2:2 – Hölzken bleibt ungeschlagen

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Lukas Hulboj ist eher am Ball als Sassenbergs Keeper Marvin Westing.

Hamm - Die Serie hatte gehalten. Doch das war aus Sicht des in der Fußball-Bezirksliga weiter unbesiegten TuS Germania Lohauserholz auch fast schon der positivste Aspekt nach dem schwachen Auftritt beim 2:2 (1:1) gegen den VfL Sassenberg. „Wir haben nicht unser Spiel gemacht wie gewohnt“, sagte Mittelfeldakteur und Co-Trainer Klodian Kola, der Michael Scheffler (Urlaub) vertrat. „Aber wir sind weiter ungeschlagen. Das ist das Wichtigste.“

Von Beginn an entwickelte sich ein verteiltes, aber auch zerfahrenes Spiel ohne große Höhepunkte. Die Hölzkener taten sich schwer gegen den kompakten Tabellenzwölften, leisteten sich zu viele Fehler im Spielaufbau, in Strafraumnähe fehlte es an der nötigen Präzision. Hinter der einzigen Spitze Timo Hilse klaffte zudem oft ein zu großes Loch, sodass der Angreifer vielfach mit langen Bällen gesucht wurde, bisweilen aber schlichtweg in der Luft hing. Immerhin boten sich ihm noch die besten Gelegenheiten (4., 28.), während auf der Gegenseite Lukas Hulboj nach einem Pass von Daniel Langliz in höchster Not klärte (15.).

Trotz der durchwachsenen Vorstellung ging der TuS in Führung. Ausgangspunkt war ein Geistesblitz von Kola, der Chen Hennig mit einem feinen Pass bediente. Dessen Zuspiel fand wiederum Kola in der Mitte, der den Ball zum 1:0 über die Linie drückte (45.). Doch noch in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs schlugen die Gäste in Form eines Distanzschusses von Langliz zurück (45.+2).

Es sollte noch besser kommen für die aggressiven Sassenberger: Nachdem Marcel Klemmer einen Langliz-Schuss noch abgewehrt hatte, traf Mario Kiese aus dem Gewühl heraus zum 1:2 (52.). In der Folge hatte der TuS zwar Chancen durch Hilse (57.) und Dennis Idczak (61.), vieles blieb aber Stückwerk gegen den in dieser Phase abgeklärteren VfL.

Doch der hatte dann einen Schock zu verdauen: Nach einem Freistoß und einem Duell mit Hulboj kam Schlussmann Marvin Westing unglücklich auf (68.) und musste mit Verdacht auf Wadenbeinbruch ins Krankenhaus gebracht werden. Die Partie war für 20 Minuten unterbrochen, bei Sassenberg rückte in Ermangelung eines Ersatzkeepers Feldspieler David Sieweke zwischen die Pfosten – und parierte einmal glänzend bei einem Schuss von Enes Sariman (88.). In der nun sehr hektischen Partie war er zuvor allerdings bereits bei einem Kopfball von Hulboj machtlos gewesen (74.). Zu mehr reichte es für den TuS nicht, weil den Aktionen weiter die nötige Struktur fehlte. „Vielleicht hatten einige schon gewonnen, bevor wir gespielt haben“, haderte Kola mit der Einstellung. „Wir sind richtig stark. Nur müssen wir das auch zeigen.“

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