saison gespielt, wissen aber auch, dass wir in der Breite besser aufgestellt sein müssen, um diese Wahnsinns-Saison konstanter zu gestalten“, fasste Rothenpieler zusammen. Für ihn war es die letzte Dienstfahrt als Trainer, aber für den Manager Rothenpieler findet sich im Mannschaftsbus mit Sicherheit auch ein Platz. - hvw

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