Eishockey

Unglückliche 6:7-Niederlage für die Eisbären gegen die Saale Bulls Halle

Milan Svarc machte die Partie am Ende noch einmal spannend.
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Milan Svarc machte die Partie am Ende noch einmal spannend.

Die große Überraschung haben die Hammer Eisbären nur knapp verpasst, doch am Dienstagabend durfte sie trotz der Niederlage gegen die Saale Bulls Halle das Eis erhobenen Hauptes verlassen.

Hamm – Am Ende setzte sich der hohe Favorit beim Tabellenletzten lediglich knapp mit 7:6 (1:0, 3:3, 3:3) durch. „Das sind die Spiele, die wir mit den Fans im Rücken vielleicht gewinnen würden“, meinte Hamms Trainer Ralf Hoja. „Die Mannschaft hat gut gearbeitet und hätte zumindest einen Punkt verdient gehabt, hat aber auch dumme Gegentore kassiert.“

Beide Teams begegneten sich, was die Anzahl der Feldspieler anging, auf Augenhöhe. Sie traten mit drei Angriffsreihen und jeweils fünf Verteidigern an. Wobei es bei den Eisbären in der Startformation eine kleine Überraschung gab. Nicht Sebastian May, der am Sonntag beim 5:4 gegen den Krefelder EV noch so überragend gehalten hatte, stand zwischen den Pfosten, sondern Marvin Nickel durfte sein zweites Heimspiel in dieser Saison bestreiten. „Sebastian benötigt auch mal eine Verschnaufpause“, meinte Jan Koch. „Zudem hat Marvin sehr gut trainiert, steht immer zur Verfügung, ohne große Ansprüche zu stellen. Deshalb hat er sich diesen Einsatz einfach verdient“, erklärte der Manager.

Und Nickel hatte im ersten Drittel auch weniger zu tun, als allgemein erwartet wurde. Weil seine Vorderleute gegen die überlegenen Saale Bulls diszipliniert verteidigten, zudem immer wieder selbst mit schnellen Gegenstößen feine Nadelstiche setzten und das Tor der Hallenser in Gefahr brachten. Immerhin zehn Minuten lang hielt der Tabellenletzte das 0:0, ehe Davide Vinci nach einem Pass von Lukas Valasek plötzlich völlig frei vor dem Hammer Tor stand und die Führung für die Saale Bulls markierte. Da auf der Gegenseite die Eisbären die wenigen guten Chancen nicht nutzten und Halles Verteidiger Leon Fern aus guter Position nur den Pfosten des Eisbären-Gehäuses traf, ging es mit einem knappen 0:1 in die erste Pause. Die Torschussstatistik von 13:12 zu Gunsten der Hammer nach dem ersten Drittel unterstrich, dass der Neuling sich äußerst tapfer schlug.

Die Einstellung beim Tabellenletzten stimmte auch im zweiten Abschnitt. Und das wurde belohnt. Tobias Schwab gelang in der 23. Minute nach Vorarbeit von Thomas Lichnovsky das 1:1. Halle erhöhte danach das Tempo und schlug gleich zweimal zurück. Zunächst war es Valasek, der nach Zuspiel von Max Pietschmann den Puck nur noch ins leere Hammer bugsieren musste (27.). Kyle Helms erhöhte wenig später (30.) auf 1:3. Befürchtungen, dass bei den Eisbären, wie schon so oft in dieser Saison, alle Dämme brechen würden, bewahrheiteten sich nicht. Ganz im Gegenteil. Mit einem Traumtor aus sehr spitzem Winkel erzielte Gianluca Balla (34.) den Anschlusstreffer. Und groß war der Jubel, als Kevin Orendorz nach Zuspiel von Balla in der 38. Minute sogar das 3:3 gelang. Bitter: In Unterzahl kassierten die Gastgeber 43 Sekunden vor Drittelende durch Valasek das 3:4.

Turbulent verlief das Schlussdrittel. Orendorz glich zunächst für die Eisbären aus (45.). Fern (54.) und Tatu Vihavainen (54.) schienen mit dem 4:6 für die Entscheidung gesorgt zu haben, doch die Eisbären kamen dank zweier Treffer von Michal Spacek innerhalb von nur 51 Sekunden noch einmal zum Ausgleich. In der 58. Minute war es dann Halles Verteidiger Kai Schmitz, der den Hammern mit dem 6:7 den endgültigen Knockout versetzte.

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