Rhynern reist mit neuem Selbstbewusstsein nach Dortmund

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Wieder einsatzbereit: Rhynerns Thanh-Tan Tran.

Hamm - Es war ein Sieg, der mehr wert war als nur die drei Zähler. „So etwas tut immer gut. Die Stimmung im Training war gleich eine ganz andere, viel gelöster als vorher“, sagt Björn Mehnert, Trainer des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern. Mit 4:0 hatte die Papenloh-Elf am vergangenen Freitag gegen die U23 des Zweitligisten SC Paderborn 07 gewonnen, den zweiten Dreier der Saison eingefahren und damit auch eine Menge Selbstvertrauen für die Partie am Sonntag beim ASC 09 Dortmund (15 Uhr) getankt.

Aber der Ex-Profi warnt seine Schützlinge eindringlich davor, in Sachen Konzentration, Fokussierung, Wille und Einsatzbereitschaft auch nur einen Deut nachzulassen. „Letztlich war es nur ein Sieg, der uns gegen Paderborn gelungen ist. Das kann nur der Beginn gewesen sein“, betont der Westfalia-Coach und hofft, dass die Rhyneraner in Aplerbeck den nächsten Dreier folgen lassen.

Die Aufgabe im Dortmunder Süd-Osten ist allerdings keine leichte. Das hatte das Team von Mehnert bereits in der vergangenen Erfolgs-Saison erfahren müssen, als es Anfang Mai beim ASC eine 0:3-Niederlage setzte. „Es ist extrem unangenehm, in Aplerbeck zu spielen“, bestätigt auch Mehnert. Zwar verloren die Dortmunder am vergangenen Sonntag mit 0:5 bei der SpVgg Erkenschwick, doch gerade aufgrund dieser klaren Niederlage erwartet Rhynerns Trainer einen Gegner, der vor heimischem Publikum noch mehr Gas geben wird. „Der ASC ist gereizt, das macht ihn sehr gefährlich“, erläutert der Coach – und fügt hinzu: „Zuhause ist die Mannschaft eine Klasse stärker als auswärts.“

Daher appelliert er an sein Team, der starken Offensive der Gastgeber mit Torjäger Tim Schwarz, Daniel Diaz und Michael Seifert keine Sekunde aus den Augen zu lassen: „Wir müssen es schaffen, diese guten Leute auszuschalten. Da müssen wir hochkonzentriert arbeiten, ohne aber unsere eigene Identität zu vergessen.“ Dies heißt nichts anderes, als dass die Rhyneraner mutig nach vorne spielen, aggressiv auftreten und immer wieder versuchen sollen, Räume zu generieren. „Wenn uns das nicht gelingt, sind wir auf verlorenem Posten“, so Mehnert – und fügt hinzu: „Unsere Jungs sollen nicht vergessen, was sie tun müssen.“

Verzichten müssen die Rhyneraner am Sonntag auf den gesperrten Dustin Wurst und auf die langzeitverletzten Felix Böhmer, Markus Maier und Aaron Vasiliou. Dafür aber hat Thanh-Tan Tran seinen grippalen Infekt auskuriert und ist genauso wie der zuletzt verletzt fehlende Jannick Kastner wieder eine Option für das Offensivspiel der Westfalia.

Fest eingeplant ist auch Mathieu Bengsch, der nach seiner langen Verletzungspause gegen Paderborn ein furioses Comeback gefeiert hatte. „Wir müssen aber noch abwarten, wie Mathieu die Belastung in dieser Trainingswoche überstanden hat“, wiegelte Mehnert zwar ab, aber es dürften keine Zweifel daran bestehen, dass der Linksfuß wieder von Beginn an auflaufen wird.

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