1. wa.de
  2. Sport
  3. Hamm

Umbruch bei den HammStars - die drei Topscorer verlassen das Team

Erstellt:

Von: Rainer Gudra

Kommentare

Till Hornscheidt ist einer von sechs Spielern, die die HammStars zur neuen Saison verlassen.
Till Hornscheidt ist einer von sechs Spielern, die die HammStars zur neuen Saison verlassen. © © Andreas Rother

Nach der erfolgreichen Saison 2021/22 mit dem Einzug in die Playoff-Viertelfinalspiele gegen den späteren Meister und künftigen Zweitligisten BBG Herford steht beim Basketball-Regionalligisten TuS 59 HammStars ein mittelgroßer Umbruch an, der in dieser Form durchaus zu erwarten war.

Hamm - Der Kader soll weiter verjüngt, ein Großteil der Spieler länger an den Verein gebunden werden.

„Wenn es klappt, werden wir zehn Spieler der Jahrgänge 2000 und jünger im Aufgebot haben – alles Rohdiamanten“, sagt Trainer Ivan Rosic, der nach seiner ebenfalls erwartbaren Vertragsverlängerung dieser Tage viel Arbeit investiert, um die passenden Akteure aus der „Millennium-Generation“ zu bekommen. „Wir wollen weiter den Weg gehen, so junge Spieler zu entwickeln. Es kommt viel Arbeit auf uns zu, aber ich freue mich darauf – und es macht einfach Spaß.“ Dabei wird er auch von der gerade besiegelten Kooperation mit Phönix Hagen und seinen guten Kontakten zu den Iserlohn Kangaroos profitieren.

Im Gegenzug heißt dies auch: zahlreiche Abgänge. Sechs haben Abteilungsleiter Holger Knörig und der Sportliche Leiter Markus Schwennecker inzwischen bekannt gegeben, darunter auch die drei Topscorer des Teams – und zuvorderst der ehemalige Junioren-Nationalspieler Till Hornscheidt. Der 21-jährige Point- und Shooting-Guard, der 2020 über Alba Berlin und dessen Farmteam Lok Bernau nach Hamm gekommen war, will sich erneut in der 2. Bundesliga Pro B beweisen. Darin hatte er schon zu Beginn seiner Senioren-Laufbahn 23 Spiele für Essen absolviert, später weitere für Bernau. Rosic lässt ihn ohne Groll ziehen: „Er hat sich das in seiner Zeit bei uns ja auch erarbeitet.“

Kontakt zu Hornscheidt soll nicht abreißen

Der Guard will nach seinem jüngst in Münster erworbenen Abitur an der Ruhr-Universität in Bochum Sport sowie eine Sprache auf Lehramt studieren und für einen Verein im Umkreis auflaufen – nahe liegend wären da die ambitionierten EN Baskets in Schwelm, wobei sich Hornscheidt aber bedeckt hält, was seinen neuen Klub betrifft. „Er hat viele Angebote gehabt, aber so würde das durchaus passen“, meint Rosic dazu. Und Hornscheidts Heimatstadt Velbert wäre auch nicht mehr allzu weit entfernt. Der HammStars-Trainer will dessen Weg weiter verfolgen: „Wenn wir spielfrei haben, werde ich mir live anschauen, wie er sich entwickelt.“

Und auch der Spieler will den Draht zu seinem – nun ehemaligen – Trainer nicht abreißen lassen. „Wir werden weiter guten Kontakt haben. Es waren drei wichtige Jahre für mich in Hamm, in denen ich mich sportlich und menschlich weiter entwickelt habe“, sagt Hornscheidt. „Aber jetzt möchte ich neue Wege finden und in eine höhere Liga.“

Auch Boutte und Jetullahi gehen

Mit Joshua Boutte verlieren die HammStars eine weitere Stütze aus dem Kader der vergangenen Saison. Für den US-Amerikaner, der gerade Vater gworden ist, geht die Familie vor. „Ich weiß nicht, ob er überhaupt noch einmal nach Europa zurück kommt“, sagt Rosic. Daher sei es zu riskant, „vielleicht bis zum letzten Tag auf ihn zu warten – und dann stehen wir ohne da.“ Auch wenn Boutte ein „super Junge“ sei, mit dem „alles reibungslos geklappt“ habe.

Mit Routinier Faton Jetullahi haben sich die HammStars einvernehmlich darauf geeinigt, den Vertrag nach einer Spielzeit nicht zu verlängern. Der Allrounder scheint innerhalb der Liga mit den Hertener Löwen einen neuen (alten) Klub gefunden zu haben. Auch mit Miki Dimitriewski plant Rosic für die kommende Saison nicht mehr. Joshua Ober will sich mehr auf seine Ausbildung konzentrieren, während sich Ronay Timm in der Pro B beweisen will und darin derzeit auf der Suche nach einem Klub ist.

Neuzugänge noch in dieser Woche möglich

Die Umgestaltung des Kaders „entwickelt sich in eine sehr, sehr gute Richtung“, wie Rosic sagt. Er habe zwar noch viel zu tun und werde aus dem Urlaub heraus noch viel arbeiten müssen. „Aber das bin ich ja seit vielen Jahren so gewohnt“, sagt der Trainer, der in den nächsten Tagen bis auf die beiden Import-Positionen alle weiteren Plätze im Kader besetzt haben möchte. Die ersten Zugänge dürften noch in dieser Woche von der Abteilungsleitung bekannt gegeben werden.

Auch interessant

Kommentare